Poster ohne Alk ?

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
Antworten
Poster
neuer Teilnehmer
Beiträge: 349
Registriert: 25.12.2010, 21:12

Poster ohne Alk ?

Beitrag von Poster » 26.12.2010, 00:22

Hallo zusammen,habe mich gerade registriert und freue mich einem
Bis jetzt unbekanntem Forum einschl.Moderatoren mitteilen zu können
dass ich seit 22.11.2010 kein alkoholhaltiges Getränk mehr zu mir
Genommen habe.
Meine Methode : allen Carr mit dem ich vor vier Jahren auch das Rauchen
aufgehört habe.
Freue mich auf einen interessanten Austausch.

hans_klein
neuer Teilnehmer
Beiträge: 36
Registriert: 25.08.2008, 20:06

Ich halte diese Methode für gefährlich!

Beitrag von hans_klein » 26.12.2010, 01:15

Hallo Poster,

ich halte diese Methode für gefährlich, ich schreibe jetzt dazu weil ich denke das hier einige mitlesen die gerne mit dem Alkoholkonsum aufhören möchten.

Erstmal hört sich das gut an - Nichtraucher in 14 Tagen, Endlich ohne Alkohol... Der Erfolg des Buches knüpft an den Erfolg seines ersten Buches an das mir persönlich nicht geholfen hatte mit dem Rauchen aufzuhören.

Für gefährlich halte ich es aus mehren Gründen. Der Hauptgrund ist der kalte Entzug. Ich weiss jetzt nicht wieviel du davon weisst oder selber erlebt hast. Ich habe schon 2 Menschen an den Folgen des kalten Entzugs kollabieren sehen.

Das muss nicht passieren - kann aber.

Deswegen hat nach meiner persönlichen Ansicht immer eine Entgiftung vor anderen Maßnahmen stattzufinden. Dabei wird der Körper unter ärztlicher Aufsicht entgiftet, wenn nötig kann das Personal wo der körperliche Entzug stattfindet gegebenenfalls mit geeigneten Mitteln eingreifen - bevor schlimmeres passiert. Ein kalter Enzug kann schliesslich bis zum Delirium tremens führen.

Wenn der körperliche Entzug vollendet ist, dann kann so ein Buch vielleicht eine kleine Hilfe sein. Eine Therapie ersetzen kann es mit Sicherheit nicht. So denke ich, wird der Erfolg auch recht kurzfristig sein, wenn nicht gleichzeitig eine Therapie gemacht wird, in der das Suchtverhalten analysiert, die Ursachen wenn möglich gefunden werden, Strategien entwickelt werden um mit der Sucht umzugehen und vieles mehr.

Was mich von deiner Seite her interessieren würde um mir ein Bild machen zu können:

Was hast du konsumiert? Welche Mengen hast du konsumiert? Hast du regelmäßig oder in unregelmäßigen Abständen konsumiert?

Poster
neuer Teilnehmer
Beiträge: 349
Registriert: 25.12.2010, 21:12

Beitrag von Poster » 26.12.2010, 01:31

Hallo Hans
Erstmal danke für deine Antwort.
Also vom kalten Entzug habe ich keine Ahnung und verspüre bis
Jetzt auch keine körperliche Beschwerden.
Getrunken habe ich täglich ab 12Uhr 1 Liter Wein 13% und 4 cl Schnaps.

kommal
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 4595
Registriert: 24.06.2007, 11:46

Beitrag von kommal » 26.12.2010, 07:11

Hallo Poster, herzlich willkommen.
seit 22.11.2010 kein alkoholhaltiges Getränk mehr zu mir
Genommen
Gratulation zu einem Monat ohne Alkohol-
Was willst Du tun und vor allem auch ändern, damit Du nicht nur nicht trinkst, sondern auch trocken lebst?

-Hast Du ein alkoholfreies zuhause?
-Worauf achtest Du beim Einkauf?
-Gehst Du offen mit Deiner Krankheit um?
-Hast Du mittlerweile mit Deinem Arzt gesprochen?
-Was machst Du in der Zeit, in der Du getrunken hast?
-Hast Du einen strukturierten Tag?

...

Kennst Du unsere Grundbausteine?

LG kommal

Christian W.
neuer Teilnehmer
Beiträge: 37
Registriert: 25.12.2010, 10:04

Beitrag von Christian W. » 26.12.2010, 08:27

Hallo Poster,

Glückwunsch zu Deinem Entschluss und zum ersten Monat ohne Alkohol.
Im Gegensatz zu anderen glaube ich,wenn Du bereits einen Monat trocken bist und keinen Entzug verspürst, dann hat sich eine stätionäre Entgiftung für Dich erledigt.
Nach einem Monat ist man zumindest mit der körperlichen Geschichte durch.

Und ob eine längerfristige Therapie das Richtige ist, hängt von jedem selbst ab.

Bin auch erst seit kurzem trocken (3 Monate ). Bei mir ging es allerdings nicht ohne Entgiftung.
Habe allerdings erstmal schlucken müssen als mir in der Klinik gesagt wurde das der Alkohol dort mit - edit, keine Medikamentennamen nennen, Linde - entzogen wird.
Die machen ebenfalls süchtig. Aber mir wurde glaubhaft versichert das eine so kurze Einnahme nicht zu einer neuen Sucht führt.

Was tust Du um trocken zu bleiben?
Eine alkoholfreie Wohnung ist ganz wichtig und auch nichts von Aussen hereintragen lassen.
Ich halte es so, wer noch drauf ist bleibt draussen Punkt.

Wünsche Dir viel Kraft, gerade jetzt über die Feiertage wo die Versuchung noch stärker lauert.

So, und jetzt werde ich mal nach Allen Garr googeln, habe davon noch nichts gehört und mit dem Rauchen würde ich auch gern noch aufhören.

Gruss Christian

Linde66
Moderatorin
Moderatorin
Beiträge: 18577
Registriert: 08.10.2008, 23:13

Beitrag von Linde66 » 26.12.2010, 11:20

Hallo Christian,

deine Mutmaßungen über den Gesundheitszustand von Poster halte ich für unverantwortlich. Nicht mal ein Arzt macht Ferndiagnosen.

Gruß, Linde

Poster
neuer Teilnehmer
Beiträge: 349
Registriert: 25.12.2010, 21:12

Beitrag von Poster » 26.12.2010, 11:23

Hmm ich merke dass ich bezüglich alkoholfreies Leben noch einiges
Dazulernen muss.
Werde die vielfältigen Threads hier schon noch durcharbeiten um die
Problematik besser zu verstehen.
Fragen die für mich im Moment offen sind :

Warum bin ich krank ? (fühle mich pudelwohl)
Warum soll ich kein Bier oder Wein zuhause haben ?
Gestern war wie alljährlich die komplette Verwandschaft bei mir.
Natürlich bekommt mein Schwager ein Bierchen zum Essen...
...nur zum Rauchen muss er raus.

Christian W.
neuer Teilnehmer
Beiträge: 37
Registriert: 25.12.2010, 10:04

Beitrag von Christian W. » 26.12.2010, 11:36

Hallo,

@ Linde,

Wie lange dauert denn ein körperlicher Alkoholentzug??
Bei mir wurden nach drei Tagen die Tabletten abgesetzt und ich hatte nicht die geringsten Probleme.Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

@ Poster,

eine alkoholfreie Wohnung halte ich zumindest für mich wichtig sozusagen als letzte Bastion für den Rückzug wenns mal hart kommt.
Aber wenn Du damit umgehen kannst, umso besser.
Ich hätte da noch so meine Probleme.

Ich weiss nicht wie lange Du getrunken hast aber ich würde auch wenns mir gut geht,auf jeden Fall nochmal einen Gesundheitscheck beim Arzt machen. (Leberwerte und so )

Gruss Christian

Antworten