Hilfe für Familienangehörige

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit
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Jotter
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Hilfe für Familienangehörige

Beitrag von Jotter » 06.10.2005, 16:07

Hallo Leute,
weiß nicht so recht ob ich richtig bin.
also ich erzähle erst einmal.

Meine Frau ist Alkoholikerin und ist seit dem 27.09.2005 in der Endgiftung die geht bis zum 12.10.2005 anschließend für 4 Monate in Langzeitterapie.
Wir sind seid 23 Jahre zusammen und 16 Jahre verheiratet haben zwei Kinder und waren nie Länger als 2 bis 3 tage von einander getrennt.
Bei mir macht sich so langsam der Frust breit man wird sentimental und depressiv. Jetzt kommen die von der Langzeit auch noch damit das in den ersten drei wochen kein besuch gestattet ist.
Ich höre immer nur man muss an das wohl der Kranken denken klar tuhe ich das, möchte ja auch dass meine Frau gesund wird, weiß auch dass wir durch diese schwere zeit müssen.
Ärzte und Therapeuten meinen es ist nur für den Patienten schwer was ist mit Hilfe nada da muss man halt durch.
Nur das anschließend der Psychiater wartet weil jemand mit so einer Situation nicht klar kommt und in völlige Depressionen verfällt.


Gruß Ralf

chrissyta
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Beitrag von chrissyta » 06.10.2005, 16:41

hallo ralf,

herzlich willkommen hier im forum.

ich bin sehr erstaunt, wenn ich deine zeilen so lese, sei nicht böse, wenn ich dir jetzt sagen muss statts du dich freust, dass deine frau den weg in die trockenheit geht, bist du am jammern.

es ist bei einer langzeittherapie üblich, dass die ersten wochen kein besuch gestattet ist. der süchtige hat in diesen drei wochen mit sich selbst zu tun und braucht hierfür den abstand. dafür solltest du verständnis aufbringen, denn mit deinen klagen hilfst du weder deiner frau, deinen kindern und dir schon gar nicht. du machst es ihr dadurch nur schwerer, denn der weg den sie jetzt geht ist sowieso schon schwer genug.

ich weiss auch, dass es für einen mann nicht einfach ist allein zurechtzukommen, wenn er sich in allem auf die frau verlassen konnte, es wird eine umstellung sein, aber diese kann man bewältigen. ich denke nicht, dass du hinterher einen psychiater brauchst. denke daran für deine frau ist es schwerer und du kannst stolz auf sie sein, dass sie das alles so anpackt.

die drei wochen des nicht sehens gehen auch rum, die wiedersehensfreude wächst und man erkennt was man aneinander hat, vor allem, wenn ihr noch nie getrennt wart.

du solltest alles positiv sehen und dich nicht mit negativen gedanken beschäftigen. ich weiss, es ist leicht gesagt, aber versuche es wenigstens.

lies dich hier ein wenig durch und mach dich kundig was das wort alkoholabhängigkeit bedeutet und wie schwer es ist aus dieser rauszukommen.

lg
chrissyta

Joachim

Beitrag von Joachim » 06.10.2005, 17:35

Hallo Ralf,

auch von mir herzlich willkommen heir im Forum.
Damit hast Du Dir ja auch schon eine Möglichkeit eröffnet Dich zu informieren und ein paar Tips zu bekommen. Schreibe also ruhig, was Dir unter den Nägeln brennt.
Viele Suchtberatungsstellen wie die Caritas bieten Angehörigengruppen an so dass Du also auch nicht allein gelassen wirst.
Lass Deiner Frau die Zeit, sie wird sie brauchen, und freu Dich auf die Zeit danach.

LG Joachim

Jotter
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Beitrag von Jotter » 06.10.2005, 17:50

Hallo chrissyta

danke für die antwort

da gebe ich dir vollkommen recht mit dem jammern, es liegt vieleicht an den negative gedanken und das ich mit niemanden darüber spreche
finde nur schade das es auch für sowas kein forum gibt.
ich weiß auch das nach der treapie alles besser wird (nicht in der beziehung da gibt es nichts auszusetzen)

ich bin mega stolz auf meine frau bin weil sie diesen weg (mit einem ganz kleinen anstoß von mir) ganz alleine gegangen ist.


dann kann ich dir sagen das ich weiß was und wieviel probleme und schmerzen bei einen süchtigen auftreten denn mein bruder hat dies auch durch gemacht und er wahr wesentlich schlimmer als meine Frau.

he und dann noch was ich bin ein mann der den haushalt schmeißen kann (Kochen, puzen, wäche waschen und blumen gießen) lolololo

Jetzt habe ich darüber gesprochen geschrieben und es geht mir schon besser denke mal das ich hier da mal was schreiben werde wenn mir mal wieder danach ist.

danke noch mal für die kopfnuss :D

gruß ralf

Jotter
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Beitrag von Jotter » 06.10.2005, 17:54

Hallo Joachim,

danke für die antwort

das mit dem schreiben ist eine gut idee das wrde ich bestimmt machen.

und mien frau soll alle zeit der welt bekommen um wieder gesund zu werden.


Gruß Ralf

honda-daddy

Beitrag von honda-daddy » 06.10.2005, 17:55

Hallo Ralf
Schau mal hier im Forum im Bereich Angehörige von Alkoholikern
Co - Abhängige, vielleicht siehst du dich dort wieder, es wird auch hilfe angeboten bei vielen Selbsthilfegruppen für Angehörige.

chrissyta
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Beitrag von chrissyta » 06.10.2005, 18:28

hallo ralf,

da bin ich aber froh, dass du meine antwort richtig verstanden hast. :wink:

wenn du das problem von deinem bruder kennst, dann weisst du wie schwer es ist vom alk loszukommen, ohne festen willen geht da gar nichts.

ja, wenn du so gut den haushalt schmeissen kannst, dann kann deine frau wirklich in ruhe zur therapie gehen und muss sich wegen zu hause keine sorgen machen, das ist viel wert und hilft.

solltest du fragen haben oder auch einfach nur das bedürfnis zum schreiben haben, dann tu das, soweit wir dir helfen können tun wir das gerne, ist doch klar.

lg
chrissyta

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