Waum bin ich immer Schuld?

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Siggi
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Waum bin ich immer Schuld?

Beitrag von Siggi » 06.10.2005, 11:59

Ich heiße Siggi und bin Alkoholikerin,seit einigen Jahren.Meine Beziehungen,wie auch meine Ehe die 17.J.bestand nur aus Alk.das heißt ich hab nicht immer getrunken,1990 fing ich richtig an ,ich wollte ohne gar nicht mehr leben,ich konnte mein Leben nicht mehr ertragen,ewig Prügel vom Schwiegerv.,vom Ehemann,egal was ich versuchte ich war immer der schuldige,mache immer die fehler.Lernte sie mit noch keinen 17 J.kennen,war Kindererzieherin,Putzfrau und Prügelknabe.Ich suchte mein lebenlang die Fehler bei mir,bis heute ist es so geblieben.Wieso,muß ich immer ducken?Vielleicht weiß ja jemand Rat. Gruß Siggi

Siggi
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Beitrag von Siggi » 06.10.2005, 12:03

Habe vergeßen zu erwähnen,daß meine Beziehungen auch alles Alkoholiker waren.Sorry!
Siggi

soul42
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Beitrag von soul42 » 06.10.2005, 12:10

herzlich willkommen siggi,

lebst du noch in einer beziehung mit einem alkoholkranken? dann solltest du dich erst mal lösen, und DICH auf die reihe bringen. ich denke mal durch dein ganzes umfeld bist auch geprägt (ich kenn das von meinem stiefvater her, der hat auch getrunken und geschlagen).
denn solange du in einer "alk-beziehung" steckst, wirst du für dich keinen weg da raus finden.
schreib doch mal mehr über dich..
lg soul

Siggi
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Warum immer ich?

Beitrag von Siggi » 06.10.2005, 12:39

Mein Schwiegervater ist an Leberzirrose und Lungenkrebs gestorben,lebte gerade in Scheidung,was danach an Beziehungen kam war keinesfalls besser.Meine jetzige Beziehung ist ungefähr seit einem Jahr trocken,wenn er heute noch ein Bier trinkt,schmeckt es ihm nicht mehr,er ist aber auch schwer krank,seit ca.3-4J.Ich kenne mehr Alk.als keine.Habe wieder eine Therapie beantragt,ist leider schon die,3 amb.3stationäre,die letzte vor 3J.ich will und muß es schaffen,ich hoffe nur,daß es diesmal gelingen wird,hab soviel erlebt,in allen belangen. Gruß Siggi

Siggi
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Beitrag von Siggi » 06.10.2005, 12:57

Entschuldige das ich dich eben nicht angeredet habe,war keine Absicht Soul 42,wißt du nicht zufällig,wo eine sehr gute Klinik ist,der man auch vertrauen kann,ich will nicht wieder meine Zeit vergeuden.Mein Sozialp.meinte soweit weg wie möglich,sagte,aber jeder Therapeut.War mal in Hutschdorf in Bayern,war damals nicht weit genug weg.Die Probleme,kamen dort auch an und noch mehr dazu.Dort war ich nur 4W.konnte es nicht aushalten wegen der Psyschologin,die machte mich total fertig,obwohl ich schon am Ende meiner Nerven war,es war grausam.Hast du es geschafft und wenn wie lange schon und wie?? Gruß Siggi

chrissyta
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Beitrag von chrissyta » 06.10.2005, 12:57

hallo siggi,

herzlich willkommen hier.

es ist schwer vom alkohol wegzukommen wenn man sein leben nicht zusätzlich ändert. du hast schon mehrere therapien hinter dir und dir ist in diesen sicherlich auch einiges bewusst geworden, denn in so einer therapie lernt man ja auch vieles über sich selbst und den alkohol. solltest du eine stationäre therapie beantragt haben wird dieses meines wissens nach die letzte sein die du bekommen kannst, deshalb nutze sie. versuche in deinem umfeld eine veränderung herbeizuführen, dann wird der erfolg nicht ausbleiben, wenn du es möchtest.
ich weiss heute von mir, wenn ich nach der therapie in mein altes umfeld zurückgegangen wäre, ich wäre sicher wieder umgekippt.

lg
chrissyta

Siggi
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Beitrag von Siggi » 06.10.2005, 13:36

Hallo Chrissyta,ich kann nur zu Gott beten ,das ich noch eine Chance bekomme,den sonst weiß ich nicht weiter,war auch in mehren S.H.Gruppen,sie haben meine Problematik nicht verstanden.Es glaubte mir keiner,noch nicht mal manche Therapeuten.Meiner ältesten Schwester, erging es nicht besser,sie hat das selbe durchgemacht nur früher als ich,sie ist 10 J. älter,sie weiß von was ich rede,aber das nutzt mich nichts,sie sagt auch immer,mit uns kann keiner was anfangen,weil sich alles wie ein Horrortrip anhört.Ich glaub es hört nie auf,hab morgen ein Termin beim S.arbeiter,wegen des Sozialberichts,der Dr. hat ihn vergeßen,die LVA hatte mir geschrieben.Ich denke da die LVA meine Akten kennen,könnte ich ja vielleicht etwas Glück haben,oder?Ich bin 1994-96 immer nach SB ambulant,mit rückfällen ,die Therapeuten verstanden es aber und halfen mir so gut sie konnten,dann kam ich in eine Schockther.es war nicht zum aushalten,brach ab. Gruß Siggi

chrissyta
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Beitrag von chrissyta » 06.10.2005, 13:53

hallo siggi,

beim rententräger heisst es nach vier erfolglosen therapien leider untherapierbar, deshalb wünsche ich dir diesesmal glück. wenn du die entwöhnungstherapie in der auch deine problematik angesprochen wird erfolgreich beendet hast, dann wirst du auch weiterhin bei den therapeuten keine schwierigkeiten haben. danach kannst du dann die anderen probleme ganz anderst angehen dieses musst du dir bewusst machen.

das der rentenversicherungsträger deine akten kennt, darauf würde ich mich jetzt nicht verlassen, denn du weisst nicht was für leute dort sitzen und wie genau die arbeiten. besprich morgen nochmal alles mit deinem zuständigen sachbearbeiter oder suchtberater.

ich habe dir einen link an deine pn geschickt, vielleicht schaust du da mal rein.

lg
chrissyta

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