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Lokalanästhesie beim Zahnarzt

Ambulante und stationäre Therapie und Entgiftung bei Alkoholproblemen und Alkoholabhängigkeit durch Psychologen ( Psychologie ) oder Therapeuten, sowie Ursachen der Alkoholkrankheit bzw. Coabhängigkeit aus medizinischer Sicht.
Außerdem gibt es noch eine Liste mit Hilfsangeboten zum Thema

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clara nocte
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Beitrag von clara nocte » 18.08.2011, 10:49

Hallo,

ich habe hier schon oft gelesen, dass man dem Zahnarzt wegen der Betäubung bescheid sagen muss. Habe einen Termin und möchte dass dann auch sagen.
Könnt ihr mir vielleicht kurz erklären, was es aber genau damit auf sich hat? Habe mehrere Varianten gehört, warum das so ist, aber die kamen mir alle etwas Spanisch vor. Oder ist es einfach nur so, dass in der Betäubung Alkohol ist?

Sorry für die eventuell dumme Frage

Liebe Grüße,
Clara

kommal
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Beitrag von kommal » 18.08.2011, 12:06

Hallo clara,

die "Spritze" hat -wie der Alkohol- bewusstseinsverändernde Wirkung. Daher: Rückfallgefahr.

Viele Alkoholiker gehen daher in Begleitung zum Zahnarzt wenn die Spitze droht. In meiner LZT war das Pflicht.

Ich bekomme übrigens seit meiner LZT keine Betäubung mehr beim Zahnarzt. Wir reden vorher drüber ob es nötig ist oder nicht.

Entspannung heißt das Zauberwort für mich :)

LG kommal

Sonnenblümchen
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Beitrag von Sonnenblümchen » 18.08.2011, 18:54

Hallo,

könnt Ihr mir das mit der Lokalanästhsie nochmal erklären...also, die Inhaltsstoffe selber (das Betäubungsmittel und i. d. R. sowas wie Adrenalin) enthalten doch eben kein suchterzeugendes Potential...und eben auch keinen Alkohol ?!?

Und mal weitergesponnen...es gibt ja Medikamente, bei denen es gewünscht ist, daß sie eben bewußtseinsverändernd wirken, viele Psychopharmaka haben eben diese Wirkung, weil sie gewollt ist...

Oder geht es hier um den persönlichen Triggerß

Etwas ratlos...

LG

K.U.D.68

Beitrag von K.U.D.68 » 18.08.2011, 21:10

Hallo Sonnenblümchen
ich denke mal bewustseinsverändernde Substanzen,egal ob mit oder ohne suchterzeugendes Potenzial können bei Süchtigen das Suchtgedächtnis aktivieren(unbewußt)und dadurch wird der Hebel/Schalter wieder umgelegt,und das Spiel beginnt von vorne.Was sich da biochemisch genau abspielt kann ich dir nicht erklären.
Tschüss K.U.D.68

drybabe
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Beitrag von drybabe » 18.08.2011, 22:21

Moin!
Also, das Zeug, was der Zahnarzt zur Betäubung einsetzt, enthält weder Alkohol noch Bewußtseinsbeeinträchtigende Substanzen (außer, dass einem der Mundwinkel runterhängt und man sabbert). Was aber ein Problem werden kann, und deshalb sollte man es dem Zahnarzt vorher sagen, dass er zur Desinfektion bei größeren Eingriffen alkoholische Lösungen benutzt.
Gruß
Michi

Sonnenblümchen
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Beitrag von Sonnenblümchen » 18.08.2011, 22:24

Hi drybabe,

ja, das kann ich sehr gut nachvollziehen...hab mich halt die ganze Zeit gefragt, wo und wie so ein Lokalanästhetikum* oder ähnliches das Bewußtsein verändert...danke!!!

LG


* edit, Medikamentenname entfernt, Linde

Melinak
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Beitrag von Melinak » 19.08.2011, 08:48

hallo zusmmen,

na ja, beim zahnarzt kann man das ja durchhalten ohne spritze. nur ich erinner mich da an mienen fuss, den ich mir ambulant auscheiden lassen musste und dort auch eine lokalannästhie gemacht wurde. ich hatte weder bewusstseinseintrübungen, musste mich zwar vor schmerz beim einspritzen in die fussohle übergeben nur war ich froh, das beim schnitt die stelle beteubt wahr.abwägungssache??? was macht denn in einer solchen situation dann ein alkoholiker? sich ohne spritze aufschneiden lassen in begleitung?händchenhalten wirkt sicher positiv auf die stimmung aber mir wär das dann ehrlichgesagt zu wenig gewesen, ich wär in ohnmacht gefallen ohne diese beteubung.

auch beim zahnarzt muss hier und da mal was geschnitten werden oder ein zahn muss gezogen werden. würdet ihr das alles ohne beteubung machen lassen, aus angst vor dem rückfall???????

ich versteh das desinfizieren der schleimhäute mit diesem desinfektionsmittel. das ist sehr wichtig daruf zu achten anzusprechen und weg zu lassen. nur bei der beteubung (lokalannästhie) versteh ichs dann nicht mehr. erklährt mir doch bitte, was ihr als alternativen mehmen würdet.danke

gruß melanie

gruß melanie

kommal
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Beitrag von kommal » 19.08.2011, 12:57

Hallo,

ein anderer Aspekt wude hier noch nicht erwähnt: Die Dosis.

Bei einem gesunden Menschen ist die berechenbar.

Und bei einem Alkoholiker? Was meinst Du: Eher mehr oder eher weniger?

Was, wenn ein Toleranzknick eingetreten ist?

Ich bin mir sicher, dass der Anästhesist vor meiner Schulter- OP (Vollnarkose) ein längeres Gespräch mit mir haben wird.

LG kommal

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