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Vater mit Kindern

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

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Ette
sehr aktiver Teilnehmer
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Beitrag von Ette » 16.09.2008, 06:58

Guten Morgen PapaMUC,

ja, ich kann mir vorstellen, dass das ein Schlag ins Kontor war. Mir wurde bei meiner Scheidung vorgeworfen, ich würde lose Männerbekanntschaften suchen und mein Kind mit zu Orgien nehmen, weil mir das Sorgerecht aberkannt werden sollte. Ich kenne das Gefühl, ohnmächtiger Wut oder wütender Ohnmacht, weil nichts stimmt, von dem, was einem vorgeworfen wird.

Die Entscheidung, ob du dagegen angegen willst, wird sicherlich nicht einfach sein. Lies mal im Forum von den erwachsenen Kindern. Vielleicht hilft dir dies bei deiner Entscheidung, wie du weiter vorgehen willst.

LG
Ette

Feuervogel

Beitrag von Feuervogel » 16.09.2008, 08:24

Guten Morgen, PapaMUC,
das ist eine verd.... Situation.
Du bist ehrlich und versuchst fair zu sein und vor allem für deine Kinder das Beste zu finden. Die Gegenseite verbiegt die Tatsachen....
Leider scheint die Familienrichterin eine von der Sorte zu sein, für die die Kinder immer noch zur Mutter gehören, solange nicht "Mord und Totschlag" geschieht. :evil:
Ich kann dir nur sagen, daß ich solche "Grabenkämpfe" kenne, aus Alleinerziehenden-Foren. Da ist mit Sicherheit nicht immer Alk im Spiel, sondern verletzte Eitelkeit, Hass, Rachsucht, etc.
Ich finde du machst das richtig so, wie du es bisher gemacht hast. Bleibe ehrlich und vor allem mit dem Jugendamt und anderen wichtigen Stellen im Gespräch.
Ich habe das jetzt grad erlebt, bei einer Freundin. Ihr Ex hat mit so krummen Sachen versucht, das Sorgerecht für die jüngere Tochter zu bekommen, nur um ihr einen reinzuwürgen. Sie hat sofort das Gespräch mit dem Jugendamt gesucht, war immer offen, ehrlich und fair. Glücklicherweise waren die vom Jugendamt nicht auf den Kopf gefallen, haben schnell gemerkt, was für ein "Spielchen" ihr Ex trieb. Das Ende vom Lied ist, daß sie vermutlich sogar das alleinige Sorgerecht für BEIDE Kinder bekommt (die bei ihr leben), obwohl das eigentlich gar nicht von ihr beabsichtigt war, bisher hatten sie das gemeinsame Sorgerecht und die Kinder regelmäßig (d.h. die ältere will inzwischen nicht mehr) beim Vater zu Besuch...
Also, ich drücke dir die Daumen, daß es bei dir ebenso gut ausgeht...!
Liebe Grüße
Kristina

Papi
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Beitrag von Papi » 16.09.2008, 15:13

Hallo PapaMUC,

erstmal ein "herzliches Willkommen" nach Deinem Urlaub. Dass ich Deine Beiträge sehr genau mitverfolge kannst Du Dir ja sicher vorstellen.

Genau das ist mein absolutes Horrorszenario. Ich versuche zu fühlen, wie es den Kindern gehen muss. Sche***, da bekomme ich richtig Wut im Bauch.

Versuch jetzt dringend Beweise für ihre Alkoholsucht zu sammeln. Deine Frau ist gerade dabei, alles zu zerstören. Wichtig sind jetzt nur die Kinder. Ein Einsehen hat sie nicht, von Umkehr kann keine Rede sein. Also wird sie wieder trinken. Dann muß das JA hin.

PapaMUC ich fühle mit Dir. Du weißt, dass hier einige sind, die in der gleichen Situation sind und zumindest moralisch (anders können wir leider nicht) voll hinter Dir stehen.

Drücke Dir alle Daumen!! Du brauchst jetzt ganz viel Kraft.

Papi

summerdream
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Beitrag von summerdream » 26.09.2008, 03:06

hi papa muc

ich hab dich gesehn 8)

aber hören lassen haste nix von dir :(

wie gehts dir?

liebe grüße -Dani-

PapaMUC
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Beitrag von PapaMUC » 08.10.2008, 21:46

Hallo,

und heute wieder eine kurzer Update.

Ich habe mich nach vielen Gesprächen mit Freunden, Familie und Fachleuten zur Berufung entschlossen.

Das kostet wieder viel Geld, Erfolg ungewiß. Und es wird weiter mit Schmutz auf mich geworfen. Aber ich will das, weil ich mir nie den Vorwurf machen möchte, nicht alles versucht zu haben. Die Kinder sind es wert.

Termin beim Oberlandesgericht haben wir noch keinen, ich hoffe der kommt bald. Dann muß ich mich zwar wieder die übelsten Verleumdungen anhören, aber ich stehe zu meiner Entscheidung.

Ich will immer nur das Gleiche, daß meine Frau eine Therapie macht, stabil wird und dann können die Kinder auch bei ihr sein, mit häufigem und geregeltem Umgang. Wenn keine Therapie, dann nicht. Ich finde es wirklich krass, was sie alles anstellt, um nur ja keine Therapie machen zu müssen.Nun ja, ich werde definitiv nicht zu den gleichen Mitteln greifen, wie sie, sondern mir selbst treu bleiben. Ich möchte irgendwann mal, wenn die Kinder älter sind, ihnen den ganzen Schriftverkehr, die Anwaltsschreiben, die emails etc. zeigen können, ohne eine schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Nun Ja, ich bleib dran, drückt mir und besonders meinen Kindern die Daumen, daß sich das alles zum Guten wendet. Irgendwie auch meiner Frau, denn ich denke, sie ist tief drinnen kein schlechter Mensch, die ganze Krankheit macht aber ein Monster aus ihr...

Ach Ja, mir geht selbst geht es eigentlich ganz gut. Ich bin raus aus der Hölle, kümmere mich viel um mich, habe großen Rückhalt bei meiner Familie und bei meinen Freunden. Viele eher lockere Bekanntschaften über die Kinder haben sich vertieft, ich lerne neue Menschen kennen, bin sehr viel selbstbestimmter jetzt, das tut gut. Wenn ich das nu auch für meine Kinder sagen könnte, dann würde es mir richtig gut gehen.

OKay, euch noch einen schönen Abend und bis bald.

Viele Grüße aus München,
PapaMUC

Papi
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Beitrag von Papi » 09.10.2008, 09:22

Hallo PapaMUC,

schön dass Du wieder da bist. Dass ich Deine Geschichte verfolge, kannste Dir ja vorstellen.

Berufung? Unbedingt!!

Haste Beweise für die Alkoholsucht?

Hat sie jemand schon betrunken erlebt?
Eventuell sogar als die Kinder dabei waren?
Habt Ihr Einblick in die Auswertung der Befragung der Kinder?
Psychologisches Gutachten?
Wenn Du mitkriegst, dass sie trinkt, schick das JA oder die Polizei hin!

Ich denke Beweise sind das A und O.

Ich hoffe von ganzem Herzen, Du bekommst Dein Recht bzw. die Kinder das ihre. Ich wünsch Dir alle Kraft dieser Welt.

Papi

Tihaso
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Beitrag von Tihaso » 09.10.2008, 09:53

Hallo Papa Muc..
Toll. dass du für deine Kiddies kämpfst... Ich hab es da wohl noh leichter zur Zeit... mein Noch meldet sich nur alle paar Wochen telefonisch...im Falle einer Scheidung wird dies auch für das alleinige Soergerecht sprechen.. Wir hatten ja den begleiteten Umgang er umfasst 120 termine..wurde aufgrund seines alkoholisiertem erscheinens um weitere 5 termine verlängert.. Nun müßte er agieren.. Ich wollte eine Verlängerung im Kischubu..aber dies müsse geprüft werden... dazu hätte er aber aktiv werden müssen... tut er bisher (GsD) nicht..
Ich weiß, er ist der Vater, aber er handelt nicht.. und dieses auf und ab..(ich hab 21 Jahre mit ihm gelebt..die letztes 15 waren durch Alkdiskussionen geprägt) will ich meinen Kindern eigentlich ersparen...
Ich kann nur sagen, die Kinder sind es wert!!!

KLasse....oftmals werden die Kinder ohne Überlegung für die möglichen Folgen, weiterhin ungefiltert dem trinkenden Partner überlassen oder dorthin geschickt...nur damit man mal selber fei hat... halte ich für sehr bedenklich, vor allen Dingen, wenn ich schaue, was aus mir wurde.. wie tief die Co-Abhängigkeit sitzt.. darf gar nicht daran denken, was aus diesen Kindern werden kann...meine machen zusätzlich noch Therapie und das ist auch gut so..

Ich kann dich nur bekräftigend unterstützen..

weiter so
LG und viel Kraft und Ausdauer.. Tihaso

Tihaso
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Beitrag von Tihaso » 09.10.2008, 09:54

editieren muss ich mal.. natürlich umfasst der begleitete Umgang NICHT 120 sondern 10!!!!! Termine.. bin da wohl abgerutscht.....

Sorry!!!

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