Startseite - PortalHilfsangebote der SuchthilfeSelbsthilfeforumInformationen zur Suchthilfe

Zitate - Offener Bereich

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.
Thalia1913
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 3684
Registriert: 27.06.2014, 10:50

Zitate - Offener Bereich

Beitrag von Thalia1913 » 11.09.2015, 10:24

Hallo miteinander,

wenn ich in den vielen Texten hier im offenen Forumsbereich stöbere, die hier im Laufe der Jahre von uns allen zusammengeschrieben worden sind, fallen mir immer mal einzelne Sätze oder Absätze auf, die ich mir aufschreibe, weil ich sie so gut, passend und/oder klug etc. finde, dass ich sie immer mal wieder nachlesen können will.

In Anlehnung an Beispiele an anderer Stelle dachte ich, könnten wir doch hier einen "Zitate-Thread" aufmachen, wo jeder, der was Tolles in den Tiefen und Höhen des (offenen!) Forums findet, das einstellen kann, damit auch andere was davon haben.

Wenn es einen Zitate-Thread im Offenen schon geben sollte, den ich übersehen habe, bitte ich die Moderatoren, gerne zu verlinken oder zusammenzuführen oder was auch immer.

Viele Grüße
Thalia

P.S. Gleich folgt das erste Zitat. :)

Thalia1913
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 3684
Registriert: 27.06.2014, 10:50

Beitrag von Thalia1913 » 11.09.2015, 10:29

Maria am 26.01.2013 im Thread "Konfrontationsweg oder Risikominimierung"
Für mich ist es nach wie vor das größte AHA-Erlebnis, dass ich meinen Anteil daran haben darf, mir ein trockenes Leben einzurichten. Ich darf das. Ich darf mir meinen trockenen Raum schaffen. Ich muss nicht so tun, als wäre ich nicht suchtkrank, obwohl ich weiß, dass ich Alkoholikerin bin, sondern ich darf danach handeln. Finde ich persönlich als DIE Befreiung schlechthin.

Thalia1913
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 3684
Registriert: 27.06.2014, 10:50

Beitrag von Thalia1913 » 13.09.2015, 12:43

Dialog bei Katharsis zwischen Maria und Katharsis am 01.08.2015
Katha hat geschrieben: Vielleicht hat das auch was mit Vertrauen zu tun, einfach vertrauen, während man gleichzeitig seinen Mors bewegt.
Maria hat geschrieben: Diese Erfahrung mache ich gerade auch und stelle so bei mir fest, dass Vertrauen keinen Wind und Träräää braucht, sondern lediglich einen Raum, wo sich's entfalten kann.

Ich habe mal gelesen, dass Mut aus Mut wächst. Am Anfang für brauchst du nur ein kleines bisschen, und damit kannst du ihn nähren, wenn du für die nächste Aufgabe ein bisschen mehr benötigst. Also, dass das Wachsen dessen, aus sich selbst geschieht. Ich denke, das verhält sich mit Vertrauen genauso.

Frei
neuer Teilnehmer
Beiträge: 99
Registriert: 09.08.2015, 22:55

Beitrag von Frei » 14.09.2015, 22:19

Hallo Thalia,

ich bin zwar noch nicht lange hier im Forum, aber ich finde diese Idee super und habe gerade eben bei mir etwas tolles gelesen, was ich dann auch gleich hier einstellen möchte...

" Jeder schlechte Tag ohne Alk ist besser wie ein Guter mit"
LG
Frei

silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 7197
Registriert: 04.12.2009, 12:40

Beitrag von silberkralle » 16.09.2015, 08:35

glück auf
NNGNeo hat geschrieben: einfach nur schön das trockene leben :D
bracht s da noch ne bemerkung :?:

schöne zeit

:D
matthias
trocken, glücklich und zufrieden

Thalia1913
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 3684
Registriert: 27.06.2014, 10:50

Beitrag von Thalia1913 » 18.09.2015, 14:26

Heute mal bisschen was längeres - eigentlich hatte ich es für mein Tagebuch markiert, aber dann dachte ich, warum nicht hier, vielleicht kann noch jemand anders soviel damit anfangen wie ich:

Linde66 schrieb im Mai 2009 hier im Offenen:
Früher hat es mich belastet, wenn ich mit Veränderungen von Außen zurechtkommen mußte. Heute sehe ich es als Bereicherung, als Möglichkeit dazuzulernen. An so kleinen Situationen lerne ich das Loslassen und das Annehmen. Leben ist ja nichts anderes als ein ständiges loslassen und annehmen dessen, was gerade dran ist zu leben. Wir leben nicht in der Vergangenheit, auch nicht in der Zukunft, sondern genau jetzt.

Es ist ein Kommen und ein Gehen und in diesem Jahr durfte ich lernen, daß im Wandel das Ankommen zu finden ist. Im Wandel ist Tiefe, ist Verdichtung, ist Konzentration, ist Reifung und Heilung. Wandel ist ein Prozeß der durch mich hindurchgeht, mich bis auf den Grund aufwühlt, mich entlastet, klärt und bereichert - dadurch daß ich mich öffne für ihn.

Thalia1913
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 3684
Registriert: 27.06.2014, 10:50

Beitrag von Thalia1913 » 28.10.2015, 09:44

Correns schrieb letztes Jahr etwas, das mir in Erinnerung geblieben ist.
Daher habe ich es jetzt mal rausgesucht.
Solche Beispiele machen für mich das Forum so wertvoll.
Denn dadurch hat das Sich-sicher-Fühlen keine Chance,
sich bei mir dauerhaft einzunisten.

Dummerweise genügt ja ein kleiner Moment,
eine Stimmungslage, ein Vorfall jedwelcher Art,
um den trockenen Weg wieder zu verlassen.
Zwischen Nass und Trocken gibt es keine Wand,
kein Gitter, keinen Graben.
Ich könnte jederzeit einfach rüber gehen.

Möchten tu ich dies zwar nicht.
Aber ich kenne mich.
Und ich kenne meine Stimmungslagen.
Also geht es weiter. Möglichst munter zwar, aber auch vorsichtig.
Das mag saumäßig langweilig klingen, aber ich nehm's sehr ernst.
Das war und ist für mich ein wichtiger Gedankenanstoß, nicht zu glauben, mit wachsender Dauer der Trockenheit würde automatisch der Abstand zum Alkohol wachsen. So funktioniert das nicht.

Grüße und einen schönen Tag allerseits,
Thalia

Slowly
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1424
Registriert: 28.02.2014, 01:29

Beitrag von Slowly » 18.11.2015, 08:40

Pancho schrieb mir aus dem Herz :)

Diese Momente waren überhaupt keine Momente "guten Trinkens", es waren einfach gute Momente.
Trotz des Glases Wein.
Weil der Alkohol in diesem Moment nichts kaputt machen konnte.

Slowly

Antworten