Kein Licht am Ende des Tunnels

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit
sugarbubble
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Kein Licht am Ende des Tunnels

Beitrag von sugarbubble » 11.08.2013, 15:38

Einen schönen Sonntag wünsche ich Euch,

ich habe jetzt einfach mal meinen Text den ich in der Vorstellung geschrieben habe kopiert und setze ihn hier rein. Meine Gefühle fahren Achterbahn. Bin durch den Rückfall meines Mannes soooooo demotiviert und das auch noch in den Ferien :cry: Ich kann mich zu nichts aufraffen und wer muss leiden??? natürlich die Kinder, wie immer :oops:

Gestern um 23:43 Uhr

hallo,
in nicht mal einer Stunde ist mein 8.Hochzeitstag. :cry: Was hatten wir für Pläne gehabt diesen Tag nach einer erfolgreichen 4 monatigen Langzeittherapie und 2 monatiger "Abstinenz" gemeinsam, nur wir beide zu verbringen. :( Doch mal wieder wurde uns durch den Teufel Alkohol alles zunichte gemacht. :evil: Seit einer Woche liegt mein Mann nun mal wieder lethargisch im Bett und kann sich nur aufraffen um auf die Toilette zu gehen. Heute ist etwas passiert, woran ich nie geglaubt habe. Im Discounter traf ich meine Nachbarin und teilte mir mit dass sie die Erdbeerpflanzen für mich schon bereitgestellt hat. Eigentlich nichts dramatisches, doch als sie mich ansah, schüttelte sie den Kopf und sagte: "Oh, nein!! Bitte nicht!" Diese Worte reichten völlig aus um bei mir "endlich" die Schleusen zu öffnen. Es war mir egal wo ich war, wie die anderen Leute mich anschauten. Sie nahm mich in den Arm und ließ mich weinen. NIE!! NIE!! hätte ich gedacht dass es einmal so weit kommt. Jeder der mich kennt weiß wie "strong" ich eigentlich bin. Aber es geht nicht mehr :cry: Unser Hochzeitslied war "für immer" von Doro - nicht bis dass der Alkohol euch scheidet. Ich stehe das erste Mal in meinem Leben an einem Punkt bei dem ich wirklich nicht mehr weiter weiß. Ganz allein habe ich 3 Kinder 8 Jahre lang groß gezogen, das war nichts im Gegensatz zu dem was ich jetzt mitmache. Ich habe keine Kraft mehr. Auch kann ich nicht mal weinen wenn ich möchte denn die kiddis sollen nicht noch mehr verängstigt werden. Es schmerzt sooooooooooo sehr.
lg Sugarbubble

Linde66
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Beitrag von Linde66 » 11.08.2013, 17:33

Hallo Sugarbubble,

Willkommen im Forum.

Ich habe deinen Text hier in den Angehörigenbereich verschoben und wünsche dir nun einen hilfreichen Erfahrungsaustausch! :)

Lieber Gruß, Linde

sugarbubble
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Beitrag von sugarbubble » 11.08.2013, 18:44

Hallo Linde 66,

Danke!! Ich wußte ich mach wieder was verkehrt :D
LG Sugarbubble

girasole
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Beitrag von girasole » 11.08.2013, 18:50

Hallo Sugarbubble,

herzlich willkommen! Ich bin auch neu hier und kann Dir schon mal sagen, dass mir der Austausch sehr geholfen hat.
Wenn Du einige Geschichten hier liest, wirst Du feststellen, dass Dir manches bekannt vorkommt...

Viele liebe Grüße!

sugarbubble
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Beitrag von sugarbubble » 11.08.2013, 19:23

hallo girasole,
ja das Lesen, der Austausch hilft wirklich. Doch ich steh noch ganz am Anfang und wieder das Gefühl nicht weiter zu wissen. Eigentlich bin ich ein Mensch der stressige Situationen am liebsten gleich erledigen möchte und dies auch tut. Aber in dieser Situation die er mir antut fühle ich mich so ohnmächti und das macht mich so wütend, weil ich das überhaupt nicht bin. Meine Mama und meine Große haben mich immer Mama Theresa genannt, weil ich so ein großes Herz und ein Helfersyndrom habe. Niemals dachte ich dass genau dies zum Verhängnis wird. :cry:
LG Sugarbubble

girasole
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Beitrag von girasole » 11.08.2013, 19:40

Deine momentane Situation ist auch nicht leicht, da will ich gar nicht drumherumreden.
Aber: Es ist nicht nur er, der sie Dir antut. Sondern auch Du, die sie zulässt.
Die Frage ist jetzt, wie willst Du weitermachen? Was willst Du für Deine Kinder?
EIn Helfersyndrom ist übrigens nichts Schönes, worauf man Stolz sein kann.
(kannst es ja mal googeln)

sugarbubble
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Beitrag von sugarbubble » 11.08.2013, 20:30

ja eigentlich nicht, aber so wie es meine Family meint ist es lieb gemeint. Da ich immer erst an alle Anderen denke und zuletzt an mich. Morgen erkundige ich mich erst mal welche Rechte ich habe in Bezug auf das Haus, denn eigentlich habe ich ja einen Mietvertrag. Wie witzig, hat mich wohl damals schon mein Unterbewusstsein gewarnt. Ich hab so eine Angst vor seiner Reaktion wenn er ausziehen muss, denn davon gehe ich aus.
LG Sugarbubble

Zimttee
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Beitrag von Zimttee » 12.08.2013, 00:21

sugarbubble hat geschrieben:aber so wie es meine Family meint ist es lieb gemeint. Da ich immer erst an alle Anderen denke und zuletzt an mich.
Das kann ich nachvollziehen, dass denen deine Einstellung gefällt- in erster Linie profitieren sie ja ziemlich davon ;-)
Nur du ziehst dabei den kürzeren. Wenn du immer zuerst an andere denkst- wer denkt denn dann an dich?

Ansonsten ist es sehr gut, dass du alleinig im Mietvertrag stehst. Das und die Tatsache, dass deine Kinder sonst ausziehen müssten, wird dir zu Gute kommen. Lass dich aber bitte vorher rechtlich beraten, was im Falle einer Scheidung alles auf dich zukommt- Unterhalt an deinen XY zum Beispiel.
Lass prüfen, wieviel euch zuzumuten ist- ob es nicht einen Härtefall darstellt und somit die Sache etwas beschleunigt werden könnte.

Liebe Grüße- und Kopf hoch
Zimttee

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