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„Alkohol und Nikotin“

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.

Moderator: Moderatoren

Martin

Beitrag von Martin » 04.02.2018, 13:48

Hallo Hartmut,

als ich damals entgiftete konnte ich nicht rauchen, ich musste beatmet werden, da ging das schwer :wink:

Im Anschluß kam ich in eine neurologische Reha um laufen, essen und trinken zu lernen.

Abends gab es 2 Gruppen, die eine ging in eine Kneipe ins Dorf, die Andere traf sich in der Raucherecken :lol:

Alleine im Zimmer sitzen wollte ich nicht, die erste Gruppe war mir zu riskant, also was machte ich :?:

Im Sommer 2017 wollte ich aufhören, da musste ich meinen Urlaub verschieben, Taxi spielen

und war so genervt dass es nicht klappte.

Nach dem Urlaub musste Papa ins Kkh wo er nach 6 Wochen starb :cry:

Hätte ich damals nicht wieder geraucht, wer weiss ob ich Nichtraucher geblieben wäre.

LG Martin

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 04.02.2018, 14:15

@Martin: Was spricht dagegen, es erneut zu versuchen? Nichts, oder?

Du weist doch genau, dass Du dem aktiven Teil einer Sucht entkommen kannst.

Gruß
Carl Friedrich

Aliengirl
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Beitrag von Aliengirl » 04.02.2018, 21:30

@Hartmut: Suchtverlagerung ja definitiv mehr Schokolade und sehr viel mehr Sport. Ich gehe wenn möglich immer gleich nach der Arbeit ins Finess, da ist mein Kleiner noch im Kindergarten. Finde diese Art von Suchtverlagerung aber nicht negativ, weil es ja mit dem vorgenommenen gesünderen Leben zusammenpasst. Ich bin ausgeglichen und ehrlich zufrieden und das konnte ich echt lange nicht mehr sagen.
Heute war eine Bekannte da und hat bei mir auf der Terrasse eine geraucht. Durch den Geruch hatte ich kurz das Verlangen mir einen Wein einzuschenken und mitzurauchen....ich gehe den Weg aber nicht mehr zurück.....da sind mir meine Ausgeglichenheit und Zufriedenheit tausendmal wichtiger... ab sofort heisst es deshalb Rauchverbot für Besucher, zum Selbstschutz...dabei wollte ich nie ein militanter Nichtraucher werden. So ändern sich die Sichtweisen....

Aliengirl
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Beitrag von Aliengirl » 04.02.2018, 21:42

Was ich damit sagen will, ohne den zeitgleichen Entzug von beiden Suchtmitteln, hätte es für mich definitiv nicht funktioniert......Zigaretten schmecken mir ohne Alkohol nicht und Alkohol nicht ohne Zigaretten......und da ich nicht mehr Trinken und Rauchen möchte, sondern gesunden und mich in meinem Körper wieder wohl fühlen will, gab es für mich keine Alternative!!!!

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 05.02.2018, 07:51

Hallo

ich zieh mal ein Vergleich wie sich das Muster zum nassen Alkoholiker ähnelt

Aus dem Kontext gerissen.
Dennoch bin ich überrascht, wie viele trockene Alkis partout nicht die Finger vom Nikotin lassen können. Dabei müssten sie doch genau wissen, dass ein Ausstieg aus der Sucht möglich ist.
Das Wissen alleine reicht auch beim Rauchen aufhören nicht aus. In der nassen Zeit als Alkoholiker war es ähnlich. An Wissen mangelte es nicht.
Was spricht dagegen, es erneut zu versuchen? Nichts, oder ?
Natürlich nichts ! Nutz aber nichts, solange die Ausreden größer als der Wille oder Tiefpunkt ist. Von außen herangetragene und gut gemeinte Ratschläge verpuffen an der aktiven Sucht. Muss also auch hier von einem selbst kommen

Aliengirl hat es geschafft aber mit Suchtverlagerung.
Suchtverlagerung ja definitiv mehr Schokolade und sehr viel mehr Sport.
Schokolade wäre ein Grund weiter zu rauchen. Sport dagegen aufzuhören. :lol:

Zurück zum Thema. Nun halte ich es noch für immer für gefährlich beides gleichzeitig anzugehen. Aber es kommt ja nicht drauf an was ich denke sondern wie es der Einzelne für sich erfahren hat

Danke bisher.

Gruß Hartmut

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 05.02.2018, 16:45

Hartmut hat geschrieben: Das Wissen alleine reicht auch beim Rauchen aufhören nicht aus. In der nassen Zeit als Alkoholiker war es ähnlich. An Wissen mangelte es nicht.
Hallo!

Einige hier benötigen halt einen persönlichen Tiefpunkt, um den Ausstieg aus dem aktiven Part der Sucht zu beginnen. Eventuell sind sie bezüglich des Giftes Nikotin noch nicht ausreichend tief gesunken. Es geht ihnen mit dem Laster wohl "noch" zu gut.

Ist aber nur eine persönliche Hypothese.

Ich kann jedenfalls nur jedem Qualmer nur anraten, sich des Themas anzunehmen.

Es grüßt der nikotinfreie Carl Friedrich

Vollwaise

Beitrag von Vollwaise » 05.02.2018, 21:52

C-F, lass mal die Kirche im Dorf...

Alkoholismus ist viel schlimmer und hat massiv schlimmere Konsequenzen als die dumme und sinnlose und teure Qualmerei...

Wie soll denn beim Raucher der Tiefpunkt kommen, der ihn dann veranlasst, aufzuhören? Wenn der Kleinzeller diagnostiziert ist, muss man auch nicht mehr aufhören...

Dein Posting hat was missionarisches...

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 05.02.2018, 22:34

Vollwaise hat geschrieben: Dein Posting hat was missionarisches...
Hallo!

Das war und ist nicht beabsichtigt.

Es springt mir seit geraumer Zeit ins Auge, dass Herrschaften sich dem Klammergriff des Alkohols entwinden, jedoch die aus meiner Sicht wesentlich leichter zu beendende Qualmerei, irgendwie nicht sein lassen können.

Komische Welt.

Apropos: Tausende von Todesfällen sind direkt auf die Qualmerei zurückzuführen. Daher verbagatellisiere ich sie nicht als lediglich "dumm, sinnlos und teuer."

Aber das muss ein jeder mit sich selbst ausmachen.

Der Widerspruch, warum man die eine Sucht in den Griff bekommt, die andere jedoch nicht, ist für mich immer noch offen und ungeklärt. Das fällt mir nicht nur hier im Forum auf. Eine plausible Erklärung gibt es da für mich bislang nicht.

Gruß
Carl Friedrich

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