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Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
Martin

Beitrag von Martin » 04.07.2017, 20:04

Hallo Eilina,

du bist jetzt 4 Monate ohne Alkohol und hattest Situation in denen du hättest trinken können.

Bist du da freiwillig rein oder ergaben sich diese Situationen und du konntest es nicht ändern :?:

Ich bin schon sehr lange in unserem Forum und habe gelernt dass sich niemand zu sicher sein sollte.

Von mir wirst du, selbst nach fast 14 Jahren, einen Satz nie hören, "ich trinke nie wieder" :!:

LG Martin

Katrienchen
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Beitrag von Katrienchen » 04.07.2017, 22:01

das klingt krass martin :shock:
und glaubst du du wärst sofort wieder abhängig?

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 04.07.2017, 22:23

Katrienchen hat geschrieben:das klingt krass martin :shock:
und glaubst du du wärst sofort wieder abhängig?
Hallo!

Ich bin zwar nicht der Martin, fühle mich aber auch angesprochen.

Wir sind nicht WIEDER abhängig, sondern sind es unser ganzes Leben lang. Die Abhängigkeit werden Alkoholiker nie wieder los.

Ich habe mehrere Rückfällige kennengelernt, die mir glaubhaft versicherten, sie wären recht schnell wieder bei der alten Schlagzahl und darüber hinaus angelangt. Auch sie meinten vor dem Rückfall sie wären geheilt. Das erwies sich als Irrtum.

Schau dir mal in der mediathek des mdr die Reihe: Der Trocken-Doc an. Bernd Thränhardt erklärt es sehr bildlich. Wir durchschreiten als Alkoholiker mehrere Stadien, die wie eine Einbahnstraße verlaufen. Es gibt kein zurück mehr in ein früheres Stadium. Ich habe den "point of no return" schon vor ganz langer Zeit überschritten.

Ein Alkoholiker, der maßgeblich durch den Kontrollverlust gekennzeichnet ist, wird nie wieder sozusagen "kontrolliert" und somit scheinbar "normal"was trinken können.

Gruß
Carl Friedrich

Ellina
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Beitrag von Ellina » 05.07.2017, 08:06

Hallo Zusammen

Danke für die Hilfreichen Antworten.

Ob ich mich freiwillig in die Situationen begab ?

Also sicherlich nicht mit dem Gedanken "ich möchte jetzt mit Leuten zusammen sein die Alkohol Trinken".

Das ergibt sich zwangsläufig auch durch meine Hobby's.

Natürlich bin ich mir bewusst, das solche Situationen eine erhöhte Gefahr darstellen könnten, aber wie weiter oben mal beschrieben, verzichte ich da nicht darauf.

Diese Sozialen kontakte bedeuten mir viel und ich bin nicht bereit wegen dieser Krankheit diese abzubrechen.

Bis jetzt hab ich da auch keine Mühe damit und es gab bis jetzt nicht eine Situation in der ich Suchtdruck oder sonstiges verspührte.
Ich habe mich für den Weg ohne Alkohol entschieden, und den gehe ich unbeirrt weiter...

Gruss Ellina

P.S: Seit nicht böse wenn ich manchmal nicht gerade zurück schreibe, habe neben der Arbeit einiges los und bin von daher nicht sehr viel im Internet unterwegs.

Katrienchen
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Beitrag von Katrienchen » 05.07.2017, 10:25

Carl Friedrich hat geschrieben: Schau dir mal in der mediathek des mdr die Reihe: Der Trocken-Doc an. Bernd Thränhardt erklärt es sehr bildlich. Wir durchschreiten als Alkoholiker mehrere Stadien, die wie eine Einbahnstraße verlaufen. Es gibt kein zurück mehr in ein früheres Stadium. Ich habe den "point of no return" schon vor ganz langer Zeit überschritten.

Ein Alkoholiker, der maßgeblich durch den Kontrollverlust gekennzeichnet ist, wird nie wieder sozusagen "kontrolliert" und somit scheinbar "normal"was trinken können.

Gruß
Carl Friedrich
danke dir sehr für die Aufklärung, werde ich mir definitiv morgen oder spätestens Sonntag mal ansehen ;)

Hans im Glück
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Beitrag von Hans im Glück » 05.07.2017, 10:29

Hallo Ellina,

wenn wir alles bewußt und kontrolliert steuern könnten, gäbe es das Problem Alkoholismus nicht.
Dem ist aber ganz und gar nicht so: wir sind insbesondere bzgl. der Sucht trieb- und affektgesteuert.
Da setzt der Verstand komplett aus.

Die Entscheidung trocken zu leben ist bei Vielen eine rationale Entscheidung (zumindest am Anfang).
Später mit zunehmender Sicherheit im Umgang mit 'gefährlichen' Situationen sagt uns auch unser Gefühl: 'lass es bleiben'

Aber du kannst gar nicht so schnell gucken, wie du die Flasche am Mund hast.
Das kriegst du erst bewußt mit, wenn es zu spät ist.

Deshalb die berechtige Warnung, sich zumindest im ersten Jahr, eine potentiell gefährliche Situation (z.B. es steht Alkohol auf dem Tisch, es ist Alkohol zu Hause) zu vermeiden.

Wir sind krank, eine Krankheit, die nicht geheilt werden kann, allenfalls gestoppt wird.
Durch lebenslange Abstinenz.
Auch ich würde von mir nicht sagen, dass ich gegen einen Rückfall gefeit bin. Ich hoffe das und tue viel dafür.

Weil die lebenslange Abstinenz vielen Betroffenen Angst macht, ist es eine gute Idee, sich zumindest für die nächsten 24h Trockenheit zu geloben.

In diesem Sinne, gute 24 h.

Hans

Ellina
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Beitrag von Ellina » 05.07.2017, 10:52

Danke ich nehme die Warnungen sehr ernst.

Auf die nächsten 24 Stunden. :D

Gruss Ellina

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