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Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.

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Karsten
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Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von Karsten » 13.11.2018, 17:07

Hallo,

ich habe mal unter
suchthilfe/hilfslosigkeit-der-suchthilfe/
einen Artikel veröffentlicht, den ich hier gerne zur Diskussion stellen möchte.

Gruß
Karsten

RiSu
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Re: Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von RiSu » 13.11.2018, 18:14

Hallo Karsten,

ich bin ja noch neu hier im Forum und habe auch schon festgestellt, dass es eine Diskrepanz zwischen dem „Alten“ und dem „Neuen“ zu geben scheint.

Ich bin auch noch in einem Krankenkassenforum, wo sich jeder selbst seine Ziele stecken kann. Reduzieren oder Abstinenz. Da ist viel los, dass scheint für die Menschen ein interessanter Weg zu sein.

Ich habe den Eindruck, dass „reduzieren“ für manche Menschen durchaus ein gangbarer Weg ist um vom zu viel Trinken loszukommen. Ich bin diesen Weg ja auch gegangen und mir hat er getaugt. Jetzt möchte ich mich ganz vom Alkohol befreien, vor ein paar Jahren hätte ich mir das noch nicht zugetraut.

Ich stelle mal als These auf: Alkoholsucht / Alkoholprobleme hat viele Gesichter und unterschiedliche Menschen müssen unterschiedliche Wege finden und gehen.

Reduziertes Trinken ist für manche Menschen, wenn Sie früh genug erkennen, dass sie ein problematisches Konsumverhalten haben ein guter Einstieg.

Karsten
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Re: Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von Karsten » 13.11.2018, 18:48

Hallo,

für mich ist das eben der große Unterschied, ob jemans alkoholsüchtig ist oder nur Alkoholprobleme hat.
Ich hatte ja hier
viewtopic.php?f=77&t=36212
eine Umfrage erstellt zum Thema Abstinenz oder kontrolliertes Trinken.
Obwohl da auch auch Gäste des Forums abstimmen können, ist die überwiegende Zahl für ein alkoholfreies Leben.

Warum? Mehr Einsicht?

Gruß
Karsten

Carl Friedrich
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Re: Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von Carl Friedrich » 13.11.2018, 21:25

Hallo!

Mir ist die Überschrift zu martialisch.

Wieso gibt sich die Suchthilfe geschlagen, wenn neben der Abstinenz der Weg des KT aufgezeigt wird?

Ich kann KT nicht, also bleibe ich bei der Abstinenz.

Es gibt sicherlich auch andere Zeitgenossen, bei denen KT funktionieren kann. Entweder sie sind noch gar nicht abhängig oder aber sie können wirklich im gesundheitlich unbedenklichen Rahmen kontrollieren. Dazu gehören viel Ehrlichkeit und Disziplin, eine bestimmte Menge Alkohol pro Woche nicht zu überschreiten. Diese Menge liegt beim erwachsenen Mann bei ca. 5 Flaschen Bier (0,5l) pro Woche. In diesem Wert sind Umtrünke anlässlich Fest- und Feiertagen, Jubiläen ... inbegriffen. Um sich nicht selbst was vorzumachen, empfiehlt sich die Führung eines ehrlichen Trinktagebuchs.

Wer es dank der Suchthilfe lernt, den hat diese nicht verloren, sondern weiter gebracht.

Das Problem ist nur, das die allermeisten Alkoholiker, ebenso wenig wie ich, kontrollieren können. Die anderen mögen es halt ausprobieren, wie ich es früher auch mal probiert habe, bis ich erkannt habe, das für mich nur die Abstinenz möglich ist..

Gruß
Carl Friedrich

Karsten
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Re: Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von Karsten » 13.11.2018, 21:29

Ich bin nicht der Meinung, dass man 2,5 Liter Bier in der Woche trinken muss.
Für mich wäre ein normaler Konsum, drei bis 4 mal im Jahr drei oder vier Gläser.

Wer schon ein Trinktagebuch führen muss, ist wohl von diesem, meinen, normalen Konsum weit entfernt.

Carl Friedrich
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Re: Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von Carl Friedrich » 13.11.2018, 21:41

Karsten hat geschrieben:
13.11.2018, 21:29
Ich bin nicht der Meinung, dass man 2,5 Liter Bier in der Woche trinken muss.
Für mich wäre ein normaler Konsum, drei bis 4 mal im Jahr drei oder vier Gläser.

Wer schon ein Trinktagebuch führen muss, ist wohl von diesem, meinen, normalen Konsum weit entfernt.

Hallo Karsten!

Ich habe von Höchstmengen für erwachsene Männer geschrieben. Bei Damen reduziert sich die Menge.

Wir reden von süchtigem Trinken. Der Gelegenheitskonsument (3-4x jährlich) gehört nicht dazu. Der braucht auch nichts kontrollieren.

Ob es der abhängige Mensch kann, muss er/sie selbst heraus finden. Und wenn er/sie merkt, dass es nicht klappt, dann bleibt ihm/ihr nur die Abstinenz. Und das Trinktagebuch dient als Stütze, ob es das KT funktioniert.

Für mich gilt das nicht. Ich kann mich vielleicht ein paar Tage mit wenig Bier zufrieden geben, bis die Dämme brechen. Ich habe den "point of no return" schon lange überschritten. Für mich ist es viel leichter, gar nicht zu trinken, als nach einer Flasche Bier aufzuhören.

Das musste ich lernen.

Gruß
Carl Friedrich

MieLa
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Re: Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von MieLa » 14.11.2018, 09:18

Hallo
Für mich ist es viel leichter, gar nicht zu trinken, als nach einer Flasche Bier aufzuhören.

Das musste ich lernen.
Das gilt auch für mich.

Lieben Gruß,
MieLa

Mario B.
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Re: Gbt sich die Suchthilfe geschlagen?

Beitrag von Mario B. » 14.11.2018, 13:03

Hallo,

würde man die hier erwähnte Umfrage in einem Forum für Kontrollierter Trinker stellen, wäre das Resultat der Abtimmung mit grosser Sicherheit andersrum. Eine grössere Einsicht würde ich daher nicht schlussfolgern.

Für mich ist dieser Text doch ziemlich subjektiv und wenig differenzierend, daher würde ich ihn auch nicht Artikel nennen sondern eher Kommentar oder Kolumne. Diese Meinung gilt es aber zu respektieren, auch wenn man sie nicht gänzlich teilt.

Gruss,

Mario B.

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