Hilfreiche Erfahrungen von Angehörigen???

Hilfe für erwachsene Kinder von Alkoholikern
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Casa
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Hilfreiche Erfahrungen von Angehörigen???

Beitrag von Casa » 29.03.2009, 19:16

Hallo,

ich bin neu hier und habe einfach mal meine Vorstellung hierher kopiert. Vielleicht gibt es ja jemand, der ähnlich Erfahrung gemacht hat und ein paar Tipps hat.

Ich bin 28 Jahre alt, habe zwei Kinder und bin verheiratet. Es könnte also alles wirklich schön sein. Leider wird der Zustand meiner Eltern immer schlimmer. Ich kann wirklich nicht sagen, wann das alles angefangen hat. Meine Schwester ist zehn Jahre älter als ich und sie meint, unsere Eltern würden schon lange trinken, anfangs nur ein Bier zur Brotzeit. Vor zehn Jahren habe ich meine Mutter zum ersten Mal darauf angesprochen, aber Einsicht gab es leider keine. Seitdem haben wir (meine Schwester, meine Oma und ich) oft versucht mit ihr zu reden, aber leider erfolglos. Mein Vater passt sich seit ein paar Jahren hervorragend an. Inzwischen ist es wirklich nicht mehr auszuhalten. Familienfeste sind eine einzige Katastrophe. Wie schlimm es aber inzwischen ist, haben die letzten Tage gezeigt.

Meine Eltern wollten in den Urlaub, da meine Schwester im selben Haus wohnt, hat sie sie gefahren.

SA, 22 Uhr, meine Mutter war schon im Bett, mein Vater kommt total voll zu meiner Schwester, er findet die Reiseunterlagen nicht mehr und seine Hemden sind noch nicht gebügelt

Also hat meine Schwester alle Unterlagen zusammen gesucht und in eine Folie gepackt, gebügelt hat sie nicht

So, 7:30, eigentlich sollte um 7:45 losgefahren werden, aber meine Mutter
war (um diese Zeit) total voll, konnte nicht mal mehr gerade laufen und mein Vater war auch in keinem besseren Zustand, die Reiseunterlagen waren verschwunden (ein riesen Papierberg auf dem Esszimmertisch) und der Koffer meines Vaters war nicht gepackt sondern alles nur reingeworfen. Also hat meine Schwester alle Unterlagen (teilweise aus dem Müll) zusammengesucht, den Koffer ordentlich gepackt, das Auto beladen und meine Eltern weggebracht

Außerdem gehen die beiden in letzter Zeit immer mal wieder aufeinander los.

Ich glaube ich könnte noch tagelang weiter schreiben, aber ich denke fürs erste reichts.

Jetzt sind wir auf der Suche nach Hilfe. Ich weiß, dass die beiden erst selbst erkennen müssen, dass sie ein Problem haben, dass habe ich in den letzten Jahren sehr oft gehört, aber so kann es doch nicht weitergehen. Ich habe echt Angst, dass sie sich gegenseitig was tun oder noch schlimmer andere mit hineinziehen, z. B. bei einem Autounfall auf dem Weg zur Arbeit. Und wie lange hält ein Körper sowas aus???

Meine Mutter war letztes Jahr in Kur, wird da nicht darauf angesprochen? Erscheint das im Kurabschlussbericht??? Wie ist das bei Gesundheitschecks?

KARSTEN, danke für deine Antwort, aber ich glaube dazu fehlt mir der Mut, denn den Gedanken hatte ich auch schon. Aber der Führerscheinverlust würde auch einen Jobverlust mit sich ziehen und ich befürchte die Situation verschlimmern.

Kämpferherz
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Beitrag von Kämpferherz » 29.03.2009, 21:42

Hallo Casa,

erst mal herzlich willkommen hier.

Es ist wirklich schwer zu akzeptieren, aber du wirst deinen Eltern nicht helfen können. Die können sich nur selbst helfen.

Wie willst du es denn machen? Willst du kontrollieren ob sie was trinken, es ihnen verbieten? Würden sie sich an ein Verbot von dir halten? Wohl eher nicht.

Ich weiß, wie schwer es fällt, aber du musst es akzeptieren. Ich habe auch Angst, dass mein Vater sich mit seiner Trinkerei bald selbst zerstört hat, ich liebe ihn, obwohl er mich früher sogar geschlagen hat. Aber ich kann nichts tun.
Meiner Mutter habe ich schon so oft angeboten bei mir zu wohnen, sie reißt sich bald ein Bein aus, um den Schein nach außen zu wahren, ist ständig am Arbeiten, weil mein Vater (hat ne eigene Firma) oft Mittags noch im Bett liegt und nix macht.

Mir persönlich hat es geholfen, daheim auszuziehen, jetzt baue ich mir nach und nach mein eigenes Leben auf. Du kannst deinen Eltern nicht helfen, du kannst nur dir selbst helfen.

Hast du schonmal darüber nachgedacht, wie es dir selbst geht? Du schreibst in deinem Beitrag nur über deine Eltern und die Sorgen um sie. Aber du musst auch an dich denken. Wie geht es dir denn? Gibt es irgendetwas Gutes, dass du DIR tun kannst?

Ich wünsche dir ganz viel Glück und Kraft.
Kämpferherz

Casa
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Beitrag von Casa » 31.03.2009, 13:12

Hallo Kämpferherz,

vielen Dank für deinen ehrlichen Worte!

Es ist schwer zu akzeptieren, dass man nichts machen kann, da hast du recht, aber ich finde es wirklich traurig, dass es so ist.

Seit ich ausgezogen bin, bin ich nur noch selten und wenn dann auch nicht lange zu Hause, da meine Mutter schnell genervt ist und ich nicht möchte, dass sie meinen Kleinen hält. (Sie könnte ihn ja fallen lassen) Daher geht es mir eigentlich gut. Aber wenn meine Oma (wohnt neben meinen Eltern) und meine Schwester (wohnt im ersten Stock bei meinen Eltern) erzählen was da so alles passiert geht es mir natürlich schlecht. Das kann ich doch nicht einfach ignorieren, aber helfen kann ich wohl auch nicht. Ich glaube ich brauche noch ein bißchen Zeit um das zu akzeptieren.

Nochmals vielen Dank.

Ich wünsche auch dir weiterhin viel Kraft und Erfolg in deinem "neuen" Leben
Casa

chris1985
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Beitrag von chris1985 » 04.06.2009, 23:30

naja da kann ich vom glück reden das es meine mutter geschafft hoffe die hat ne firma und wo die geschafft nicht mehr liefen ging es los meine 158cm gross wieg vieleicht 60kg und hat über 3-4 jahre 2 flaschen apfel getrunken das erst was wenn sie nachmittag um 11 gefragt haste was anliegt weiß ich ist überhaubt nicht klar gekommen und dann habe ich das mit meine oma angesprochen und die hat gesagt sie nimmt meinen kleinen bruder ihr weg und dann ist zur kur gefahren und bis jetzt auch trocken naja darfür gehts mir nicht gut trinke bis zu 8flaschen bier jeder tag bin erst jetzt 4 trocken naja habe meine kleine famiele zerstört freundin mit kind weg seit 2 wochen ja und ich habe immer gesagt ich werd nicht so mein richtig vater hat auch gesoffen und ist mit 26 gestorben ich selber habe immer gedacht wo ich angefangen habe mir gehts besser aber ist nicht so ja naja alle das gleich leid leider

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