Selbstliebe

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
Karsten
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Beitrag von Karsten » 10.01.2017, 17:09

Hallo Martina,

ich halte diesen Gedanken für gefährlich, weil er suggeriert, wenn man sich nur genug selbst liebt, kann man nicht abhängig werden, weil man dann nicht so viel trinkt.
Es kann aber schon das erste Glas zur Abhängigkeit führen, wenn z.B. das Unterbewusstsein merkt, es hilft bei einer bestimmten Situation.

Als Beispiel das abendliche Glas Wein zum abschalten. Dass wird dann jeden Tag getrunken und wenn die Wirkung nicht mehr reicht, werden es vielleicht auch zwei oder drei oder ...

Gruß
Karsten

Calida78
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Beitrag von Calida78 » 10.01.2017, 17:17

Hallo!
Noch eine Ergänzung.
Ich halte unser System nicht für ideal. Und ich glaube auch, dass es Süchte begünstigen kann. Ich suche für mich nicht die Schuld am System, verantworten muss es trotzdem jeder für sich, wenn er trinkt.
Eine Tatsache ist für mich die, dass es nicht weit verbreitet ist, dass schon Kinder lernen, dass sie selbst für sich verantwortlich sind. Dass man als Mensch auch dafür verantwortlich ist, dass es einem gut geht, dass man sich aktiv darum kümmern muss, weil man sich selbst etwas wert ist.
So viele Menschen lassen sich von ihrem Arbeitgeber verheizen. Dass man irgendwann rechtzeitig stopp sagt, das können viele nicht. Deshalb gibts Krankheiten wir Burn out - und eben auch Süchte.
Ich glaube schon, dass Systeme Krankheiten begünstigen oder unwahrscheinlicher machen können.

Viele Grüße
Calida

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 11.01.2017, 09:52

glück auf

ich lieb mich selbst und ich hab auch n ausgeprägtes selbstbewustsein (hat ich schon immmer)

wer sich selbst liebt belohnt sich auch gern - und so n leichter schwips is doch ne gute belohnung - und damit der einstig in die krankheit.

schöne zeit

:D
matthias

Martina02

Beitrag von Martina02 » 13.01.2017, 09:14

Guten Morgen Silberkralle !

Ich seh einen Schwips eben gar nicht als Belohnung, mehr als Betäubung.

Vielleicht ist mein Thread Titel unglücklich gewählt.
Vielleicht sollte ich es besser "Bewusstheit" "geistige Klarheit" oder "intuitiver Selbstschutz , nennen.

Kein Tier verhält sich so (selbst)zerstörerisch wie der Mensch.

Insofern frag ich mich sogar langsam ob Panikattacken und Co nicht eine "gesunde Reaktion" auf "kranke Umstände" sind...

Naja der Weg ist das Ziel.

Dir auch eine schöne Zeit
Martina

Hans im Glück
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Beitrag von Hans im Glück » 13.01.2017, 17:54

Hallo Martina,

Fehlende Selbstfürsorge, fehlende oder falsche Selbstwahrnehming, fehlende Eigenliebe sind sicherlich für das Entstehen einer suchterkrankung förderlich.

Aber vermutlich auch nur ein Baustein.
Von vielen möglichen Faktoren.

Die Frage kann jede/r nur für sich beantworten.
Erscheint mir aber wichtig in der Aufarbeitung der eigenen Suchtgeschichte.

Schließlich wollen wir in unserem neuen trockenen Leben nicht wieder in die selben alten Fallen tappen.

Liebe Grüße
Hans

Martina02

Beitrag von Martina02 » 20.04.2017, 15:22

Lieber Hans in Glück.

vorab ist es wohl wichtig, für sich selbst die Entscheidung zu treffen keinen weiteren Alkohol als solchen zu konsumieren.

Was für alte Fallen meinst Du?

Deine Beiträge in Deinem Thread hab ich gern gelesen, daher hab ich hier und da nicht das Handtuch geschmissen....

Viele Grüße

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