Schlechte und böse Gedanken

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern
dunbarek
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Schlechte und böse Gedanken

Beitrag von dunbarek » 22.02.2008, 23:13

Hallo!!!
Hab im Moment echt böse Gedanken,aber vielleicht geht es ja vielen so!Manchmal wünsche ich mir das meiner Ma endlich was passiert,damit dieser Sch.... endlich aufhört!!Und alle endlich zur Ruhe kommen können!!!Es ist schwierig sie nicht dafür zu hassen,für alles was sie mir angetan hat!Aber wenn ich Sie hasse,hasse auch ich mich,und davon weg zukommen ist verdammt schwer!!!!!Es tut einfach nur weh nie eine Mutter gehabt zu haben,die man lieben kann ,der man vertrauen kann,sich fallen lassen kann,vor der man sich nicht ekelt,usw.Dadurch bin ich immer auf der Suche.....und das läßt mir einfach keine Ruhe!!!!!!! :cry: :cry: :cry:
lg dunbarek

MS
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Beitrag von MS » 22.02.2008, 23:23

Glaub mir - in Wirklichkeit wünscht du dir das nicht!!!!

Zur Ruhe kommst du auch nicht wenn sie stirbt - oder wirke ich ruhig auf dich??? Wenn sie stirbt wirst du dir genauso viele oder noch mehr Vorwürfe machen - und da sie dann nicht mehr da ist um dir zu zeigen, dass du nichts tun kannst wirst du dir nur um so mehr Vorwürfe machen!

Du kannst nur versuchen deinen Frieden mit ihr und ihrer Sucht zu machen solange sie lebt - klingt heftig, ist aber so!

Ilea
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Beitrag von Ilea » 22.02.2008, 23:29

hallo dunbarek,
die gleichen gedanken gehen mir auch durch den kopf.
meine mutter stand nun schon dreimal kurz vor dem ende,wurde in letzter minute gefunden.
habe da beim zweiten und drittenmal auch gedacht,ob es nicht besser gewesen wäre wenn man sie nicht rechtzeitig gefunden hätte.
auch ich möchte all das nicht mehr erleben/ertragen müssen.
ob es dann besser wäre??
ob es und dann wirklich besser erginge??
die fragen habe ich mir schon oft gestellt und keine antwort darauf gefunden.
habe immer das gefühl nicht genügend getan zu haben,damit sie aufhört zu saufen.hätte ich liebevoller/strenger sein sollen?
ein schahler geschmack bleibt so oder so,oder?

adrian
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Beitrag von adrian » 23.02.2008, 00:46

Vor ein paar Jahren habe ich mir in meinen Träumen das auch als Lösung vorgestellt, da wusste ich noch gar nichts von meiner co-Abhängigkeit.
Gruß A

summerdream
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Beitrag von summerdream » 23.02.2008, 01:02

hallo dunbarek

ich kann deine gedanken gut nachvollziehn, ich hatte sie selber auch scho zu genüge. was hab ich mich dafür geschämt und war dann total erleichtert als ich hier gelesen hab, das es vielen genauso geht.

hass empfinde ich als ein sehr starkes gefühl, ein nahezu beherrschendes gefühl - ich mag hass nicht. wenn ich jemanden hasse ist diese person noch viel zu sehr in meinen gedanken und ich kann mich nicht von ihm/ihr lösen. ich glaube aber auch das es für viele wichtig ist hassen zu können um dann weiter gehn zu können - ein schritt in ein "neues" leben für sich selber!

deine mutter ist krank, nicht sie hat macht über ihr denken und handeln sondern der alkohol. sie verletzt dich nicht mit absicht, sie kann nicht anders. ist verstrickt in dem sumpf des alkohols und sieht kein ende für sich - sie ist aber auch die einzige die dem ein ende setzen kann indem sie sich hilfe sucht.
ich bin überzeugt davon das meine geschwister und ich meiner mutter nicht egal sind - wir eigentlich das wichtigste in ihrem leben sind - der alkohol hat sie aber im griff und kommt für sie an erster stelle. sie hat bestimmt nicht angefangen weil sie dir in irgendeiner weise weh tun wollte. und auch wenn es schwer zu verstehn ist, ich schätze bei deiner mutter ist es net viel anders.

laß deine gefühle heraus, schreib hier wann immer du willst, wir hören dir zu.

liebe grüße

Jamie72
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Beitrag von Jamie72 » 24.02.2008, 08:51

Liebe Dunbarek

Mir geht es nicht unähnlich, ich wünschte mir manchmal auch, dass ich einfach meinen Vater ignorieren könnte und ich so meine Ruhe wiederfinde! Er saugt mich einfach aus und manchmal verwünsche ich ihn wirklich dafür. Aber als es ihm in Dezember so schlecht ging, da merkte ich wieder, dass er trotz allem mein Vater ist mit dem ich wirgendwie verwachsen bin und ich nie von ihm loskommen werde - ob er nun da ist oder nicht.

So wie ich das hier überall gelesen habe gehört dieses Gefühlschaos offenbar eifnach dazu - wir müssen einen Weg finden und lernen, damit umzugehen. Aber es ist doch beruhigend zu wissen, dass wir nicht alleine so empfinden. Und das Schreiben hier hilft mir zumindestens immer ein bisschen - und vor allem das Gefühl, dass ich nicht alleine bin!

Liebe Grüsse
Jamie

gewitterhexe
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Beitrag von gewitterhexe » 24.02.2008, 22:30

Mein Vater ist schon recht lange tot und ich habe erst Jahre später meinen Frieden mit ihm gemacht. Ich glaube nicht, das mir das zu seinen Lebzeiten gelungen wäre.

LG Sigrid

Happybanshee

Beitrag von Happybanshee » 28.03.2008, 22:21

hallo dunbarek,

ich "wünsche" mir zwar nicht den tod meiner mutter als "lösung" aber
Es tut einfach nur weh nie eine Mutter gehabt zu haben,die man lieben kann ,der man vertrauen kann,sich fallen lassen kann,vor der man sich nicht ekelt,usw.
ganz genauso geht es mir auch. und irgendwie ist es auch das, was mich immer zurück wirft... es gibt nichts was ich mir mehr wünsche. und das traurige an der sache ist ja nunmal, dass der zug abgefahren ist.
eine wunde, die nicht heilen will

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