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Poster ohne Alk ?

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Karsten
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Beitrag von Karsten » 26.12.2010, 11:38

Hallo Poster,

diese Fragen lassen sich sehr leicht beantworten.
Wenn ich für mich erkannt habe, dass ich am Alkohol verrecken kann, stellt sich die Frage gar nicht mehr, ob ich Alkohol in meiner Nähe dulde oder nicht.
Ich gehe dann jedes Risiko aus dem Weg.

Wenn ein Rückfall nur bedeutet, Pech gehabt, fange ich wieder von vorne an, wird man auch nicht immer einsehen, dass einige Lebensveränderungen norwendig sind.

Alle, die ich in meinem persönlichen Umfeld über die Jahre kennen gelernt habe, so oder so rangegangen sind an die Problematik, sind entweder trocken oder saufen wieder, wenn sie nicht so gar gestorben sind, wovon ich einige Todesfälle erlebt habe.

Stelle dir einfach selbst die Frage, warum du überhaupt aufhören möchtest?

Gruß
Karsten

HansHa
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Beitrag von HansHa » 26.12.2010, 11:40

Poster hat geschrieben:Warum bin ich krank ? (fühle mich pudelwohl)
Warum soll ich kein Bier oder Wein zuhause haben ?
Gestern war wie alljährlich die komplette Verwandschaft bei mir.
Natürlich bekommt mein Schwager ein Bierchen zum Essen...
Hallo,

die Antworten sind hier zu finden: http://www.forum-alkoholiker.de/grundba ... rnheit.php

Sucht ist die einzige tödliche Krankheit, die ich selbst zum Stoppen bringen kann - indem ich trocken bin. Greife ich wieder zum Suchtmittel geht der Verlauf an der Stelle weiter, an der ich aufgehört habe, auch nach sehr langer Zeit.

Wichtig für mich war am Anfang, dass ich die Demut an den Tag gelegt habe, anderen zuzuhören, ihre Erfahrungen anzunehmen und nicht alle Hinweise zu zerreden. Ansonsten hätte ich wieder nur eine Trinkpause gemacht.

Schönen Tag

H.

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 26.12.2010, 11:59

Hallo Poster,

es ist Sucht und kein Schnupfen deswegen gehören Veränderungen dazu.

@ Christian

woher nimmst du denn die Erfahrungen um so etwas in den Raum zu stellen? Bist selber noch ganz am Anfang und da sollte nicht eigen Thesen verbreitet werden sondern erstmals das umsetzen von Erfahrungen im Vordergrund stehen. Ich bitte auch etwas zurückhaltender , mit medizinische Ratschlägen zu sein. Jeder kann heute zum Arzt gehen um sich untersuchen zu lassen und auch nur der ARZT kann bestimmen , was für den einzelnen notwendig ist.


Schönen 2. Feiertag noch.

Gruß Hartmut

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 26.12.2010, 12:27

Hallo Poster,

übrigens habe ich diese Carr Methode auch am Anfang schon probiert . Da sie ja so einfach ist und keine großartige Veränderungen bedurfte. Nach 11 Wochen kam dann der Absturz mit fürchterlichen Ausgang.

Ich ging nun , den besagten Weg der Grunbausteine und bin zufrieden und glücklich trocken damit geworden . Ich habe es einfach mal so umgesetzt , ohne groß mir Hindernisse, die da im Weg stehen könnten, auszumalen.


Gruß Hartmut

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 26.12.2010, 12:37

glück auf poster
Poster hat geschrieben:Natürlich bekommt mein Schwager ein Bierchen zum Essen...
...nur zum Rauchen muss er raus.
was macht für dich n unterschied aus - ich hab den eindruck rauchen willste niemehr - mim alk is das anders?

schönen 2. feiertag

:D
matthias

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Beitrag von Poster » 26.12.2010, 15:03

Nö,nö ich will und werde auch niemehr saufen.
...und bin einfach nur glücklich dass es mir in der relativ kurzen
Zeit schon soviel besser geht.
Für mich ist im Moment die psychische Bewältigung der neuen
Lebenssituation und mein selbstbestimmter Tagesablauf von
Vorrangiger Bedeutung.

Bei mir funktionierts mit Carr und ich hoffe das bleibt so.

Hartmut
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Beitrag von Hartmut » 26.12.2010, 15:11

Hallo

dann wirst du wohl deine eigene Erfahrungen machen müssen. Nach 4 Wochen zu behaupten das es funktioniert ist schon mehr wie ein Wunschdenken. Ich frage mich immer nur woher die Erfahrung kommt.

Gruß Hartmut

hans_klein
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Beitrag von hans_klein » 26.12.2010, 15:28

Hallo,
Warum bin ich krank ?
Weil du Alkoholsüchtig bist und die Sucht selber nie schwindet.

Die meisten Rückfällen sollen innert der ersten 12 Monate stattfinden, nach mehr als 12 Monaten sollen statistisch gesehen weniger Rückfälle stattfinden.

Der körperliche Entzug dauert unterschiedlich lange. Es kommt wie bei vielen Dingen auf die Gesamtumstände an. Da kann nur ein Arzt verantwortungsvoll entscheiden welche Maßnahmen am geeignetesten sind und ob der körperliche Entzug im Krankenhaus - oder mit ärztlicher Unterstützung - zuhause vollzogen werden kann.

Der Arzt fragt einige Sachen ab um Komplikationen schon im Vorfeld möglichst zu vermeiden. Dabei sollte man alle Angaben wahrheitsgemäß machen - es geht um das eigene Leben!

Ich habe mich damals sehr geschämt dem Arzt einzugestehen das ich Alkoholsüchtig bin, fast wäre ich abgehauen. Aber ich habe den inneren Schweinehund und meine Scham überwunden und mir wurde alle Hilfe angeboten die ich auch benötigte um aus meinem Suchtverhalten rauskommen zu können.

Die höchsten Rückfallquoten sollen soweit uns die Statistiken erläutert wurden dann auftreten, wenn nur ein körperlicher Entzug ohne Anschließende Entwöhungsbehandlung durchgeführt wird. Diese muss nicht zwingend in einer Therapie weit weg von zuhause durchgeführt werden. Es kommt auch da immer auf die Umstände an. Bei mir zuhause hätte ich keine Chance gehabt weil die Umstände sich nicht geändert hätten. Ich wäre immer wieder in die Suchtfalle getrappt. Ich habe schon einiges ändern müssen um - wie ich denke und hoffe - dauerhaft ohne Alkohol leben zu können. Manchmal ist das auch mit dem Ändern des gesamten Umfeldes verbunden. Es ist nunmal sehr individuell, welcher Weg am besten dauerhaft aus der Sucht führt und da darf man auch Jede fachmänische Hilfe in Anspruch nehmen. Selbst die Krankenkassen sind sehr froh, wenn man diesen Weg geht. Die Kosten für Alkoholabhängigkeit sind nunmal auch sehr hoch.

Etwas das wichtig ist, ist die Tatsache dass man Hilfen annehmen kann. Dieses Forum hier kann dabei eine großartige Stütze sein. Hier treffen die Meinungen und Erfahrungen vieler aufeinander.

Dabei bekomme ich evtl. auch andere Sichtweisen mitgeteilt und werde nicht in meiner - nach meiner Ansicht richtigen - Einstellung bestätigt sondern bekomme andere Sichtweisen zu hören, so dass ich die eigene evtl. revidiere. Es ist für mich immer gut und positiv, auch andere Meinungen wahrzunehmen und das für mich zutreffende daraus zu ziehen.

Nur so kann man dazulernen.

Viele Grüße

Hans Jürgen

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