Behandlungsmöglichkeiten

Ambulante und stationäre Therapie und Entgiftung bei Alkoholproblemen und Alkoholabhängigkeit durch Psychologen ( Psychologie ) oder Therapeuten, sowie Ursachen der Alkoholkrankheit bzw. Coabhängigkeit aus medizinischer Sicht.

Karsten
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Behandlungsmöglichkeiten

Beitrag von Karsten » 17.04.2009, 14:50

Hallo,

neben der Selbsthilfe, die natürlich Behandlungsmöglichkeit darstellt im eigentlichen Sinne, gibt es ja verschiedene Behandlungsmöglichkeiten für Alkoholiker.
Welche habt ihr in Anspruch genommen und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

Gruß
Karsten

Backmaus

Beitrag von Backmaus » 17.04.2009, 16:29

Hallo Karsten

Am "Tag Null" hatte ich den ersten Kontakt zu einem Mitglied "meiner" SHG.
Das erste Zusammentreffen mit den anderen Gruppenmitgliedern und deren freundliches,offenes,ehrliches und auch knallhartes Verhalten mir gegenüber hat mich- ich sage jetzt mal-gerettet!!
Was ich meinem Körper angetan hatte,wusste ich ohne die Kontrolle meiner Blutwerte.
Schliesslich alles mal gelernt (Krankenpflege)!

Abgesehen von vermehrter Zufuhr von gesunden Lebensmitteln und Getränken ....
der Gang in eine Apotheke...
Kauf von Vitamin B-komplex!
-B1 :erhöhter Bedarf nach Alk-Missbrauch
-B3:gegen depressive Verstimmungen
-B6:für guten Schlaf und Ausgeglichenheit und für
bessere Funktion aller Nervenzellen
-B12:ist wichtig für die Bildung von roten
Blutkörperchen-auch vermindert durch Alk-
Missbrauch

Wenn ich an diese erste trockene Zeit zurückdenke-ein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Körper war da ausschlaggebend diese Pillen zu schlucken.
Das seelische Gleichgewicht wieder zu erlangen,war schwerer....ohne Pillen und Therapie....ich arbeite jeden Tag daran.

Liebe Grüsse

Backmaus

Andi

Beitrag von Andi » 17.04.2009, 16:42

Hallo Karsten,
in welchem Sinne meinst Du das?

Gehen deine Gedanken gar dahin zb Langzeittherapie ambulante Therapie?

Hilf mir da mal auf die Sprünge,weisst ja alter Mann und so :lol:

Gruß Andi

Karsten
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Beitrag von Karsten » 17.04.2009, 16:59

Hallo Andi,

ich hatte heute einen Bericht gelesen, wo gesagt wurde, dass alkoholkranke Menschen meist nicht wissen, was es für Hilfe gibt.
Daher dachte ich, ich mache hier mal ein Thema auf, wo geschrieben werden kann, was es alles für Möglichkeiten gibt.
Das wäre ja dann zum Beispiel eine ambulante oder stationäre Therapie, Einzelgespräche beom Psychologen oder Therapeuten, betreutes Wohnen oder Selbsthilfewohngemeinschaften.

Gruß
Karsten
_______________________
Erfahrungsaustausch
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Zuletzt geändert von Karsten am 18.06.2009, 11:24, insgesamt 1-mal geändert.

Backmaus

Beitrag von Backmaus » 17.04.2009, 17:02

Hallo Karsten

..da habe ich ja wohl am Thema vorbei....

Backmaus

Andi

Beitrag von Andi » 17.04.2009, 17:26

Hallo,
na dann iss ja gut das ich vorher noch einmal nachgefragt habe.

Es gibt natürlich viele Menschen die sich gar nicht vorstellen können das es on Mass Behandlungsmöglichkeiten für uns Alkoholiker gibt,ich wage mal zu behaupten das es da wirklich genug Möglichkeiten gibt wenn die Betroffenen es auch selbst wollen.

Denn wenn ich etwas an meiner Situation ändern möchte dann muss ich mich dahingehend auf den Weg machen,und mache mich folgedessen auch kundig.

Ich persönlich habe seinerzeit 2 Langzeittherapien durchlaufen wo ich mich erst einer SHG anschloss von dort aus zu einem Suchtberater der SHG ging der dann den Sozialbericht erstellte welcher zum Rententräger weitergeleitet wurde um dort genehmigt zu werden.

Nach beiden legte ich jeweils nur Trinkpausen ein bis ich zu guter letzt eine 3 wöchige professionelle Entgiftung mit therapeutischer Begleitung und verschiedentlichen Formen wie Ergo,Sport,und hauswirtschaftlichen Aufgaben den strukturierten Tagesablauf wieder herstellten.

Jenes war vor über 4 Jahren,und bis dato musste ich nicht wieder Trinken.

Gruß Andi

Melinak
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Beitrag von Melinak » 18.04.2009, 12:50

liebe backmaus,

den vit B komplex find ich prima!
es ist schon auch ein weg der gangbar ist. ich nehme das zeug auch als kur und mir hilft es sehr gut, gerade wenn die energie auf den nullpunkt rutscht ist das zu empfelen um schwung für all die anderen aufgaben zu bekommen, z.b. sich nen therapieplatz zu suchen. :wink:

gruß melanie

Birgit
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Beitrag von Birgit » 19.04.2009, 08:56

Hallo,

wie Andi schon geschrieben hat...es gibt ganz viele Möglichkeiten sich helfen zu lassen...man/ich muß nur wirklich wollen.
Als ich mich...etwa vor 5 Jahren...entschloss mit dem trinken aufzuhören...bin ich zu meinem Arzt gegangen...der hat mir gesagt...wenn ich es wirklich will...dann empfiehlt er mir das LKH in K...dort sind sie spezialisiert. Ich habe gleich abgewunken...nie im Leben da hin...ist doch verrufen...da muß ich mich schämen,wenn ich da lande... blablabla...ich versuchs allein. Naja...meine Trinkpause dauerte ein halbes Jahr.
Anfang 2007 dann...es ging mir sehr sehr schlecht...ich wieder zu meinem Arzt...der guckte mich zweifelnd an...ich habe nur zu ihm gesagt...es ist mir egal wohin...hauptsache mir wird erstmal irgendwie geholfen. Also...Termin gemacht und ab ins besagte LKH.
Das beste was ich machen konnte...dort wurde mir professionell geholfen...mein Leben gerettet. Ich habe dort eine 4 wöchige qualifizierte Entgiftung gemacht...mit psychologischer Begleitung. Noch während diese Zeit habe ich eine ambulante Therapie beanttragt...bin bei einer SHG vorstellig geworden und habe mich hier angemeldet...seit dem und bis heute musste ich nicht mehr trinken.
Ich will damit sagen...jeder sollte seine eigenen Erfahrungen machen...sich nicht auf das Gehörte verlassen.
Und ich bin nach wie vor der Meinung...wer wirklich will...hat jede Möglichkeit...er/sie muss sie nur nutzen und annehmen.

Gruß
Inanna

Vitamin B hätte mir bestimmt nicht geholfen

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