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100 Tage

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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moonrise
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Beiträge: 3
Registriert: 09.09.2017, 12:14

100 Tage

Beitrag von moonrise » 09.09.2017, 13:01

Hallo,

ich bin seit heute neu hier. Heute bin ich genau 100 Tage trocken.
Den Entzug habe ich im Krankenhaus gemacht und danach hatte ich eine Entwöhnungs-Therapie.

Wenn ich mein Leben jetzt betrachte und vergleiche mit der Zeit "davor", dann kann ich schon sagen, dass es mir viel besser geht.
Derzeit hält sich der Suchtdruck in Grenzen, es ist sogar so gelagert dass mir vom Alkoholgeruch schlecht wird, machmal reichen Gedanken daran.

Mir ist klar, dass das nicht immer so bleiben wird und daher ist dieses Forum hilfreich. Hier kann ich eventuell mal jammern wenn ich das Gefühl habe schwach zu sein.

Liebe Grüße, moonrise

Shadoww

Beitrag von Shadoww » 09.09.2017, 14:42

hallo moonrise

herzlich willkommen hier im forum und glückwunsch zu deiner hunderttägigen abstinenz :D
ich bin den selben weg gegangen wie du erst entgiftung und dann ab in die langzeit.aber das ist schon ein weilchen her :wink:
Hier kann ich eventuell mal jammern wenn ich das Gefühl habe schwach zu sein.
betrachte es nicht als "jammern", sondern als gedankenaustausch unter betroffenen.du hast dich entschieden einen trockenen weg zu gehen und dazu benötigt man stärke.also mach dich nicht kleiner als du bist.
anfänlich hab ich auch die tage gezählt,daraus wurden monate und heute zähl ich nur noch die jahre :shock:
schön das du hier bist,man liest sich...


lg

Martin

Beitrag von Martin » 09.09.2017, 21:15

Hallo moonrise,

100 Tage sind doch schon ein guter Anfang, da läst sich viel daraus machen :lol:

Kennst du schon die Grundbausteine ? , da steht viel wissenwertes drin :!:

LG Martin

moonrise
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Beiträge: 3
Registriert: 09.09.2017, 12:14

Beitrag von moonrise » 15.09.2017, 10:30

Shadoww hat geschrieben:hallo moonrise

herzlich willkommen hier im forum und glückwunsch zu deiner hunderttägigen abstinenz :D
ich bin den selben weg gegangen wie du erst entgiftung und dann ab in die langzeit.aber das ist schon ein weilchen her :wink:
Hier kann ich eventuell mal jammern wenn ich das Gefühl habe schwach zu sein.
betrachte es nicht als "jammern", sondern als gedankenaustausch unter betroffenen.du hast dich entschieden einen trockenen weg zu gehen und dazu benötigt man stärke.also mach dich nicht kleiner als du bist.
anfänlich hab ich auch die tage gezählt,daraus wurden monate und heute zähl ich nur noch die jahre :shock:
schön das du hier bist,man liest sich...


lg
Hallo Shadoww :)
Ich freue mich, dass du es schon so lange Zeit schaffst. Das ist auch mein Plan. Bei mir war es der erste Entzug und ich hoffe dass es dabei bleibt.
Natürlich bin ich nicht gefeit vor einem Rückfall.

Auf meinem Weg habe ich viele Betroffene kennen gelernt und es macht mich traurig wie viele davon innerhalb kürzester Zeit wieder mitten in der Krankheit sind. Den Kontakt zu diesen Menschen breche ich ab weil ich erst mal auf mich achten will, so hart es auch ist.

Ich selbst habe begonnen in meiner Freizeit Dinge zu tun die mir Kraft geben. Es ist banal, aber ich liebe es zu kochen und in Rezepten zu stöbern. :D
Mein Zuhause wird immer schöner, irgendwie klarer weil ich ständig entrümple. Diese Kleinigkeiten geben mir Zuversicht. Ich hoffe dass auch ich mal die Jahre anstatt der Tage zähle. :D

Liebe Grüße, moonrise

moonrise
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Beitrag von moonrise » 15.09.2017, 10:39

Martin hat geschrieben:Hallo moonrise,

100 Tage sind doch schon ein guter Anfang, da läst sich viel daraus machen :lol:

Kennst du schon die Grundbausteine ? , da steht viel wissenwertes drin :!:

LG Martin
Hallo Martin :)

Danke, ich habe mir die Grundbausteine durchgelesen. Zum Glück habe ich ein soziales Umfeld das mich unterstützt. Meine drei Geschwister haben alle aufgehört Alkohol zu trinken.

Ich hatte einen Freund der gerne mit mir trinken ging. Als ich ihm berichtet habe, dass ich nichts mehr trinke hat er sich über mich lustig gemacht. Außerdem hatter er kein Verständnis dass ich mich in der Zeit von Krankenhaus und Kur nicht gemeldet habe. Mit ihm habe ich den Kontakt abgebrochen.

Was ich schon noch habe, sogar oft, ist Angst. Ich habe Angst dass ich wieder reinstolpere und mir alles zerstöre was ich nun habe. Die Zeit als ich getrunken habe war ekelhaft für mich. Körperlich war ich am Ende sowie nervlich. Ich habe mich völlig zurückgezogen und bin nur noch um Nachschub zu kaufen raus gegangen.
Die ganze Zeit war mir bewusst, dass ich ein ernsthaftes Problem habe. Es war so schlimm für mich zu wissen, dass ich enorm leide wenn ich nicht trinke, dabei wollte ich nicht trinken.

Eines morgens wurde ich wach und zitterte massiv. Ich saß in meiner Wohnung und sagte mehrmals laut zu mir "Ich will das nicht mehr". Ich habe meine Tasche gepackt, ein Taxi gerufen und fuhr ins Krankenhaus. Dort habe ich nur geweint weil ich mich so geschämt habe. Aufgenommen wurde ich dort sehr liebevoll.
Die Ärzte und das Pflegepersonal haben mir die größte Hilfe erwiesen die ich jemals hatte.

Mir ist bewusst, dass ich viel schreibe aber es muss mal raus. Es war einfach hart und mir ist während dem Schreiben fast zum Heulen.

Nochmals danke, moonrise

Shadoww

Beitrag von Shadoww » 16.09.2017, 16:18

hallo moonrise
Ich freue mich, dass du es schon so lange Zeit schaffst. Das ist auch mein Plan. Bei mir war es der erste Entzug und ich hoffe dass es dabei bleibt.
Natürlich bin ich nicht gefeit vor einem Rückfall.
ja geshafft hab ich es,aber es ist mit viel arbeit, an sich selbst, verbunden.gerade die ersten wochen und monate sind dabei die schwirigsten.vieles ist neu und man muss sich an einige einschränkungen gewöhnen.das geht aber vorüber :wink: vorallem muss man sich daran gewöhnen das es dich ab jetzt jeden tag deines restlichen lebens begleiten wird.aber keine angst, dass schlimmste hast du hinter dir und der rest wird routine.natürlich bist du nicht vor einem rückfall gefeit, dass ist keiner der betroffenen.
jetzt heißt es am ball bleiben :D
Auf meinem Weg habe ich viele Betroffene kennen gelernt und es macht mich traurig wie viele davon innerhalb kürzester Zeit wieder mitten in der Krankheit sind. Den Kontakt zu diesen Menschen breche ich ab weil ich erst mal auf mich achten will, so hart es auch ist.


ja da hast du recht daran getan,den kontakt abzubrechen.versuche situationen zu vermeiden die dich unnötig belasten.du musst jetzt ein stückweit egoist sein.anders wird es nicht funktionieren.wenn du gefestigter bist kannst du solche sachen angehen, sie werfen dich dann auch nicht so schnell aus der bahn.behalte aber nichts desto trotz immer diese sache im hinterkopf."was mir nicht gut tut, vermeiden"!
Ich selbst habe begonnen in meiner Freizeit Dinge zu tun die mir Kraft geben. Es ist banal, aber ich liebe es zu kochen und in Rezepten zu stöbern. Sehr glücklich
Mein Zuhause wird immer schöner, irgendwie klarer weil ich ständig entrümple. Diese Kleinigkeiten geben mir Zuversicht. Ich hoffe dass auch ich mal die Jahre anstatt der Tage zähle. Sehr glücklich
ja das kenn ich auch zur genüge.ich finde auch,dass gerade in der ersten zeit nach der reha man einiges ändern sollte und auch muss!ich hab damals meine bude komplett auf den kop gestellt.möbel neu gestellt,tapeziert und,und,und....es ist wichtig denn man kann seine zeit sinnvoll verwenden.
ich schrieb es auch schon in meinem thread,jetzt die zeit sinnvoll einzutakten,die man früher mit dem trinken verbracht hat.
banal ist dabei nix,es gilt zu experimentieren und wie du schon selber anmerkst bist mit kochen recht gut aufgestellt :D
das klingt doch schon mal super.lass den kopf nicht hängen,du wirst sehen was in deinem kopf für ressourcen frei werden nach einer gewissen zeit :!:
lass dich nicht ruterziehen auch wenn es mal schwer ist.da kann man auch mal ruhig heulen,da ist noch keiner von gestorben.
denn bedenke,du musst auch wieder viele sachen lernen die du früher vielleicht einfach nur mit alk runtergespült hast.
hast du denn eine nachsorgegruppe?diese kann sehr hilfreich sein...

wie schon gesagt,kopf hoch,du bist auf dem richtigen weg!


lg

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