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Völlige Leere

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit

Moderator: Moderatoren

Mary41
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Völlige Leere

Beitrag von Mary41 » 12.05.2019, 13:36

Hallo ich bin Mary, 41 Jahre alt, habe mich vor ca 3 Wochen von meinem Partner (nasser Alkoholiker) getrennt und verspüre nur noch Leere, letargie, heftige Vorwürfe mir selbst gegenüber, körperliche Beschwerden (Fibromyalgie).... Ich kann nicht aus meiner Haut.

ideja
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Re: Völlige Leere

Beitrag von ideja » 12.05.2019, 14:32

magst du ein bisschen über dich erzählen? ( eh nicht detailliert, da das alle lesen können ;) )

Hast du Kinder?
Wie lange warst du mit dem Partner zusammen?
Was hat dich dazu gebracht das du dich trennst?

lG ideja

Mary41
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Re: Völlige Leere

Beitrag von Mary41 » 12.05.2019, 14:40

Hallo ideja. wir waren 5 Jahre zusammen. habe 2 Kinder (8 und 18)..die große hat schon ihre eigene Wohnung.
tja warum habe ich mich getrennt?! Die Überlegungen waren schon ne Weile, weil ich diese permanente Anspannung und Angst bezüglich seines Alkoholkonsums nicht mehr ertragen konnte. Ich habe vor verwandten , Freunden gelogen. Habe mich geschämt, ihn dafür gehasst. Aber auch liebte/ liebe ich ihn. warum nicht eher den schlussstrich? Ich wollte immer, dass meine Kinder in einer kompletten Familie aufwachsen (der Erzeuger möchte keinen Kontakt) und nicht wie ich, nur mit einer allinerziehenden Mutter , ich wollte auch jemanden an meiner Seite, ich war viele viele Jahre allein.

ideja
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Re: Völlige Leere

Beitrag von ideja » 12.05.2019, 15:28

Liebe Mary,
ich bin auch angespannt wenn mein Mann trinkt, aber ich habe vor ihm keine Angst.
Das ist einer der Gründe warum ich mich noch nicht wirklich getrennt habe von ihm. (in der Wohnung schon)

Es muss sehr schwer sein im ständiger Angst zu leben. Hast du noch immer Angst? Vielleicht hat das ein bisschen mit der Leere zu tun die du jetzt spürst.

Wie wenn man lange gefesselt war, wenn er plötzlich frei wird, kann er sich vorerst nicht bewegen.

Magst du lesen? Hier im Forum gibt's jede menge Tipps was du tun könntest. Oder, einfach, die vielen Erfahrungen von anderen CO-s lesen. Obwohl ich für mich nicht sagen würde das ich CO-abhängig bin, mir haben sie sehr geholfen. Es hilft sehr wenn du liest dass andere Frauen ähnliche Probleme haben und wie sie die gelöst haben. Das du nicht verrückt geworden bist :D . Oder auch die Gefahren im eigenem Denken zu erkennen.

Ich wünsche dir einen schönen Mutter Tag!

lG ideja

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Re: Völlige Leere

Beitrag von ideja » 12.05.2019, 15:40

noch etwas...
du schreibst das du die Umgebung angelogen hast. Hast du den jemanden mit wem du reden kannst?

Mit wem du dich "ausweinen" kannst?

Hast du dich über Selbsthilfe Gruppen in deiner Nähe erkundigt?

Über Therapie nachgedacht?

Mary41
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Re: Völlige Leere

Beitrag von Mary41 » 12.05.2019, 15:52

ich habe meine Umgebung angelogen, wenn es um Besuche Aktivitäten etc ging. habe ausreden gefunden, warum wir dies und das nicht machen können. Ich habe /hatte vor ihm keine Angst, er würde mir körperlich nie etwas tun. meine Tochter vermisst ihn arg. Für sie ist es ihr "daddy" . Sie ist dieses we schon sogar bei meiner Mutter, da ich physisch und psychisch immer mehr abbaue. Er ist mom in einer Klinik zum Entzug, endet nächste Woche im stationäre Therapie etc will er nicht. Er ist dann obdachlos, wenn kein Wunder geschieht. Ich habe ihn in die Obdachlosigkeit geschickt! meine Mutter und Freundin wissen Bescheid, aber keiner kann mir helfen. Meine Gedanken quälen mich. Ich habe wieder versagt.

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Re: Völlige Leere

Beitrag von Mary41 » 12.05.2019, 16:01

Ich schlafe seit Wochen kaum, habe Schmerzen am ganzen Körper, habe einem Mann seine Familie/ obhut genommen, einem Kind ihren Daddy.

Aiko
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Re: Völlige Leere

Beitrag von Aiko » 12.05.2019, 18:19

Hallo Mary,

ersteinmal auch von mir ein herzliche Willkommen im Forum. Du hast Deinem Kind seinen Daddy nicht weggenommen, das hat der Alkohol nämlich längst getan. Vielleicht hilft es Dir im Forum ein bisschen bei den EKAs zu lesen – Menschen die mit alkoholkranken Elternteilen aufwachsen mussten. Mich hat das damals als ich mich getrennt habe, sehr bestärkt, – vor allem darin, dass ich meinem Kind durch die Trennung etwas gutes tue und vorlebe. Nämlich, dass es einen Ausweg gibt und die Chance auf gesunde Beziehungen.

Ich kann Deine Selbstvorwürfe ziemlich gut verstehen, mich haben sie teils auch so zerfressen.

Dein XY müsste ja nicht in die Obdachlosigkeit. Er könnte stationäre Therapie machen und von dort aus sein Leben regeln, diese Chance hat er. Es gibt Hilfe, aber er muss sie auch annehmen wollen. Wenn er statt Therapie lieber auf die Straße will, so ist das seine Entscheidung. Er ist erwachsen.
Oder ist das vielleicht nur eine Drohung, damit Du ihn zurück nimmst?

Alles Liebe, Aiko

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