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„Alkohol und Nikotin“

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.

Moderator: Moderatoren

Hartmut
Moderator
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Beiträge: 15114
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Beitrag von Hartmut » 05.02.2018, 23:38

Hallo

nun macht es für mich keinen Unterschied ob jemand vom Rauchen oder vom Saufen vereckt. Das Resultat stimmt. Alkohol ist bewusstseinsverändernd, also knallt es in die Psyche. Haue ich mir Gras auf die Kippen habe ich einen ähnlichen Effekt. Nun laufe ich heute auch in Gefahr von Allem und Alles süchtig zu werden .

Zumindest was die Pharmaindustrie vorgibt und von Ärzten, Therapeuten oder sonstiges mit diagnostiziert wird. Ein gefundenes Fressen sind natürlich schon Menschen, die sich in einer Sucht bewiesen haben.

Ich traue mich schon gar nicht mehr einen Kaffee zu trinken, damit ich nicht in die Koffeinsucht verfalle. Upps, ist schon spät, bin ich schon im Bereich der Internetsucht oder doch nur Computersüchtig ?

Wieviel Süchte gibt es denn schon? Leider wird aus meinen Augen die Sucht inflationär eingesetzt und nimmt die Ernsthaftigkeit des ernsthaft Erkrankten Aber das ist ein anderes Thema. #

Das wichtigste bin ich, was ich und wie ich mit meinen Erkrankungen umgehe. Oder wie Oscar Wilde einmal ausdrückte: Sich selbst zu lieben, ist der Beginn einer lebenslangen Romanze. Aber auch er wurde als krankhafter Narziss verschrien. Das Forum steht auch für ein suchtmittelfreies Leben zu erlernen und ich denke da ist genug Futter für jeden dabei.

Wollte nur ein wenig Plaudern :lol:

Gruß Hartmut

Sunshine_33
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Beitrag von Sunshine_33 » 05.02.2018, 23:52

Hallo CF,
Du schriebst:
Es springt mir seit geraumer Zeit ins Auge, dass Herrschaften sich dem Klammergriff des Alkohols entwinden,
jedoch die aus meiner Sicht wesentlich leichter zu beendende Qualmerei, irgendwie nicht sein lassen können.
Für mich war es schwieriger, das Rauchen aufzugeben als die Sauferei. :wink:
Beim Alkohol habe ich kaum Saufdruck geschoben, ich wollte nie wieder Saufen, das kam aus meinem tiefsten Innersten.
Und es war ein gravierender Tiefpunkt eingetreten.
Das war beim Rauchen so nicht der Fall.
Das habe ich vom Verstand her beendet. Ich wollte einerseits nicht mehr, aber die Nikotinsucht war andererseits auch stark.
Ich hätte mir gern mehrmals eine angesteckt, wenn ich andere rauchen sah.
Das hat mich echt getriggert.
Als ich mit der Sauferei aufhören konnte, hatte ich mich eigentlich für ein suchtfreies Leben entschieden, wie konnte denn da Rauchen noch dazu gehören?
Das ergab für mich keinen Sinn, es widersprach sich doch mit dem, was ich wollte.
Aber trotz dieser Gedanken brauchte ich noch einige Zeit, um es wirklich beenden zu können.

@Martin
Im Sommer 2017 wollte ich aufhören, da musste ich meinen Urlaub verschieben, Taxi spielen und war so genervt dass es nicht klappte.

Nach dem Urlaub musste Papa ins Kkh wo er nach 6 Wochen starb :cry:

Hätte ich damals nicht wieder geraucht, wer weiss ob ich Nichtraucher geblieben wäre.
Ich habe an dem Tag aufgehört, als meine Mutter starb.
Ob ich es schaffe, wußte ich da auch noch nicht.
Aber ich wollte nicht mehr rauchen, es hing mir schon lange zum Halse heraus.
Und als ich an dem Tag schon morgens einige Zigaretten geraucht hatte, bis mir leicht schlecht war, sagte ich von jetzt auf gleich zu meinem Mann:
"Ich drücke hier jetzt meine letzte Zigarette aus."
Und bis heute ist es die letzte geblieben, ich habe seit über 6 Jahren nicht mehr geraucht.
Es gab stressige Zeiten danach... Du weisst es selbst, die ganzen Formalitäten, Wohnungsauflösung etc.
Aber wenn es danach ginge, würde ich doch immer was finden, warum es jetzt gerade nicht geht...
Es ist doch das gleiche wie mit der Sauferei, da haben wir auch immer Gründe gesucht.
Aber wem erzähle ich das.... Du weisst das alles selbst.
Wenn Du es wirklich willst, dann schaffst Du das auch, zum Nichtraucher zu werden.
Wenn ich das geschafft habe, schaffst Du das schon lange :wink:

LG Sunshine
die übrigens auch keinen koffeinhaltigen Kaffee mehr trinkt :lol: weil ihr dann der Draht aus der Mütze springt. :shock:

Sunshine_33
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Beitrag von Sunshine_33 » 06.02.2018, 00:00

Wollte nur ein wenig Plaudern :lol:
Och, für mich hört es sich eher so an, als wolltest Du partout nicht die Glimmstängel aufgeben :P :lol:
Ist ja auch Deine Sache.
Zwingt Dich ja auch niemand zu.
Klar gibt es allerlei Süchte, Suchtverlagerungen und pipapo... und viele sind betroffen, Ja.

Aber darum geht es doch gar nicht :wink:
Sondern letztendlich geht es um DICH, was DU willst.
Was interessiert Dich da die Internetsucht von Nachbars Lumpi ?
Du scheinst mir mit Deiner Qualmerei nicht so ganz zufrieden zu sein 8) und nur DU kannst es beenden.
Und ich traue Dir zu, das Du das auch tun wirst, denn TUN KOMMT BEKANNTLICH VON TUN ! :P

LG Sunshine

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 06.02.2018, 00:10

Hallo Sunshine,
Was interessiert Dich da die Internetsucht von Nachbars Lumpi ?
ich mag Hunde :D .

Deine Worte
Sondern letztendlich geht es um DICH, was DU willst.
Meine Worte
Das wichtigste bin ich, was ich und wie ich mit meinen Erkrankungen umgehe.
Bin sowas wie ein Jahres Raucher. (ähnlich Quartalssäufer). Hatte ja immer paar Jahren Pause zwischen drin. Aber du hast recht. Ich bin noch nicht soweit.
TUN KOMMT BEKANNTLICH VON TUN
nicht mit eigenen Waffen schlagen das geht ja schon gar nicht :wink: :lol:

Gruß Hartmut

Hull

Beitrag von Hull » 14.03.2018, 07:42

Dass fast alle Alkoholiker auch Raucher sind, ist für mich kein Zufall, sondern vielmehr die Bestätigung, dass diese Menschen eben für alle möglichen Suchtmittel anfällig sind.

Beide Süchte hängen miteinander zusammen. Für mich wäre es Selbstbetrug und Schwäche, nichts mehr zu trinken und weiterhin zu rauchen.

Die Gründe, die Raucher zur Rechtfertigung anführen, sind im Übrigen ebenso unlogisch, wie die Gründe, die für den Alkoholmissbrauch angeführt wurden. Man könne nicht auf alles verzichten, Der Großvater sei dennoch 95 Jahre alt geworden, man würde in der Arbeit ausgeschlossen usw. Die Liste ist endlos.

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