Kalter Entzug = Tod

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Martin

Beitrag von Martin » 31.12.2014, 12:53

Hallo Euromobil,
Vielleicht möchte ich den gleichen, wenn auch steinigen Weg gehen, den ich vor 10 Jahren erfolgreich gegangen bin um mit dem Rauchen aufzuhören.
Ob das dann beim Alk auch wie beim Rauchen funktioniert wird sich erst noch zeigen müssen.
ich habe noch nie gelesen dass jemand gestorben ist weil er einfach aufhörte zu rauchen.

Von Alkoholikern die einfach aufhörten zu trinken schon :!:

LG Martin
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Euromobil
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Beitrag von Euromobil » 31.12.2014, 13:24

Karsten hat geschrieben: Irgendwie habe ich das Gefühl, du möchtest hier irgendwelche Antworten lesen, dass es bei dir nicht so schlimm ist und dir suggeriert wird, dass du nicht zum Arzt gehen brauchst.
Ist das so?
Ja, das ist leider so.
Karsten hat geschrieben: Wer glaubt, bei ihm ist es noch nicht schlimm und keiner soll etwas davon erfahren, macht es sich nur unnötig schwer.

Ich kann dir nur immer wieder raten, einen Arzt aufzusuchen und mit ihm den Entzug besprechen.
Vielen Dank für Deine Ratschläge.
Anscheinend muss ich die Art wie ich mein Problem lösen möchte nun doch ändern obwohl mir der Arztbesuch sehr sehr schwer fallen wird.
Ich hatte innerlich gehofft das es auch OHNE ärztliche Hilfe, zu bewerkstelligen wäre.

Nochmals Danke.

LG
Euromobil

Euromobil
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Beitrag von Euromobil » 31.12.2014, 13:29

Martin hat geschrieben:
ich habe noch nie gelesen dass jemand gestorben ist weil er einfach aufhörte zu rauchen.

Von Alkoholikern die einfach aufhörten zu trinken schon :!:
Au weia - Volltreffer.
Deinem Argument kann ich leider nichts entgegenhalten.

Dank an alle die mir gerade aufzeigen das ich mit meinem selbstgeschmiedeten Schlachtplan auf dem Holzweg bin.

LG Euromobil

Katharsis
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Beitrag von Katharsis » 31.12.2014, 13:34

Hallo Euromobil,

Deine Gedanken konnte ich nachvollziehen. Viele Menschen, die sich mit ihrem Trinkverhalten auseinandersetzen, hoffen, sie könnten ihren Status an ihrem Gamma-GT-Wert festmachen.
Ist der nicht so hoch, ist ja vielleicht auch gar nichts los.
Ich war dann doch mächtig erstaunt, als zuerst meine Bauchspeicheldrüse Maleschen machte.

Das Wichtigste ist jedoch, dass Du dich selbst als Alkoholiker siehst und dazu verdammt bist, abhängig zu trinken und Dir selbst immer wieder zu schaden.
Wenn Du dir nicht bereits bleibende Schäden angesoffen hast, werden sich gerade Deine Leberwerte rasant normalisieren, vorausgesetzt, Du lässt die Finger vom Alk.
Das einzig Wunderbare an dieser Krankheit ist, dass Du sie zum Stillstand bringen kannst und Dein Körper es Dir rasch danken wird.

Natürlich kann nur ein Doc Deinen Gesundheitszustand beurteilen und wenn Du ein „harter Mann“ bist und den „steinigen Weg“ gehen willst, dann gehe ihn auch: Der führt direkt zum Arzt, Hosen runterlassen eingeschlossen ;-), denn die zweitgrößte Hürde ist es, auch Anderen im realen Leben gegenüber zu bekennen, dass man Alkoholiker ist.
Die Nikotinsucht habe ich übrigens maßlos unterschätzt, weiß aber für mich, dass sie nicht mit der Alkoholsucht zu vergleichen ist, auch wenn beides mit demselben Resultat endet.

Dir alles Gute und genügend Traute.

Viele Grüße
Katha

Euromobil
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Beitrag von Euromobil » 31.12.2014, 17:20

Katharsis hat geschrieben: Ich war dann doch mächtig erstaunt, als zuerst meine Bauchspeicheldrüse Maleschen machte.
Hallo Katharsis, vielen Dank für Deine bestärkenden Worte.
Wie, um Himmels willen, hat sich das mit Deiner Bauchspeicheldrüse geäußert ?
Katharsis hat geschrieben: Das Wichtigste ist jedoch, dass Du dich selbst als Alkoholiker siehst und dazu verdammt bist, abhängig zu trinken und Dir selbst immer wieder zu schaden.
Ich sehe mich voll als Alkoholiker, deshalb habe ich mich ja hier angemeldet. :oops:
Katharsis hat geschrieben: denn die zweitgrößte Hürde ist es, auch Anderen im realen Leben gegenüber zu bekennen, dass man Alkoholiker ist.
Daran hapert es bei mir leider bisher noch viel mehr.

Je mehr ich hier von Euch lese desto mehr bekomme ich das Gefühl das mir das ganze Ausmass meiner "neuen" Krankheit noch immer nicht ganz bewusst ist. :shock:

Katharsis
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Beitrag von Katharsis » 31.12.2014, 18:07

Hi Euromobil,

sie zwickte, die Bauchspeicheldrüse. Ärzte haben es erkannt – ich war längst nicht mehr in der Lage, zu sehen, was von mir übrig war.
Der letzte Tag des Jahres und ich hab Bock auf Tacheless: Ich kenne Menschen, die Literweise Flüssigkeit ausgekotzt haben wegen Probs mit der blöden Bauchspeicheldrüse, bevor sie Notfallmäßig deshalb ins Spital mussten. Das blieb mir erspart…

Natürlich bezweifle ich keinen Moment lang, dass Du dich selbst als Alkoholiker siehst.
Es gibt nur keinen Grund, beschämt zu sein deswegen. Go for it! Wir sind viele!

Ach.. btw… wenn man sein ganzes Denken & Fühlen umstellen muss oder will: Da sind immer neue Wege und dafür verbürge ich mich. Jetzt & später! Alles ist drin!

Dir wünsche ich den geraden Weg
Viele Grüße
Katha

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