Helfersyndrom = Co-abhängig?

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit
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Iowa
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Helfersyndrom = Co-abhängig?

Beitrag von Iowa » 15.11.2009, 22:22

Hallo,

habe heute einen Beitrag reingestellt im Vorstellungsbereich, wo ich über meinen Rückfall vor einigen Monaten berichtet habe. Inzwischen fühle ich mich wieder ganz stabil und freue mich, wieder an euren Geschichten teilnehmen zu können. Ich freue mich über einen Rat von euch bei einem aktuellen Problem.

Die letzten Wochen, die ich damit verbracht habe, wieder ein stabiles Gleichgewicht zu bekommen, begegnet mir öfter ein Kollege, der ein Gefühl dafür entwickelt hatte, dass es mir nicht so gut ging, es hat immer etwas fürsorglich-mütterliches an sich. An und für sich ja eigentlich eine nette Geste, aber ich kenne diesen Menschen aus einer meiner früher hart erkämpften stabilen trockenen Zeit auch als jemanden, der eigentlich sehr ehrlich reflektieren kann und das ist mir generell wichtiger als "verhätschelt" zu werden.

Ich kann diesem Kollegen momentan nicht mehr unter die Augen treten, weil ich mir von ihm wieder diese ehemalige Ehrlichkeit wünsche und keine "Hilfe zum Aufbau eines neuen Selbstwertgefühls". Er selber ist mit einem Kollegen sehr gut befreundet, der m. E. auch ein Alkoholproblem hat Daraus schließe ich, ob er evt. jemand ist, der Co-abhängig ist und es vielleicht sogar braucht, dass jemand Hilfe braucht. Ist es in dem Fall nicht eher besser, wenn ich Abstand zu ihm halte, um nicht in ein Muster runtergezogen zu werden? Das würde mir aber sehr schwer fallen, weil ich ihn sehr gerne mag.

Oder soll ich ihn einfach mal ehrlich drauf ansprechen, wie ich sein Verhalten empfinde?Wir reden im Regelfall nicht so miteinander, es ist eher ein wortloses Miteinander.

Nichsts desto trotz, ich freue mich sehr, wieder fühlen, klar denken und Hoffnung schöpfen zu können. Hätte nicht gedacht, dass ein Rückfall wieder so ein Gefühlchaos anrichten kann ...

Karsten
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Beitrag von Karsten » 15.11.2009, 22:37

Hallo,

reden hilft meistens. Gerade wenn es darum geht, wenn man Gedanken hat, die ja nicht stimmem müssen.

Ich habe das Thema mal hierher verschoben, weil der Bereich der Lebensgeschichten für Teilnehmer über ein Jahr auf dem neuen Weg, vorbehalten ist.

Gruß
Karsten

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Beitrag von Karsten » 22.11.2009, 20:52

Hallo,

schauste mal bitte unter http://www.forum-alkoholiker.de/privmsg ... lder=inbox

Gruß
Karsten

pedi1970
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Beitrag von pedi1970 » 10.12.2009, 20:59

Hallo F-a-d-T,

ich habe kein Alkoholproblem, bin aber Co-abhängig.
Es kann schon gut sein, dass Dein Kollege auch co ist und Du etwas ihn ihm weckst, was sein "Helfersyndrom" anspricht.
Ich habe es bei mir auch oft erlebt (und erlebe es noch), das solche Menschen mich total anziehen, was dann oft auch auf Gegenseitigkeit beruht.
Aber: es hilft letztendlich beiden nicht. Vielleicht solltest Du ihn wirklich mal direkt ansprechen, mal in einer ruhigen Minute bei passender Gelegenheit. Vermutlich ist ihm sein Verhalten gar nicht bewußt.. mir war es das auch lange nicht.

Ein klärendes Gespräch kann sicher hilfeich sein.

Viel Glück! LG.. Pedi

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 15.12.2009, 12:32

pedi1970 hat geschrieben:Ein klärendes Gespräch kann sicher hilfeich sein.
:!: sag ihm wie du dich fühlst


glück auf

:D
matthias

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