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Einsichten eines Alkoholikers

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sue05
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Re: Einsichten eines Alkoholikers

Beitrag von sue05 » 15.01.2020, 18:10

Hallo Nobby,

schön von Dir zu lesen! Ich freu mich, dass Du immer noch Deinen trockenen Weg beschreitest :-)
Das mit den Einschränkungen kann ich nachvollziehen. Ich würde es vielleicht als "Veränderung der Lebensgewohnheiten" beschreiben, wobei eben einige Lebensgewohnheiten von früher nicht mehr in der gleichen Form stattfinden. Zum Beispiel Wochenendbeschäftigungen (statt abends in einer Bar etwas trinken zu gehen, eher nachmittags zum Kaffee treffen...).

Mach weiter so und viel Spaß weiterhin bei der Fotografie!

Liebe Grüße
Sue (mittlerweile 7,5 Jahre trocken :D )

Carl Friedrich
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Re: Einsichten eines Alkoholikers

Beitrag von Carl Friedrich » 15.01.2020, 19:05

Hallo Nobby,

der Weg der Risikominimierung ist auch der meine, auch wenn ich mir heute schon mehr herausnehme als in der Anfangszeit.

Zu einem Ausstand eines Kollegen gehe ich immer. Allerdings wird in meinem Kollegenkreis bei solchen Ereignissen allenfalls moderat was getrunken. Das stört und triggert mich nicht.

Den Kegelabend hätte ich auch sausen lassen. Einerseits kann ich mit Kegeln nichts abfangen, zum anderen dürfte dort wesentlich mehr gebechert werden. Auf die Kombination kann ich gut verzichten, sie tue ich mir nicht an.

Einschränkungen kenne ich auch. Z.B. im Urlaub mal abends in einer Bar an die Theke setzen und den Tag ausklingen lassen. Dort mit nem Wasser hocken, ist schon komisch, daher habe ich das bislang nur selten gemacht. Ich habe dort nicht das Verlangen nach dem Stoff verspürt, aber zu oft an ihn gedacht.

Dass Du immer noch regelmäßig Drucksituationen verspürst, überrascht mich. Ich bin schon über 1 Jahr völlig druckfrei, weiß aber dass er jederzeit wieder aufkreuzen kann.

Alles Gute wünscht
Carl Friedrich

Correns
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Re: Einsichten eines Alkoholikers

Beitrag von Correns » 16.01.2020, 11:27

Hallo Nobby,

Trockensein ist für sich genommen sehr langweilig. Zumindest hole ich aus meinem Trockensein nichts irgendwie Spannendes heraus. Ich denke, dass dies völlig normal ist.

Trockensein bildet bei mir jedoch die Basis für ein gesünderes Leben, da ein Risikofaktor wegfällt. Wäre ich nicht trocken, würde ich nicht nur mir, sondern auch den Personen in meiner Umgebung schaden. Deswegen akzeptiere ich die Langweiligkeit des Trockenseins zu Hundert Prozent!

In meinem Leben gibt es Höhen und Tiefen. Diese wechseln sich fröhlich ab. Was ich Woche für Woche tue, lässt sich sehr ähnlich beschreiben, wie Du dies für Dich beschrieben hast.

Durch das Schreiben finde ich manchmal spannende Seitenwege in meinem Leben. Und aus einigen dieser zuerst sehr schmalen Pfade werden Schritt für Schritt breite Wege. Da ich meine eigene Meinung bereits kenne, lese ich natürlich auch sehr gerne hier. Und manchmal triggert mich ein eigentlich ganz langweiliger Satz in einem anderen Thread zum Nachdenken. So geht es mir zum Beispiel auch bei Deinen Beiträgen. Diese sind nicht immer spannend, manchmal für mich nicht einmal interessant. Aber die Perlen, die Du immer wieder dazwischen streust, machen Deinen Faden so wertvoll. Und das ist bei anderen Threads genau so. Auch meine Beiträge dienen anderen manchmal lediglich als Einschlafhilfe. Ist doch egal. Und ein guter Schlaf ist eh was tolles. Mein Ziel ist es, weiterhin trocken zu bleiben. Meine Aufgabe ist es nicht, das Forum zu bespaßen. Wenn ich auch gerne mal etwas Albernes schreibe. Höhen und Tiefen eben...

Zum Kurzfassen ist es jetzt zu spät. Ich versuch's trotzdem: Nobby schreib weiter!

Viele Grüße
Correns

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