Startseite - PortalHilfsangebote der SuchthilfeSelbsthilfeforumInformationen zur Suchthilfe

Wo liegt meine Schmerzgrenze?

Jede Woche mindestens ein neues Thema zu Themen der Co-Abhängigkeit, für Angehörige und Kindern von alkoholkranken Eltern

Moderator: Moderatoren

Hades
neuer Teilnehmer
Beiträge: 3
Registriert: 12.06.2019, 23:10
Geschlecht: Weiblich
Alkoholiker/in oder Angehörige/EKA: Angehöriger

Re: Wo liegt meine Schmerzgrenze?

Beitrag von Hades » 15.06.2019, 09:09

Ich glaube, die ist für alle gleich und liegt an dem Zeitpunkt, an die dem man aktiv etwas ändert.

:? :roll:

Karsten
Administrator
Administrator
Beiträge: 33095
Registriert: 04.11.2004, 22:21
Geschlecht: Männlich
Alkoholiker/in oder Angehörige/EKA: Alkoholiker

Re: Wo liegt meine Schmerzgrenze?

Beitrag von Karsten » 15.06.2019, 13:13

Hallo Hades,

oft denkt man, seine Schmerzgrenze schon erreicht zu haben, aber dennoch schafft man es nicht, sein Leben wirklich zu ändern.
Aus heutiger Sicht ist meine Schmerzgrenze, wenn es um verschiedene Lebenssituationen geht, sehr gering.
Ich schaue auf mich, denn ich habe nur ein Leben und das möchte ich so verbringen, wie ich es gern möchte.

Vor allem ist bei vielen Menschen die Entscheidung schnell wieder vergessen, wenn es einen augenscheinlich wieder etwas besser geht.
Da hat man dann aber wohl seine wirklich Schmerzgrenze dann noch nicht erreicht und braucht noch Zeit im Elend und in der Not.

Gruß
Karsten

Hades
neuer Teilnehmer
Beiträge: 3
Registriert: 12.06.2019, 23:10
Geschlecht: Weiblich
Alkoholiker/in oder Angehörige/EKA: Angehöriger

Re: Wo liegt meine Schmerzgrenze?

Beitrag von Hades » 16.06.2019, 08:28

Meine ist wohl auch noch nicht erreicht, obwohl ich es des Öfteren gedacht habe...

Darum glaube ich wirklich, dass die Grenze genau dort ist, wo man selbst aktiv etwas ändert, also nicht nur davon spricht :-)

Karsten
Administrator
Administrator
Beiträge: 33095
Registriert: 04.11.2004, 22:21
Geschlecht: Männlich
Alkoholiker/in oder Angehörige/EKA: Alkoholiker

Re: Wo liegt meine Schmerzgrenze?

Beitrag von Karsten » 16.06.2019, 09:10

Hallo Hades,

davon sprechen, mit anderen reden, irgendwo ( Suchtberatung, Freunde usw. ) anrufen oder auch hier anmelden, ist zwar ein wichtiger Schritt, aber nur der Anfang.
Viel wichtiger sind Handlungen, die man macht, weil man weiss, dann ändert sich auch mein Leben.
Welche Handlungen das sein können, ist individuell und können hier für sich in einem Erfahrungsaustausch gefunden werden.

Gruß
Karsten

Elea
neuer Teilnehmer
Beiträge: 191
Registriert: 21.12.2019, 12:52
Geschlecht: Weiblich
Alkoholiker/in oder Angehörige/EKA: Angehörige

Re: Wo liegt meine Schmerzgrenze?

Beitrag von Elea » 24.01.2020, 16:29

Hallo, eine Schmerzgrenze habe ich für mich bisher noch gar nicht definiert.
Ich schaue zurück und brösele so langsam meine festgefahrene Struktur auf. Denn nur in der Rückschau kann es mir doch gelingen, zu erkennen, was falsch gelaufen ist. Das gelingt zwar nicht sofort und ich falle auch immer wieder ein Schritt zurück und doch spüre ich einen Vorwärtsgehen. Vor allem erlebe ich auch den Blick auf mein Leben anders. Was hat mein Leben bisher gefüllt, worin habe ich den Sinn gesehen oder worin sehe ich ihn. Dadurch wird die alleinige Aufmerksamkeit auf den Menschen, den ich über alles liebe, abgezogen und ich werde auch gezwungen, mich mit mir selbst zu beschäfigen, auf meine eigenen Baustellen zu schauen und davon gibt es genug. Aufopfern laugt komplett aus und kann nicht hilfreich sein. Allerdings erlaube ich mir auch Zwischenschritte, sogenannte "Babysteps". Einen großen Haufen Elend auf einmal abzutragen ist unmöglilch.

Was mir noch dazu einfällt ist, dass ich stark in Konventionen hänge, in alten Erziehungsmustern. Eltern müssen immer für ihre Kinder da sein, sonst ist man ein schlechtes Elternteil, ein schlechter Mensch usw. usw.

Meine ganz persönliche Meinung.

Elea

Antworten