Melde mich aus der Suchtklinik Tönnisstein

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
Chiemgauer
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Melde mich aus der Suchtklinik Tönnisstein

Beitrag von Chiemgauer » 09.04.2011, 15:54

Hallo zusammen,

ich bin jetzt seit 5 Wochen in der Suchtfachklinik Tönnisstein in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Ich hoffe dort meine Abhängigkeit in den Griff zu bekommen, nachdem eine ambulante Therapie bei mir leider gottes gescheitert ist.

Ich habe bisher viel gelernt und auf dem Weg in ein trockenes Leben. Dass auf mich noch viel Arbeit wartet ist mir klar.

Gruß

Chiemgauer

e-luise

Beitrag von e-luise » 09.04.2011, 19:48

Hallo Chiemgauer,

es freut mich für dich das du den Weg in die Klinik gefunden hast.

Magst du mir davon erzählen?

Mein Mann ist ein Alkoh. und ich bin der Depp der mir das lange Zeit angesehen hat.
Warum? Keine Ahnung?
Na ja wenn er meint soll er.... es ist zwar besser geworden aber in eine SB oder zur Entgiftung will er nicht gehen.
Ist mir aber jetzt auch egal. Mir geht es nach dem begreifen meines Handelns wieder gut.

Und nun zu dir?
Wieso hat es mit der ambulanten nicht geklappt? Was wird da gemacht?
Ich frage weil es mich interessiert und ich gerne verstehen würde warum dann ein Klinikaufenthalt besser ist.
Ich weiß es eben nicht denn ich selber habe kein Trinkproblem.
Gott sei es gedankt.

GlG
e-luise

kommal
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Beitrag von kommal » 09.04.2011, 20:06

Hallo Chiemgauer,

schön dass Du Dich meldest.

Du bist ja noch in der "Ankommphase".
Dass auf mich noch viel Arbeit wartet ist mir klar.
Bleib schön bei Dir und Deiner Therapie.

Wir laufen nicht weg :)

LG kommal

Chiemgauer
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Beitrag von Chiemgauer » 09.04.2011, 20:07

Hallo Luise,

nun, eine ambulante Therapie findet in der Regel einmal wöchentlich statt. In der "freien Zeit", kann es dann durchaus passieren, dass man auf dumme Gedanken kommt und wieder mit dem Trinken beginnt. So bei mir geschehen. Man setzt sich zusammen und redet über das Thema Alkohol.
Eine stationäre Therapie ist jedoch viel intensiver. Man hat täglich 2 mal Therapie für jeweils 1-1,5 Stunden. Dazwischen finden Therapeutische Vorträge statt. Darüberchinaus kann man auch an Kursen wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung, Stressbewältigung etc. teilnehmen. Auch sportlich darf man sich betätigen. 2 mal die Woche stellen sich Selbsthilfegruppen vor.
Die Patienten hier haben fast alle Arbeit und sind alle gepflegt. Wüsste man nicht, dass man in einer Suchtklinik ist, könnte man denken, man wäre in einem Tagungshotel. Man ist übrigens dort auch nicht eingesperrt, sondern kann jederzeit das Gelände verlassen. Lediglich in der 1. Woche darf man das Gelände nicht verlassen. Man fühlt sich auch dort zu keinem Zeitpunkt eingesperrt.

Also dein Mann braucht sich keine Sorgen zu machen. Es gibt viele Gerüchte, aber nur wenige sind wahr.

Falls du noch Fragen haben solltest, scheue dich nicht diese auch zu stellen.

Gruß

Alex

e-luise

Beitrag von e-luise » 09.04.2011, 20:26

Hallo Alex,

danke dir für deine schnelle Antwort.

Mein Mann....... der war schon einmal vor Jahren und hat nach Beendigung der Therapie gleich weiter gemacht.
Der kennt das schon. Allerdings war das vor meiner Zeit.

Wieso macht man in der ambulanten nur einmal in der Woche?
Bringt doch nicht wirklich was... täglich menno es kommen doch auch Entzugserscheinungen... etc... wie soll das gehen?


LG
e-luise

Chiemgauer
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Beitrag von Chiemgauer » 09.04.2011, 21:32

Hallo Luise,

also Entzugserscheinungen kommen nicht mehr ! Das passiert nur wenn man noch trinkt und der Körper ohne Alkohol nicht mehr funktioniert. Deshalb wird man auch bei einer körperlichen Abhängikeit qualifiziert entgiftet. Da man jedoch nicht abschätzen kann, ab wann man körperlich abhängig ist, ist dringend zu empfehlen bei langjährgem Alkoholkonsum eine Entgiftungsstation aufzusuchen.
Was du meinst ist warscheinlich der sog. Sucht- oder Saufdruck (Craving). Die kann ein trockener Alkoholiker auch noch nach vielen abstinenten Jahren bekommen. In der Therapie lernt man jedoch damit umzugehen. Auch ist es sehr wichtig, nach der Therapie in eine Selbsthilfegruppe zu gehen.

Grüßle

Alex

e-luise

Beitrag von e-luise » 09.04.2011, 21:50

Hallo Alex,

Craving? Sucht- oder Saufdruck?
Ja ich glaube das hat er..
er zittert und schwitzt dann... und da er nichts machen will muss er hier was trinken sonst kippt er aus den Schuhen..
Ist das so?
Entgiftung was wird da genau gemacht?

LG
e-luise

Spanijoggel
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Beitrag von Spanijoggel » 09.04.2011, 22:04

Hallo Alex!

Willkommen im Forum!

Jetzt sprechen wir wieder einmal von Dir,o.k.?

Beim lesen anderer Alkoholiker (falls Du Zeit hast dazu!) wirst Du sehen,dass einige ähnliche Probleme haben wie Du.
Für mich ist das Lesen bei den anderen meistens gleichbedeutend wie lernen.

Wir arbeiten alle an uns um den Rest unseres Lebens trocken zu bleiben.
Ich wurde (werde)dabei über Höhen und Tiefen geleitet.
Und auch gerade aus.

Ich wünsche Dir viel Kraft und viel Erfolg auf Deinem eingeschlagenen Weg und freue mich Dich bald hier aufkreuzen zu sehen!

Herzliche Grüsse
Yvonne

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