meine Mutter trinkt.. meine Zweifel

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern
Antworten
Lyralie
neuer Teilnehmer
Beiträge: 6
Registriert: 23.02.2009, 17:43

meine Mutter trinkt.. meine Zweifel

Beitrag von Lyralie » 28.03.2009, 21:39

Hallo,

ich bin neu hier.
Meine Geschichte steht zwar schon im Vorstellungsbereich, aber ich fasse sie noch mal kurz zusammen.

Meine Mutter trinkt seit ich denken kann, ich bin jetzt 36 Jahre alt und sie hat schon vor meiner Geburt angefangen, also so ca 40 Jahre. Ich bin ihr jüngstes Kind, habe noch zwei ältere Brüder. Als ich 13 Jahre alt war, ist sie ausgezogen, meine Eltern habe eine furchtbare Ehe geführt, mit Prügeln, auch in der Öffentlichkeit und werfen von Tellern, schreien etc.
Meine Mutter trinkt pro Tag etwa ein bis zwei Flaschen Rotwein und das konstant. Ab und an mal mehr und sie hat es auch schon mal ein bis zwei Wochen ohne ausgehalten.
Deshalb habe ich immer wieder Zweifel, daß sie wirklich Alkoholikerin ist, sie hat es doch "fast" im Griff.
Bis ich hier gelesen habe, auf Anraten eines Freundes.
Und mich hier wiedergefunden habe.

Mein Problem mit ihr sind die Stimmungsschwankungen, manchmal ist sie gut drauf, schenkt mir irgendwas und etwas später rechnet sie mir vor, was sie mir geschenkt hätte, brüllt mich an, ich sei kalt und herzlos, um dann völlig kleinlaut wieder anzukommen und zu sagen, ich sei der wichtigste Mensch in ihrem Leben.
Vor einer Woche hatten wir den letzten großen Streit.
Diesmal ist es irgendwie anders, sie tut mir sonst immer leid nach diesen Ausfällen, aber jetzt will ich gerade Abstand.

Sie hat allerdings wenig Menschen, die meisten suchen nach ein paar Monaten Abstand zu ihr. Ich bin meist auch nur wichtig, wenn eben alle anderen gerade wieder auf Abstand gehen.
Wegen meines Näheproblems, bin inzwischen selbst geschieden, habe ich schon eine Therapie gemacht, aber das Thema Alkohol meiner Mutter war da nicht wichtig.
Ich frage mich halt, ob das nicht der Schlüssel ist.
Früher war sie derartig unberechenbar, daß ich ständig unter Anspannung war, wann immer sie da war.
Seitdem ich gehen kann und auch ein selbständiges Leben führe, bleibe ich nie länger bei ihr. Wenn doch mal, ertrage ich es nicht, zu sehen, wie sie trinkt.


hm, etwas konfus für den Anfang.
Vielen Dank
Lyralie

Weitsicht

Beitrag von Weitsicht » 28.03.2009, 21:48

Hallo Lyralie,

herzlich willkommen im EKA-Bereich.

Lass Dir Zeit fürs Ankommen...

Schreibe und lese Dich hier ein..

Wenn Du mehr über die Auswirkungen von suchtkranken Elternteilen wissen möchtest, empfehle ich Dir die Bücher "Familienkrankheit Alkoholismus" und "Um die Kindheit betrogen.

Ich konnte mein bisheriges Denken und Fühlen, nach dem Lesen dieser Bücher, besser verstehen.

Der Austausch hier im Forum, hilft Dir sicher auch weiter, für Dich KLarheit zu finden.

Alles Liebe Weitsicht

Lyralie
neuer Teilnehmer
Beiträge: 6
Registriert: 23.02.2009, 17:43

Beitrag von Lyralie » 28.03.2009, 21:53

Hallo Weitsicht,
vielen Dank für die Antwort.
Ja, lesen hilft mir weiter.
Danke Lyralie

marinajako
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1306
Registriert: 18.06.2008, 15:52

Beitrag von marinajako » 31.03.2009, 09:01

Hallo Lyralie,

auch von mir herzlich Wilkommen hier bei uns Kindern.

Lieben Gruß
Marina

Lyralie
neuer Teilnehmer
Beiträge: 6
Registriert: 23.02.2009, 17:43

Beitrag von Lyralie » 31.03.2009, 22:06

Vielen Dank, es ist gut hier mitzulesen..ich erkenne vieles wieder..

marinajako
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1306
Registriert: 18.06.2008, 15:52

Beitrag von marinajako » 02.04.2009, 13:15

Hallo Lyralie,

es tut immer gut wenn man merkt das man nicht alleine ist.

Mir tut das viele Lesen hier auch unheimlich gut.

Lieben Gruß
Marina

Lyralie
neuer Teilnehmer
Beiträge: 6
Registriert: 23.02.2009, 17:43

Beitrag von Lyralie » 03.04.2009, 20:04

Hallo Marina,

stimmt, das ist ein wunderbares Gefühl, zu wissen, das es Menschen, die einen verstehen können.

und das man eben so ist wie man ist und es in Ordnung ist..

Liebe Grüße und schönes Wochenende
Lyralie

Antworten