Bin noch nicht stabil.. Vorschläge?

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viola
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Beitrag von viola » 06.02.2017, 07:51

Hallo William,

willkommen im Forum, ich finde es gut, dass du hier nach Antworten suchst und auch Fragen stellst.
Nicht alles ist am Anfang leicht verständlich oder verdaulich. Beschäftige dich am besten ausführlich und immer wieder mit den Grundbausteinen - wenn du hier einfach konsequent bist in der Anwendung, ohne gleich alles verstehen zu wollen, dann tust du dir selber einen großen Gefallen.
Es ist ein komisches Gefühl als würde ich sie beneiden.
Dieser Satz von dir ist mir aufgefallen.
Ich war gestern auch an Bahnhöfen unterwegs. Ich trinke seit 7 Jahren nicht mehr, und wenn es dort Alkoholwerbung gab, so ist sie mir nicht bewusst aufgefallen. Sehe ich Obdachlose, habe ich einfach nur Mitleid, oder ich spende ihnen was. Neid auf Alkoholkonsum kenne ich so nicht.
Deshalb meine Frage: Was genau erzeugt dieses Beneiden bei dir? Möchtest du irgendwas vergessen, und denkst, dass dir Trinken dabei behilflich sein kann? Willst du dich betäuben (warum?) oder benebeln (warum?) oder wegbeamen (warum?). Sprich, was genau zieht dich zum Alkohol, wofür wollte/will er dir eine Lösung bieten?

Wenn du da bei dir weiter kommst, dann fällt es dir auch leichter, andere Lösungen für diese Sinn-Fragen für dich zu finden.

Ich wünsche dir hier einen guten Austausch,
LG viola

Williams
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Beitrag von Williams » 06.02.2017, 11:16

Hallo Viola, Respekt zu deiner 7 Jähriger Anstinenz.
Du hast mich höchstwahrscheinlich schriftlich durchschaut. Ich beneide unbewusst wie sie Alkohol trinken währenddessen auch Mitgleid mit denen habe. Ein komisches Gefühl hin und her. Wenn ich die Bande sehe erzeugt bei mir die Freiheit und merkwürdiger Gedanken, nachdem Motto ich kann an denen ohne Probleme anschliessen und mittrinken und weggehen. Keiner wird mich in der Bande beurteilen.

Ich glaube da ich momentan nicht glücklich bin reizt es wieder nach Alkohol um Gefühle zu betäuben obwohl ich 3 jahre trocken bin.

Es wäre keine Lösung, mein Kopf verlangt irgendwie an eine kurzfristige Erleichterung durch Alkohol, so spüre ich das.

Danke dir für deine ausführliche Fragen, somit habe ich mich selbst durchschaut.

Martin

Beitrag von Martin » 11.02.2017, 19:11

Hallo Williams,

wie geht es dir denn ?

Es sind ja schon einige Tage vergangen, erzähl doch mal was du so gemacht hast.

LG Martin

Williams
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Beitrag von Williams » 12.02.2017, 21:13

Hallo Martin, danke für die Nachfrage, hoffentlich geht es dir gut.
Ich war bei SHG und es hat mir gefallen. Mir wurden dort einpaar Tricks vorgeschlagen.

Bin also weiterhin trocken aber heute kam es fast zum Absturz, bin deswegen momentan sehr angespannt.

Meine Oma hat eine Wodkaflasche im Schrank. Diese Flasche hat sie über Jahre stehen.
Ausdem Spass stellte ich die Flasche zum Frühstück auf den Tisch, alle lachten mich erstmal aus. Doch während ich die Flasche wieder in den Schrank stellte, guckte ich die Flasche gierig an und dachte mir
,,komm nur ein Schluck" ich war kurz davor einen Schluck zunehmen.
Nun ist mir bewusst wie gefährlich es ist.

Linde66
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Beitrag von Linde66 » 12.02.2017, 21:38

Hallo Williams,

was für ein schräger Spaß. :? Hm. Wie gehst du nächstes mal damit um, wenn du bei deiner Oma bist?

Was wurde dir in der realen SHG geraten?

Hier im Forum wird oft über Risikominimierung geredet und wie man sie bei sich vor Ort konkret umsetzen kann.

Schreibe ruhig etwas ausführlicher.

Lieber Gruß, Linde :)

Williams
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Beitrag von Williams » 12.02.2017, 21:47

Hallo Linde, nun ja es sollte wirklich ein Scherz sein. Meine Oma und die Gäste wussten nichts von meiner Vergangenheit bzw Alkoholproblem vom früher.
In SGH wurde mir empfohlen jemanden anzurufen bevor man anfängt zu trinken und destotrotz 3 jähriger Abstinenz SHG fleissig besuchen.
Wie ich jetzt bei Oma benehme, keine Ahnung.
Ich weiss über jahre dass die Flasche im Schrank steht und komischerweise kam ich auf idee die raus zuholen,nein stop, ich hatte leichtes verlangen einen schluck zunehmen..

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 12.02.2017, 23:08

Hallo Williams!

Du hast den Fehler gemacht, gezielt auf den Alkohol zu zugehen. Das hat dann getriggert.

Man ehemaliger Therapeut pflegte immer zu sagen: "So eine Nummer geht ein paar Male gut, dann kommt es zum Rückfall". Er ist etlichen Jahren im Geschäft.

Als Abstinenzler ist man stets gut beraten, den Alkohol nicht zu nahe an sich heranzulassen und ihm möglichst weiträumig aus dem Weg zu gehen.

Gruß Carl Friedrich

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 12.02.2017, 23:10

Korrektur: Es muss heißen "Etliche Jahre im Geschäft".

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