Worin besteht die Weisheit meines Lebens......?

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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carolinefeifer
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Worin besteht die Weisheit meines Lebens......?

Beitrag von carolinefeifer » 27.09.2011, 20:02

worin besteht die -weisheit meines lebens? Das habe ich mich mehrmals gefragt, als ich mich hier wieder (ja wieder) anmeldete......und kann nur meine Mitte entdecken.....

Ich bin wieder da.
Einige kennen mich bereits und haben meinen Weg, der am 21.05.2008 hier begann, miterlebt.
Meine Höhen, meine Tiefen und meinen Ausstieg hier.

Nicht aber meinen Ausstieg aus meinem Leben......oder der Abstinenz....ich bin immer noch und war es und werde es weiter bleiben "trocken".
Trotz Turbulenz in diesem Jahr, hege ich keinen Gedanken an den Alkohol.
Wann ich ging, weiß ich nicht mehr, war aber sehr enttäuscht, verbittert und am Boden.....aber ohne den Wunsch wieder trinken zu wollen......

Bin nicht mehr verbittert oder traurig oder erläuterungsbedürftig.....lebe immer noch meine Lebensphilosophie im Zen Buddhismus.....mehr den je und habe auch einiges hinter mir gelassen und einiges wieder neu aufgenommen ....
Erfahrung, trauriges und sehr sehr schönes......jetzt bin ich in der Mitte, bei mir selbst und freue mich wieder neues zu lesen oder neue Menschen (visuel) zu sehen oder vielleicht altes neu zu erleben oder einfach nur wahrgenommen zu werden.

Meine Gedanken von früher, von den Anfängen, sind nicht mehr hier und so ist es gut.....bin ja auch anders und mehr "Ich" als damals......

Auf einige freue ich mich und von anderen bin ich enttäuscht, aber doch froh, wenn alle noch trocken sind......

Für mich zählt einfach nur "Respekt"
Ich freue mich auf eine Resonanz, die auf Respekt aufgebaut ist und nicht an Verknüpfungen und Verstrickungen....hoffe doch das nicht nur ich mich verändert habe....

bis dann, einen schönen tag

lg carolinefeifer

drybabe
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Beitrag von drybabe » 27.09.2011, 22:00

Liebe carolinefeifer!
Ich sag ein herzliches "Hallo". Kurz nachdem ich mich hier anmeldete, gingst Du. Also weiß ich nur sehr wenig über Dich.
Deshalb freue ich mich und bin gespannt auf einen guten Austausch!
Viele Grüße
Michi

carolinefeifer
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Beitrag von carolinefeifer » 28.09.2011, 12:10

Hallo Michi,

danke für dein hallo.
Genauso wie du bin auch ich auf einen guten Austausch gespannt.

Manchmal muss man gehen um Abstand zu haben, nicht alles drehte sich beim meinen Bausteine um Alkohol. Die anderen Bausteine mussten woanders gelöst und endknotet werden.

Diese Pause tat war wichtig und ich brauchte Sie.

Zurückzukommen, war nicht so schwer, das angenommen werden ist viel schwieriger.

Viele Grüße
Carolinefeifer

carolinefeifer
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Beitrag von carolinefeifer » 28.09.2011, 21:40

Viele Fehler in meinen Sätzen und auch viele Fehler in meinen Gedanken, die ich hatte als ich hier raus ging.

Ich bin nicht Fehlerfrei und ich möchte es auch nicht sein. Ich bin nicht hier um anzuknüpfen an vergangenen, dass wäre fatal und ich hätte nicht gelernt.

Vergangenheit muss zurückbleiben und abgeschlossen sein.
Das habe ich.
Ich hatte hier meine ersten Schritte, bin trocken geworden und bin es noch.
Ich habe das Glück, viel Kraft zu haben,um immer wieder anzufangen.
Nach meiner Reflektion wurde mir aber auch klar, dass es da noch andere Baustellen gibt, nicht nur den Alkohol.
Da war die Familie, Partnerschaft, Gesundheit und vor allem was wichtig war mein Beruf.

Diese Baustellen musste ich woanders lösen, das ging hier nicht.
Familie und Partnerschaft ging ja noch, da läßt es sich hier auch austauschen.
Nur finanziell und beruflich geht hier gar nicht. Da brauchte ich eine andere Plattform. Da half mir ein Alkoholiker-Forum gar nicht.
Da halfen mir nur andere Wege und Kontakte.

Diese Baustellen sind abbaubar, nicht durch hier, sondern andere Wege.
Meine Alkoholkrankheit die bleibt und wird immer der Grundstein bleiben.
Alles Andere dazwischen, musste erst mal korrigiert und verbessert werden.
Erst nach Abschluss eines Weges kann ein neuer Weg gegangen werden.

Was ich jetzt damit sagen will. Selbst wenn es für mich keinen Austausch hier mehr geben sollte, es geht trotzdem weiter.
Ich habe keine Möglichkeit es woanders zu schreiben......also tue ich es mal hier.


lg carolinefeifer

liv
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Beitrag von liv » 29.09.2011, 21:47

Hallo Caroline,

willkommen zurück. :wink:

Ich wünsche Dir hier, wieder auf ein neues, guten Austausch.

gruss liv

Tina
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Beitrag von Tina » 29.09.2011, 22:05

Hallo Carolinefeifer,
warum sollte es für Dich keinen Austausch hier mehr geben können ? Ich seh gar keine Gründe für eine solche Annahme.

Wie geht es Dir hier und jetzt ?

Grüße
Tina

carolinefeifer
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Beitrag von carolinefeifer » 29.09.2011, 22:20

Ich wünsche allen einen angenehmen Abend.

Beim lesen einiger Themen und auch meinem Text, habe ich mich wohl um ein Jahr betrogen. Liegt wohl daran, dass ich ein wenig woanders Bausteine sortierte.

Ich bin 3 1/2 Jahre trocken und sitze hier mit zitternden Fingern, fragend, ob es meine Angst vor einem Wiederanfang hier ist oder gerade, weil ich hier schon mal war.
Ist es eine gewisse Sicherheit die ich hier mal hatte oder weil ich sie mal verlor.

Ende letzten Jahres und Anfang diesen Jahres war ich arbeitsmäßig massiven Mobbing ausgesetzt; das ging so weit, dass ich mich immer weiter in mich zurückzog und mich verschloss. Das ging 2 Monate gut. Dann kam meine Kur und Angst vor dem zurückgehen und mich der Arbeit zu stellen.

Diese Baustelle musste ich erst mal anders angehen. Was ich dann auch tat. Den Schritt nach außen zu gehen um Hilfe anzunehmen war der schwerste Teil und doch habe ich auch das geschafft.
Ich schaffte es auch, nicht zu verzweifeln und trotz manchmaligen Gedanken, nicht zu trinken.
Denn das wäre der einfache Weg gewesen.
Jetzt fühle ich mich schon gestärkt, aber noch nicht am Ziel. Ich habe nicht vergessen, wie es war als ich trank. Da will ich auch nicht mehr hin.

Als ich aufhörte zu trinken, nahm ich mal an, dass dieses Gefühl von Schwäche irgendwann mal nachlässt, oder sich vermindert.
Das diese eine Baustelle, die andern überbrückt und es immer besser wird.
Ich hätte nie gedacht, dass es Baustellen gibt, versteckt, die nach meiner Stabilität noch aufbrechen und es erst wieder nach unten geht.

Nun, ich durfte und darf es noch jetzt erleben. Ich war stark habe nicht mehr getrunken, dabei alles andere vernachlässigt, weil ich übermütig wurde und jetzt bin ich zwar trocken, aber auch nicht recht weiter als vor 3 Jahren. Klar mit einer ganzen menge an Erkenntnis, aber auch zweifel. Frage mich oft, wann habe ich dies oder jenes übersehen. Meine Trockenarbeit habe ich nicht vergessen, oder vernachlässigt aber andere Dinge, die dazu gehören, um stabil zu bleiben.
Und manchmal fühle ich mich einfach nur zu alt für diese ganzen neu Anfänge.

Ich will hier nicht in Selbstmitleid zerfließen, denn schlimmer noch als die Erkenntnis, den Weg alleine zu gehen, ist, von anderen erklärt zu bekommen, dass meine Mitteilungen nur ein Ruf nach Aufmerksamkeit sei.
Aber das ist es nicht. Diese Art von Eitelkeit brauche ich nicht mehr.

gruß
carolinefeifer

stehauffrauchen
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Beitrag von stehauffrauchen » 29.09.2011, 23:06

hi caro

schön dich zu lesen, :wink:
l.g.kerstin

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