Kalter Entzug = Tod

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Ghiuirgean

Beitrag von Ghiuirgean » 29.09.2013, 17:24

Allo *harmony*
*harmony* hat geschrieben:ch hoffe inständig, das sich jeder der einen Entzug plant ausreichend informiert und sich
ärztliche Unterstützung holt!!!!
Eigentlich bezieht sich dieser Rat auf jegliche stoffliche Süchte.
Nein, dieser Rat sollt' sich genau auf den Kalten Entzug von Alkohol
beziehen. Bitte nicht alle stofflichen Süchte in einen Topf schmeissen.
*harmony* hat geschrieben:Erst gestern hab ich wieder einen Beitrag in einem allgemeinen Forum gelesen,
was man denn alles besorgen muss, wenn man zu Hause einen kalten Entzug von Heroin plant.
Bei solchen *Ideen* wird mir Angst und Bange!
Kalter Entzug von Heroin findet sehr häufig in Untersuchungsgefängnissen
statt, zwar irgendwie medizinisch betreut, aber doch eben kalt. Das ist bei
Heroin möglich, während Kalter Entzug bei Alkohol lebensgefährlich ist.

Lieben Gruß
Ghiuirgean
>> Sorgen Sie dafür, daß es Ihnen gut geht. <<

JonathanHeart
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Beitrag von JonathanHeart » 16.12.2014, 18:27

Also, wenn man so will, mache ich gerade einen kalten Entzug. Tag 3 nach einer Woche eine Flasche Vodka+. Entzugserscheinungen sind weitgehend weg. Sollte ich mir jetzt Sorgen machen?

Linde66
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Beitrag von Linde66 » 16.12.2014, 19:06

Ja.

Nichts spricht gegen einen Arztbesuch. Geh einfach hin und pack dein Thema auf den Tisch. "Weitgehend weg" ist nix, worauf ich mich verlassen würde.

Lieber Gruß, Linde

JonathanHeart
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Beitrag von JonathanHeart » 16.12.2014, 19:20

Mein Arzt kennt mein Problem. Hab grad mit ihm telefoniert. Er meint, ich solle mir keine Sorgen machen (zumindest jetzt nicht mehr, und nicht wegen des Entzugs)

JonathanHeart
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Beitrag von JonathanHeart » 16.12.2014, 19:23

Ich hab nebenbei auch mal ein wenig rumgelesen. So wie ich das sehe, besteht das Todesrisiko nur bei Spiegeltrinkern. Ich meine, wieviele Leute fahren 2 Wochen nach Malle und saufen dort täglich von morgens bis abends? Sollen die alle danach nen Entzug machen?

Linde66
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Beitrag von Linde66 » 16.12.2014, 19:24

Hallo Jonathan,

ich bin kein Fan von Telefondiagnosen.

Aus deinem Vorstellungsthread weiß ich, daß du arge Probleme aktuell hast. Eine Laboruntersuchung bzw. ein Ultraschall könnten eine genaue Diagnose stellen. Willst du denn nicht selber wissen, wie es mit deinen Organen aussieht und was du aktuell für dich tun kannst?

Tag 3 bedeutet, daß du mitten im Kalten Entzug bist. Vielleicht wäre es sinnvoll, bei der Suchtberatungsstelle nach einem Arzt zu fragen, der sich speziell auskennt und dich begleiten kann. Manche hier gehen anfangs jeden Tag zum Arzt, wenn sie einen ambulanten Entzug machen, einfach um auf der sicheren Seite zu sein.

Den "Rat" deines Hausarztes finde ich grenzwertig.

Lieber Gruß, Linde

JonathanHeart
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Beitrag von JonathanHeart » 16.12.2014, 19:29

Da magst Du recht haben. Finde ich auch. Erkläre ich mir halt so, dass ich ziemlich genau vor dem Rückfall bei ihm war, um meine Leberwerte zu checken. Da war alles in Ordnung. Und der jetzt keine Lust hat, (Stichwort: Budget) erneut welche zu machen. Ich denke nur nicht mehr, wenn ich mich heute abend schlafen lege, wache ich vielleicht morgen nicht mehr auf. Am Samstag wäre ich vermutlich echt um ein Haar draufgegangen. Heute nicht mehr.

Linde66
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Beitrag von Linde66 » 16.12.2014, 19:38

Es gibt immer einen Weg, wenn DU das haben willst. Aber das jetzt auf den Hausarzt und sein Budget zu schieben? Nee.

Wie du schon schreibst: VOR deinem Rückfall ging es deiner Leber noch gut.

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