Kalter Entzug = Tod

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Linde66
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Kalter Entzug = Tod

Beitrag von Linde66 » 12.01.2011, 14:50

Hallo Röschen,

gerne komme ich deiner Bitte nach und stelle deinen sehr berührenden Beitrag ins offene Forum ein.

Mein aufrichtiges Beileid zum Tod deines Kollegen.

Danke für deine Offenheit und daß du uns an deinem Schmerz teilhaben läßt. Vielleicht ist es eine kleine Hilfe für dich, wenn dein Beitrag hier gelesen wird.

Lieber Gruß, Linde

röschen15 hat geschrieben:Ich weiß nicht wo ich es los werden soll.
im offenen Bereich wäre diese Geschichte wohl
sinnvoller.

Immer wieder wird gewarnt, der kalte Entzug
kann lebensbedrohend/lebensgefährlich sein.
Immer wieder gibt es Menschen die es wagen
und verlieren.

In meinem Umfeld, hat es sich nun genauso
zu getragen.
Ein Arbeitskollege wurde vor 2 Jahren fristlos
entlassen,Alkoholmissbrauch am Arbeitsplatz,
immer und immer wieder,
nach langem hin und her, gewährte
mein AG ihm noch eine Chance.Nachweislich
ein Jahr trocken und er darf zurück an seinem
Arbeitsplatz.Er machte einen stationären Entzug mit
anschließender LZT.
Mein aller,aller liebster Arbeitskollege, sein Bruder,
berichtete mir immer wieder dessen Fortschritte.

Im August letzten Jahres war es dann soweit, der AG
hielt sein Wort, er war wieder da.
Er sah gut aus und berichtete offen über seine
Krankheit, nahm jedoch keine weitere öffentliche
Hilfe in Anspruch.
Im Oktober dann der Rückfall, extremer als zuvor.
Nun verlor er seine Arbeitsplatz erneut für immer.
Mit seinem Bruder unterhielt ich mich oft.
Vor Weihnachten noch, war sein befinden unverändert,
er hatte sich ab gekapselt.Hilfe braucht er nicht,er bekommt
das hin, früher oder später.
Am Mittwoch letzter Woche wurde er Tod in seiner Wohnung
gefunden,ich war sehr betroffen und gab nichts auf Gerüchte,
die sich auf der Arbeit breit machten.So viel Unkenntnis auf
einmal tat mir nicht gut.
Um mein bedauern an dem Bruder auszurichten,rief ich gestern
bei Ihm an. Er erzählte mir, wie man Ihn fand mit 0,0 Promille.
Ein kalter Entzug nahm Ihn das Leben.


Warum schreib ich das hier, es bewegt mich sehr.
Dieses lebensbedrohend oder lebensgefährlich wird
leider oft nicht ernst genommen und immer wieder
glauben Menschen sie schaffen es und wissen nicht
was sie tun.

Sollte diese Geschichte fürs offene nicht zu persönlich sein,
bitte ich Karsten oder Mod.s das ruhig in die richte Sparte
ins Offene zustellen.

röschen
Allgemeine Informationen zum ---> Kalten Entzug.
Zuletzt geändert von Linde66 am 05.12.2012, 14:25, insgesamt 4-mal geändert.

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 12.01.2011, 15:41

glück auf linde

den beitrag könntest du als wichtig einstufen - damit er nich nach paar tagen auf seite2 verschwindet

schönen mittwochnachmittag

:D
matthias

drybabe
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Beitrag von drybabe » 12.01.2011, 16:27

Moin Linde, Moin röschen!
Ich find´s super wichtig, den Beitrag ganz oben stehen zu lassen, dass jeder ihn sieht. Da geb ich silberkralle voll Recht.
Es ist ein trauriges Beispiel dafür, wie man an einem kalten Entzug verrecken kann.
Michi

Karsten
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Beitrag von Karsten » 12.01.2011, 16:31

Hallo,

den Beitrag immer wieder aktivieren, also schreiben und/oder ihn an passender Stelle verlinken ( wenn einer wieder mal den kalten Entzug verharmlost ) hilft auch, damit dieses Thema oft gelesen wird.

Gruß
Karsten

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 12.01.2011, 16:36

glück auf karsten
Karsten hat geschrieben:den Beitrag immer wieder aktivieren, also schreiben und/oder ihn an passender Stelle verlinken ( wenn einer wieder mal den kalten Entzug verharmlost ) hilft auch, damit dieses Thema oft gelesen wird.
stimmt - dann machen mer das doch fleisig

:D
matthias

zerfreila
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Beitrag von zerfreila » 12.01.2011, 18:40

Danke für Deinen Bericht, Röschen.

Und dass durch das Einstellen und Lesen Deines Beitrags Menschen die Augen geöffnet werden, das wünsche ich sehr.

Liebe Grüße, zerfreila.

purzelbaum
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Registriert: 05.12.2010, 11:42

Beitrag von purzelbaum » 12.01.2011, 23:31

hallo miteinander,

könnt ihr mir mal bitte helfen, wann kann man denn in einen kalten entzug kommen?

wenn man täglich trinkt oder auch wenn man quartalstrinker ist???

ich habe noch so einige freunde, die sich leider fast jedes we, wie auch ich früher, mit alkohol "abschießen", kann denen das auch passieren, wenn sie am nächsten tag ausnüchtern bzw. hätte mir das selber früher auch passieren können???

sorry für meine unwissentheit :-/

fml43
neuer Teilnehmer
Beiträge: 3
Registriert: 12.01.2011, 21:06

Beitrag von fml43 » 12.01.2011, 23:54

hallo purzelbaum,

wenn ich mehrere tage getrunken hatte bekam ich massive probleme mit meinem verdauungssystem also übelkeit, erbrechen und durchfall und was problematischer war deutlicher anstieg des blutdrucks und der herzfrequenz bei einem entzug in der klinik werden diese symtome - edit - sehr effektiv behandelt ohne medezinische betreuung kann das sicher bei vorbelasteten patienten zunhause schwierig werden - edit -

lg frank




- edit, bitte keine Medikamentennamen nennen und keinen Kalten Entzug beschreiben, danke, Linde -

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