Endgültig aufhören

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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lalu14
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Beitrag von lalu14 » 08.02.2017, 21:35

Hallo Chris,

zum Anfang meiner Abstinenz habe ich nicht unbedingt versucht, meine "unbekannten" Gefühle aufzuhalten oder zu akzeptieren. Ich habe mich abgelenkt. Und viel, sehr viel Wasser getrunken. Im Forum gelesen und geschrieben.

Ich wollte erstmal viele Tage und Wochen zwischen mich und den Alkohol bringen. Erst seit ein paar Monaten befasse ich mich mehr mit mir, jetzt bin ich etwas stabiler. Kann auf erste Erfahrungen zurückgreifen, wie es sein kann, dem Gedanken an Alkohol zuzulassen und vorbeiziehen zu lassen.

Wenn massiv Saufdruck aufkommt, dann lasse das hier im Forum.
Das Aufschreiben hilft. Versprochen.

Bleib nüchtern. Es lohnt sich.

Lg lalu

chriscross
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Beitrag von chriscross » 08.02.2017, 23:39

Hallo Thalia, hallo lalu

ich möchte immer negative Gefühle in Bezug auf bestimmte Menschen betäuben egal ob mit Alkohol oder anderen Substanzen und genau das habe ich über 20 Jahre am Stück gemacht.

Diese negativen Dinge treten halt jetzt grad wieder in den Vordergrund und ich will lernen damit anders umzugehen. Deshalb will ich eine Therapie aber das alles dauert.

Muss ich halt jetzt aushalten und ja zu schreiben machts gleich ein wenig leichter.

Ausserdem ärgere ich mich über mich selbst weil ich schonmal über 1 Jahr abstinent war und das einfach so weggeworfen habe und ich jetzt "erst" bei 4 Monaten bin.

Gehe mit mir selber immer hart ins Gericht und das bringt mich auch nicht weiter...jedenfalls bleib ich nüchtern schon alleine weil.ich sicher.nicht nochmal von vorne anfangen will und ich vom eingeschlagenen Weg 100% überzeugt bin.

Danke für euren Zuspruch, LG

chriscross
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Beitrag von chriscross » 21.02.2017, 12:45

Hallo,

will mal wieder bescheid geben wie es bei mir so aussieht: Theraphie schaut gut aus, hab jemanden gefunden der mich unterstützen kann.

Abundzu habe ich wieder gefährliche Gedanken, aber ich weis dass die mit der Zeit ja weggehen. Versuche mich jeden Tag zu bewegen und neben der Arbeit meine Freizeit möglichst sinnvoll zu verbringen.

Heute bekomme ich noch Besuch von jemanden mit dem ich früher immer viel zusammen getrunken habe, er lässt das Bier zuhause und ich hoffe das ich keinen Suchtdruck verspüre.

Eine gute Woche! LG

lalu14
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Beitrag von lalu14 » 21.02.2017, 22:30

Hallo Chris,

ich hoffe für dich, dass du mit deinem Bekannten den Abend genießen kannst.

Hast du genug Ablenkung, wenn die gefährlichen Gedanken kommen?

Wichtig ist für mich, immer wieder zu erinnern, dass ich nüchtern das Leben klarer genießen kann und freier lebe. Ich sagst mir gedanklich durchaus auch mal selbst! Nicht laut, aber ganz bewusst und deutlich.

Berichte bitte, wie es mit deiner Therapie weiter geht.

Dir eine geruhsame Nacht und morgen einen nüchternen Tag.

Lg lalu

chriscross
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Beitrag von chriscross » 22.02.2017, 09:49

Hallo lalu,

der Bekannte hatte mich angebettelt Alkohol mitnehmen zu dürfen da er selber abhängig ist.

Habe ihm einmalig zugesagt, aber bestand darauf dass in Zukunft der Alkohol zuhause bleibt und er hats mir hoch und heilig versprochen. Wenns dann wieder nicht geht dann muss er halt in Zukunft zuhause bleiben :/.

Ansonsten war der Abend recht nett und ich hatte zu keinem Moment den Drang mitzutrinken, war eher ein wenig abschreckend zu sehen wenn es ohne Alkohol nicht mehr geht.

Mir ist aber klar, dass das gefährliche Situationen sind die ich besser vermeide in Zukunft.

Ja, Ablenkung habe ich und versuche mir bewusst zu machen dass diese Gedanken oder Gefühle nur Symptome meiner Krankheit sind die mit der Zeit weggehen. Allerdings hätte ich gerne zu dem Ganzen gerne einen positiveren Zugang, so dass ich mich einfach über mein Leben ohne Alk richtig freuen kann aber das ist vielleicht nach der kurzen Zeit noch zuviel verlangt.

Ja das stimmt, mit dem klaren Gedanken, Gefühlen und dem frei sein! Das sollte ich mir auch immer wieder ganz bewusst sagen da ich zwar das immer am Anfang meiner abstinenten Phasen gemacht habe und mit der Zeit rückt genau das wieder in den Hintergrund und man vergisst es: Das Leben ist genau deswegen so klar und alles ist gut weil eben der Alkohol außen vor ist :) Ich stöbere auch ein wenig in deinem Thread und es sind hier viele Dinge zu finden die ich (ohne Schleimerei) echt gut finde, wie z.B. dass du dich frei fühlst, Sport treibst und versuchst auf dich zu achten..das sind noch Dinge die ich noch für mich entdecken und leben lernen muss.

Bin froh dass es euch gibt und diese starke Gemeinschaft hier gibt mir echt Halt :) Dir auch einen schönen Tag heute, LG Chris

Martin

Beitrag von Martin » 22.02.2017, 13:32

Hallo Chris,
der Bekannte hatte mich angebettelt Alkohol mitnehmen zu dürfen da er selber abhängig ist.

Habe ihm einmalig zugesagt, aber bestand darauf dass in Zukunft der Alkohol zuhause bleibt und er hats mir hoch und heilig versprochen
der Bekannte ist nasser Alkoholiker und du glaubst ihm dass er das nächste Mal keinen Alkohol mitbingen wird :?:

Er hat es doch beim ersten Besuch schon nicht geschafft :!:

Ich wünsche dir dass er wirklich ohne Alkohol kommt oder du ihn nicht in die Wohnung lässt wenn er wieder was mitbringt.

Denke an dich, nicht an ihn.

LG Martin

chriscross
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Beitrag von chriscross » 22.02.2017, 18:08

Hallo Martin,

ok ich werde das dann so handhaben und vorher klären dass er ohne Alkohol kommt oder zuhause bleiben soll.

Da kommen mir gleich Fragen in den Sinn..wie geht ihr damit um wenn ein Freund oder Bekannter (leicht) angetrunken zu euch kommt? Wennn jemand wirklich betrunken zu mir käme würde ich ihn sicher wegschicken..

Und wie ist es wenn ihr jemanden besucht und der Besuchte dort Alkohol trinkt? Bei jemanden zuhause kann man ja keinem Vorschriften machen..oder wenn mans weis sollte man wohl besser zuhause bleiben?

chriscross
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Beitrag von chriscross » 22.02.2017, 18:25

...wahrscheinlich ists gescheiter den Kontakt abzubrechen oder auf ein Minimum zu reduzieren, hat wahrscheinlich auf Dauer wirklich keinen Sinn.

Ist halt heftig wenn man sich gut versteht, aber der Alkohol dazwischen steht..ist wohl ein Opfer dass ich mir zuliebe erbringen muss..mann mann mann

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