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Zitate - Offener Bereich

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.

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Thalia1913
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Beitrag von Thalia1913 » 20.11.2015, 10:53

Manfred schrieb in "Sucht-Alkoholismus-Moral" im Mai 2013:
Als ich noch trank (und anfing über meinen Alkoholkonsum nachzudenken), da habe ich mich als Versager gefühlt.
Ich wollte/konnte nicht akzeptieren, dass ich Alkohol nicht kontrolliert trinken kann.
Ich wollte kein Alkoholiker sein, mit allen für mich damals dazugehörenden Kategorisierungen.

Heute plädiere ich dafür, das „Alkoholiker sein“ darauf zu fokussieren, dass es Menschen gibt (wie ich), die Alkohol nicht kontrolliert trinken können.
Ansonsten haben Alkoholiker ebenso viele (oder so wenige) seelische Verwicklungen wie andere Menschen auch.
Abwehr-, Verdrängungs- und Schutzverhalten findet man überall (wie ich schon in einem vorherigen Beitrag schrieb).
Und mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen An- und Entspannung haben auch viele Menschen zu tun.

Alle Menschen, die begonnen haben über ihren Alkoholkonsum kritisch nachzudenken, die stehen also letztlich vor der Frage: Kann ich Alkohol kontrolliert trinken?
Ich habe mich 10 Jahre mit dieser Frage gequält (wie schon beschrieben) bis ich am Ende ein klares „Nein“ aussprechen konnte.

Linde66
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Beitrag von Linde66 » 10.12.2015, 18:41

Ich glaube tatsächlich, ich werde mir Zeit nehmen für die weiche Stelle in mir und für das Weinen und es ist nicht schlecht, nicht negativ, nicht depressiv – eher wie ein sanfter Regen, der melancholisch macht und von dem man weiß, dass er wieder aufhört.
von Katha

Thalia1913
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Beitrag von Thalia1913 » 18.12.2015, 18:27

Von uwe.rothaemel in seinem Thread "Was ich wollen will" zum Thema "Sucht als Chance", 2011:
Ich denke, als ich damals an meinem „Tiefpunkt“ angelangt war, die Alternativen sehr existenzieller Natur waren. Leben oder Sterben. Ein dazwischen, also einfach nur Überleben war nicht mehr akzeptabel. Fürs Leben entschieden hatte ich zu jener Zeit sicherlich Hoffnungen und Wünsche für die Zukunft, aber ebenso sicher keine Vorstellung vom Wie. Der Gedanke an den Tod hat mir das Leben gesichert. Es hat mir eine Chance eröffnet mein Leben in der Gegenwart zu gestalten und nicht mehr in eine Zeit zu verlegen, wo ich „fertig“ bin (wenn ich dies und jenes erledigt habe, dann kann ich…)

Thalia1913
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Beitrag von Thalia1913 » 23.12.2015, 09:18

Slowly heute
Eigentlich ist das trocken sein eh wie Magie, wenn du offen bist für dich selbst und deine Mitmenschen, dann wirst du noch viele kleine und größere Wunder erleben.
:D

viola
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Beitrag von viola » 28.12.2015, 08:21

Alleine der Gedanke daran, dass du evtl. ein Suchtproblem haben könntest, zeigt ja schon, dass du keinen normalen Umgang mit Alkohol hast.
von likeafeather

Maria
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Beitrag von Maria » 31.12.2015, 09:06

Denn auch wenn so viele Orte auf der Erde schreckliche Orte sind, so ist es doch jedem von uns trotzdem erlaubt, in uns selbst einen Ort der Schönheit und des Friedens zu besitzen.
Von Slowly

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 19.01.2016, 08:59

Frank P. hat geschrieben: Trocken sein bedeutet Verantwortung an und übernehmen;-)

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 16.02.2016, 08:41

Pancho hat geschrieben: Als ich vor gar nicht so langer Zeit das Forum für mich entdeckte, empfahl ich mir: Mach es einfach wie die alten, trockenen Hasen.
Lern von ihnen, beherzige ihre Tipps, studiere, was sie getan haben, um erfolgreich trocken zu werden/bleiben.

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