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Polyneuropathie, was nun?

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Moderator: Moderatoren

chiara
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Registriert: 23.03.2006, 15:17

Polyneuropathie, was nun?

Beitrag von chiara » 10.05.2006, 19:26

Hallo an Alle !

muss mich ein bisschen ausweinen... :cry:
Komme gerade von meiner Ärztin.

Ich hatte in den letzten Wochen neben meiner Lungenentzündung vermehrt kribbelnde Schmerzen in den Füssen und Händen und konnte meine Zehen und Finger schwer bewegen. Irgendwie fühlten sie sich taub an, als wären sie erfrohren und sehr sehr kalt.

Ich dachte es seien die Nebenwirkungen der vielen Antibiotika!!!

Aber nachdem mich meine Ärztin ziemlich eingehend untersucht hat, sprach sie die Vermutung aus ich hätte alkoholinduzierte Polyneuropathie.
Es könnte aber auch eine Antabus Nebenwirkung sein. Hu? Davor hat mich aber keiner gewarnt.

Polyneuropathie...hat von Euch jemand Erfahrung mit dieser Diagnose?
Ich bleibe erstmal ruhig. Morgen soll ich nochmal in die Praxis. Sie will eingehendere Bluttests machen und mich dann ans Krankenhaus überweisen für "Nerventests".

Oh mann, das musste ich mir jetzt einfach von der Seele schreiben...ich habe mir so gewünscht "dass von nun an Alles besser wird!".

Wie dumm und naiv von mir. Soviele Jahre Alkoholkonsum lassen sich durch 2 Monate natürlich nicht mit einem Wisch wieder aufheben, das sehe ich ein.
Selbstmitleid bringts jetzt auch nicht.

Vielleicht gehört nun eben Alles dazu..zu meinem Weg?

Danke fürs "Zuhören", danke fürs Forum, wo ich das jetzt einfach so abladen darf
und Gute 24
chiara

schorni67

Beitrag von schorni67 » 10.05.2006, 19:53

hallo chiara,

mach ich zwar ungern, ich schick dir mal einen link.

http://www.polyneuropathie.com/

mach dir nicht zu viele sorgen, soviel ich weiß, geht das nach längerer abstinenz wieder weg.

das forum ist auch für dich da, warum solltest du das hier nicht "abladen",

ich wünsch dir kraft und etwas ruhe, pass auf dich auf.

liebe grüße

schorni

henri
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1600
Registriert: 08.03.2005, 20:39

Beitrag von henri » 10.05.2006, 20:03

Hallo Chiara

Zu Polyneuropathie kann ich dir auch nur sagen, was ich mit Hilfe von Google gefunden habe. Es gibt so viele Ursachen für diese Krankheit, sodass sie hier nicht alle aufgeführt werden können. Das reicht vom Alkohol, über Medikamente bis hin zu Mangel an Vitamin E oder Vitamin B12.

Also liebe Chiara, bevor da nichts Endgültiges feststeht, bitte nicht aufregen, weil es durchaus eine harmlose Ursache haben kann.

Wünsche dir einen schönen Abend

Henri

Joachim

Beitrag von Joachim » 10.05.2006, 20:20

Hallo chiara,

es ist gut, dass Du es Dir von der Seele schreibst. Mach Dir deswegen schon mal gar keine Gedanken.

Leider kann auch ich Dir dazu speziell auch nicht mehr sagen.
Warte ab, bis Du konkreteres weisst und mach Dich bitte nicht zu verrückt.
Wünsche Dir Kraft und Zuversicht.

Gruss Joachim

sophia

Beitrag von sophia » 10.05.2006, 21:02

...chiara,

noch ist nichts bewiesen... also versuchen ruhig zu bleiben..

Du hat bereits Deine eigene Behandlung begonnen:

Du trinkst keinen Alkohol mehr!


Egal was kommt, jeder TAg ohne Alkohol ist ein "Medikament" :D

Weißt Du, ich habe auch eine Erkrankung, die nicht mehr heilbar ist und versuche eine Einstellung zu finden, die es mir erlaubt, das Leben trotzdem mit Freude zu sehen. Und ich habe gelernt: Humor ist eine feine Möglichkeit, die Schwierigkeiten leicht zu nehmen...

bleib Deinem Ziel treu!!!

Sophia

Lilly12

Beitrag von Lilly12 » 10.05.2006, 23:16

Liebe chiara,

noch steht ja die Diagnose nicht hundertprozentig fest...
Ich weiß, ist jetzt kein Trost, aber ich habe diese Krankheit auch. Und ich lebe halt damit, kann es ja doch nicht mehr ändern...
Meine Ärztin meinte, das bessere sich noch, aber ich bin ja seit 4 Jahren trocken, leider hat es sich nicht gebessert. Aber ich habe Schuheinlagen, die es erleichtern. In den letzten Tagen hab ich allerdings eine Verbesserung festgestellt, aber bin mir noch nicht sicher....kann auch am schönen Wetter liegen, bei guten Wetter hab ich nicht so starke Schmerzen.
Aber lass Dir gesagt sein, sollte es doch so sein, kannst Du damit leben. Ich z.B. geh walken, fahre Rad und geh 5x die Woche Schwimmen, nach dem Schwimmen sind die Fußgelenke immer schön aufgelockert, das ich dann fast den ganzen Tag fit bin. Und ich war sogar letztes Jahr Bergwandern.
Ich nehme keine Medikamente, lehne das ab, weil ich denke, dadurch wird die Leber ja auch wieder geschädigt...
Mein "Geheimnis" ist also Sport treiben. In Bewegung bleiben. An die Schmerzen hab ich mich einfach gewöhnt, ich KANN damit leben.
Aber bei Dir steht ja noch nix fest, erstmal die Ruhe bewahren !!!

Drücke Dir ganz fest die Daumen !!!!!

Die Lilly

Inseläffchen
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Beitrag von Inseläffchen » 11.05.2006, 09:45

Liebe Chiara,

zum Krankheitsbild kann ich Dir auch nichts sagen. Aber wie schon alle hier sagen, bitte nicht verrückt machen. Noch steht nichts fest und sich aufregen hilft ja auch nicht. Klar, ist einfacher gesagt bzw. geschrieben als getan, aber Du schaffst das.

Ich schicke Dir ganz viel Kraft und einen big hug :wink:

Liebe Grüsse
Inseläffchen

chiara
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Beitrag von chiara » 11.05.2006, 11:08

Vielen Dank Euch Allen !
Eure Worte bedeuten mir sehr viel, sie machen mir Mut und bestärken mich in meinem Vorhaben. Vielen Dank auch für den Link, Schorni!

Gehe also heute Mittag zu meiner Blutabnahme, später dann nochmal zur Ärztin und dann heisst es erst mal ruhig bleiben und abwarten.
Im schlimmsten Falle werde auch ich damit leben. Hauptsache ich habe auch heute mein neues Leben ohne Alkohol, alles alles andere kommt dann Meilen später.
Es ist gut "Euch zu haben"...da kann ich mich nur immer wieder wiederholen!!!!
chiara

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