virtuelle Patenschaften

Was wünscht Ihr Euch für Hilfe im Selbsthilfeforum zum Thema Alkohol, Selbsthilfe, Alkoholismus, Alkoholsucht, Alkoholkrankheit, Alkoholabhängigkeit und Coabhängigkeit?
Karsten
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Beitrag von Karsten » 04.04.2010, 21:21

Hallo Günni,

erstmal wollte ich ja Meinungen hören bzw. lesen.
Einige im geschützten Bereichen haben sich ja schon bereit erklärt, solche Patenschaften zu übernehmen.
Die Idee wäre dann, dass neue, die in den geschützten Bereich kommen, neben dem normalen Erfahrungsaustausch einen direkten Ansprechpartner bekommen, wo dann die ersten Monate ein näherer Kontakt stattfindet, eben auch über Chaträume, damit sie von Anfang an ein gutes Gefühl in unserer Gemeinschaft bekommen.

Das schafft dann von Anfang an ein Zugehörigkeitsgefühl, was ja für einen intensiven Erfahrungsaustausch wichtig ist.

Gruß
Karsten

Günter
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Beitrag von Günter » 04.04.2010, 22:40

Hallo Karsten
Alles Klar ich bin dabei :)
LG
Günni

Tina
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Beitrag von Tina » 05.04.2010, 12:03

Hallo Karsten,
sowas gab es in der Schule meiner Tochter auch. Die Erstklässler bekamen einen Schüler/ Schülerin der dritten Klasse, an den sie sich wenden konnten, der ihnen alles zeigte usw. Das gab schon einiges an Sicherheit und das Gefühl, nicht ganz alleine zu sein.

Eine zeitlliche Begrenzung fände ich allerdings gut. So, wie ich Dich verstanden habe, soll es ja auch nur für die erste Zeit sein.

Gruß
Anit

Mond_im_Fisch
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Ich finde diese idee auch sehr gut.

Beitrag von Mond_im_Fisch » 05.04.2010, 15:47

schließlich bin ich hier auch sofort "an die hand genommen" worden :D
ich bin noch nicht so lang hier, kann auch nicht so mit tipps um mich schmeißen, aber ich habe auch viel erlebt und bin bereit, diese erlebnisse mit jemandem, der neu hierher kommt, zu teilen.

lg
mond_im_fisch :wink:

kommal
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Beitrag von kommal » 05.04.2010, 20:56

Hallo Karsten,

Deine Idee begrüße ich. In der LZT bekam auch jeder Neuzugang eine Patin oder einen Paten aus der Gruppe.

Die/der Neue wurde in der Aufnahmestation abgeholt, durch die Klinik geführt und in der Gruppe und im Team vorgestellt.

Der Pate war dann in der ersten Zeit Ansprechpartner.

Ich bin zwar zZt im Umzug begriffen, aber grundsätzlich wäre ich schon dazu bereit.

LG kommal

CHorsy
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Beitrag von CHorsy » 06.04.2010, 22:17

Gute Idee, wie ich finde.
Ich würde da mitmachen.
Liebe Grüße von Charlotte

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 07.04.2010, 09:21

glück auf

wollt mich hier raushalten weil ich für den erweiterten bereich zu wenig (keinen) einblick hab - nachdem alle soooooooo begeistert sind will ich bedenken anmelden
grundsätzlich is ne patenschaft ne feine sache - birgt aber auch gefahren für beide seiten:

die patin / der pate sollte sehr stabil sein - ne patenschaft is ne viel intensivere (persönlichere) beziehung als ne forenfreundschaft! - ? was passiert mit der patin / dem paten wenn das "patenkind" rückfällig wird ? wie groß is die enttäuschung ? hat die patin / der pate versagt ? is die patin / der pate vieleicht sogar schuld am rückfall des zöglings? - wie verkraftet die patin / der pate solche + ähnliche gedanken gefühle

das "patenkind" verlässt sich vielmehr auf das hilfsangebot der patin / des pate als auf hinnweise / tipps der übrigen forenteilnehmer - ? was passiert mit dem "patenkind" wenn in ner kriesensituation die patin / der pate grade AOK is (keiner kann jeden tag 24stunden on sein) ? wie groß is die enttäuschung ? kanns zum auslöser fürn rückfall werden ?

will nur zum nachdenken anregen - grundsätzlich is ne patenschaft ne sehr feine sache

schöne zufrieden trockene zeit

:D
matthias

Karsten
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Beitrag von Karsten » 07.04.2010, 09:39

Hallo,

ich glaube, hier besteht ein großes Missverständnis.
Es geht nicht um eine Patenschaft im Bezug der Alkoholsucht oder Coabhängigkeit.
Der oder die Ansprechpartnerin soll nicht als Berater/in des Hilfesuchenden fungieren.
Der Erfahrungsaustausch sollte immer unter vielen Menschen stattfinden, denn nur so ist es möglich, Gefahrensituationen und Risiken im Vorfeld zu erkennen und aufzuzeigen.
In Einzelgesprächen ist so was nicht möglich und keiner hier von uns hat den Patentweg, den er oder sie dem „Patenkind“ dann uneingeschränkt vermitteln kann.

Im geschützten Bereich ist das Gemeinschaftsgefühl sehr viel höher, als hier im offenen Forenbereich, wo das kommen und gehen an der Tagesordnung ist. Dort wird in der Regel jeder sofort aufgenommen und in die Gemeinschaft integriert.
Bedingt durch manchmal Unsicherheit und fehlendes Selbstvertrauen, war oder ist es angedacht, neuen Forenteilnehmern, die in den erweiterten Forenbereich kommen, einen Ansprechpartner zu geben, wo die Scheu vor dem Unbekannten genommen werden kann.

Für Fragen der Suchtproblematik haben wir einige Hilfen, wie eben einen Hilferuf in einen speziellen Bereich, der „direkte“ Kontakt im Chat und so weiter, die jeder dort nutzen kann, denn es ist ja fast immer jemand online. Für Suchtfragen wird man dort also immer schnell einen Ansprechpartner finden.

Die angedachte Patenschaft ist eher dafür gedacht, das Integrieren von neuen Forenteilnehmern noch schneller zu gewährleisten, damit die angebotene Hilfe auch erkannt und angenommen wird, denn gerade die ersten Tage sind da sehr wichtig.

Gruß
Karsten

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