Frage zu Selbstentzug bei Alkohol ohne ärztliche Hilfe

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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micha_x

Frage zu Selbstentzug bei Alkohol ohne ärztliche Hilfe

Beitrag von micha_x » 03.02.2005, 17:39

Hallo,
ich habe mal ne Frage an Euch:
War jetzt 14 Tage in Urlaub (allein) und bin da schwer abgestürzt.
Fast jeden Tag ne Flasche Campari oder Martini und 4-5 Bier.
Habe seit einem halben Jahr schon vermehrt getrunken.
habe vor 2 Jahren meine erste Entgiftung gemacht und danache eine 3 Monate Therapie, in der ich alles mit " Bravour" geschafft habe. Dann ein Jahr nix getrunken.In dieser Zeit hat mich meine Freundin verlassen mit der ich 20 Jahre zusammen war.Das war eine Katastrophe. Ich habe 3 Monate versucht und und da auch nichts getrunken, und dann gings beim vorletzten ersten alleinigen Urlaub ganz langsam aber steig los.

Ich schreibe da gerne noch mehr zu, falls es interessiert.

Nun habe ich im Rückweg im Flieger gesessen und es vor Zittern fast nicht geschafft, das Glas Rotwein an Mund zu kriegen.

ich will weg, ich muss.

Nun wurde in der Klinik auch gesagt, das wenn schon Delir auftritt auf jeden Fall stationär eingewiesen wird.

Ich kann im Moment aus meinem Job nicht weg auch zum Arzt klappt es kaum, ich will auch irgendwie nicht.

Ich habe jetzt nachdem ich nach dem Urlaub zu Hause war ( seit gestern)
den Konsum runterzuden, was auch geklappt hat, heute geht mir schon tausendmal besser, kein zittern, und so will ich es Stück für Stück machen,
so das ich vielleicht Mittwoch nächste Woche ganz auf höre.

Nun frag ich euch : Ist das zu gefährlich? Ich will eben diesem Delir entgegenwirken, was bei einem sofortigen Stopp nach dieser Menge ja auftreten kann (so war es beim ersten Mal, ich habe denn ganzen Tag kartoffeln geschält , die ganze wohnung war voller kartoffelschalen und in der Entgitung Hund gesehen die nicht da waren.

Ich weiss das ist ein irgendwie nicht toller Ansatz, es zu beenden.

Frage also: Kann ich durch runterdrehen der Menge Alk (kein Schnaps mehr das ist klar , nur bier ) Medikamenten,Entgiftungsstation, Arzt entgehen?

Wäre lieb wenn mir jemand da helfen könnte.

Viele Grüsse
micha_x

Karsten
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Beitrag von Karsten » 03.02.2005, 18:14

Hallo Micha,

herzlich Willkommen hier im Forum.
Du hast schon einen sehr fortgeschrittenen Zustand erreicht, wenn Du schon Dinge im Entzug gesehen hast, die nicht da waren.
Ich habe auch mal versucht, mich runter zu trinken. Jeden Tag etwas weniger. Dabei hat sich durch nicht schlafen können, mein Kreislauf so verändert, das ich gerade dann einen Zusammenbruch mit Ohnmachtsanfall und Bewußtlosigkeit hatte, als ich eigentlich dachte, ich hätte es geschafft.
Ich möchte Dir dringend abraten, die Sache alleine durchzuführen.
Wenn Du nicht ins Krankenhaus willst, bleibe auf keinen Fall allein.
Die andere Person, Freund oder Freundin, kann zur Not einen Arzt rufen und zum anderen ist die Willensstärke, es zu schaffen größer.

Eins noch zum Urlaub. Meine
[url=http://www. Link veraltet]Lebensgeschichte[/url]
. Dort habe ich beschrieben, wie ich meine erste Zeit in einer Wohngemeinschaft der Selbsthilfe verbracht. Dort war es unter Anderem auch nur möglich, den ersten Urlaub mit anderen Betroffenen zusammen zu machen. Eben um einen Glücksgefühl, was solche Momente erzeugen, vorzubeugen.
Vieleicht eine Überlegung für den nächsten nüchternen Urlaub.

Gruß
Karsten

Beiträge zur Selbsthilfe
Entzugserscheinungen bei Alkohol
Entzug
Zuletzt geändert von Karsten am 24.06.2008, 11:09, insgesamt 3-mal geändert.

Susanne

Beitrag von Susanne » 07.02.2005, 15:02

Hallo,

wenn Du schon so starkte Entzugserscheinungen hast, solltest Du auf keinen Fall alleine aufhören, sondern Dich unter ärztlicher Aufsicht begeben.

Susanne

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