Alkohol-Krampf

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Heinz
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Alkohol-Krampf

Beitrag von Heinz » 26.12.2005, 10:53

hallo,

mein vater is alkoholiker und hatte vor nem halben jahr morgens einen alkoholkrampf ( nehme ich zumindest an) er war nur bedingt ansprechbar, hatte urin unter sich gemacht und war wie abwesend.
dann rtw --> krankenhaus --> 3 wochen in so ner rehaklinik die aber nix gebracht hat weil er 1 woche danach wieder gesoffen hat. ich miene er hat sich zu 95% gut im griff und man merkt es nur wenn man ihn gut kennt ob er was intus hat oder nicht. nun meine frage wie kommt dieser krampf zustande ?? warum is das passiert und passiert es wieder ?? was kann ich da machen wenn er wieder einen hat, ? muss ich ihn ins krankenhaus bringen oder wird das von alleine besser ??

kölschbloot

Beitrag von kölschbloot » 26.12.2005, 11:15

Hallo Heinz

so ein Krampfanfall,wenn es einer war ist sehr gefährlich ist wie ein eleptischer Anfall,dabei sterben massenweise Gehirnzellen ab,natürlich sofort den Notarzt rufen.

Es können bei Entzug sowie auch bei nassen Alkhoholokern diese Anfälle auftreten,meistens werden sie chronisch,es wäre gut vorbeugend ein Medikament einzunehmen.

alles Gute für euch
Andrea

chrissyta
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Beitrag von chrissyta » 26.12.2005, 11:36

hallo heinz,

herzlich willkommen hier im forum.

ich vermute, dass dein vater eine alkoholvergiftung hatte.

wenn ich lese „er hat zu 95% alles im griff“, was hat dein vater denn im griff, meinst du den alkohol? hierzu muss ich leider sagen, dass der alkohol deinen vater im griff hat und das gewaltig. deshalb merkt man ihm ja auch kaum was an, wenn er getrunken hat. der körper ist es gewohnt und er braucht den alkohol. warum es zu dem krampf o.ä. wie du schreibst gekommen ist, ein krampf oder ein delir passieren, wenn der körper seine gewohnte menge an alkohol nicht bekommt, wenn er auf entzug ist. ob dieses bei deinem vater der fall war weiss ich nicht. hat man es dir in der klinik, in der dein vater war nicht gesagt?

wenn ein mensch der sehr viel alkohol trinkt ins bett nässt, hat er noch lange keinen krampf, es kommt schlicht weg vom alkohol, es ist ein hinweis von vielen der deinem vater zeigt, er sollte mal über seinen alkoholkonsum nachdenken. ändert er nichts, kann das wieder passieren.

lg
chrissyta

ariesbln

bewußtseinsstörung

Beitrag von ariesbln » 26.12.2005, 13:15

hallo heinz,
ich lese in deinem kurzen bericht bisher nur von bewußtseinsstörungen deines vaters mit unwillkürlichem urinabgang aber keine beschreibung von wirklichen krämpfen. damit will ich hier nichts verharmlosen sondern nur darauf aufmerksam machen, daß erstmal die diagnose feststehen muß, bevor man sich weiter unterhält. solche bewußtseinsstörungen -auch mit krämpfen- können auch viele andere ursachen haben, selbst wenn dein vater auch alkoholiker ist.
unabhängig von der urache sollte bei solchen zuständen der notarzt gerufen werden.

der umgang mit der alkoholkrankheit steht auf einem anderen blatt. offenbar ist dein vater ein "nasser alkoholiker, dem (noch) die einsicht und der wille fehlen, trocken werden zu wollen. so wie du es schilderst, hast du meiner meinung nach keine chance, positiv auf ihn einzuwirken.

alles gute
max

henri
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Beitrag von henri » 26.12.2005, 14:32

Hallo Heinz

Ein Krampf sieht meiner Meinung nach anders aus. Ungeachtet dessen, ob es ein Krampf war oder nicht, bei diesen Anzeichen kannst du nur den Notarzt rufen. Besser, den Notarzt einmal zuviel alarmiert, als einmal zuwenig.

Dass man ihm nicht ansieht, wenn er etwas getrunken hat, kann daran liegen, dass sich seine Alkoholtoleranz erhöht hat und er deshalb mehr trinken muss, um die gleiche Wirkung zu erzielen als früher.

VG Henri

ariesbln

Beitrag von ariesbln » 26.12.2005, 16:31

hallo heinz,
ich habe vorhin überlesen, daß du vom "rtw" geschrieben hast. das ist natürlich auch völlig in ordnung. diese alarmierung sollte bei den beschriebenen bewußtseinsstörungen -ohne oder mit muskelkrämpfe/n- auf jeden fall erfolgen, da sie auch einmal noch viel ernstere vorboten als "entzugs-anfälle" sein können.
hier in berlin entscheidet die berufsfeuerwehr an hand der geschilderten
krankheitszeichen, ob "naw" und/oder "rtw" ausrücken.

viele grüße
max

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