Mein Weg zu mir

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 01.02.2017, 10:21

Thalia1913 hat geschrieben: @Carl Friedrich, Lena ist ja schon ein paar Tage trocken. :)
Hallo!

Das ist mir wohl bekannt. Aber hier lesen auch noch andere Herrschaften mit, die noch nicht so richtig trocken sind und womöglich versuchen, beide Süchte gleichzeitig in Angriff nehmen zu wollen.

@Lena: Weiterhin viel Glück und die nötige Standfestigkeit
wünscht Carl Friedrich

Martina02

Beitrag von Martina02 » 01.02.2017, 19:21

Carl Friedrich hat geschrieben:
Thalia1913 hat geschrieben: @Carl Friedrich, Lena ist ja schon ein paar Tage trocken. :)
Hallo!

Das ist mir wohl bekannt. Aber hier lesen auch noch andere Herrschaften mit, die noch nicht so richtig trocken sind und womöglich versuchen, beide Süchte gleichzeitig in Angriff nehmen zu wollen.

@Lena: Weiterhin viel Glück und die nötige Standfestigkeit
wünscht Carl Friedrich
Ha!

Wieso beide?
Bei mir sind es vier Süchte:

1.Alkohol
2.Nikotin
3.Koffein
4.Schokoin

4.aber noch ganz frisch -
und geplant auch erstmal nicht als Keks,Eis,Kakao und so.

Ist aber auch eine Frage, wie es einem gesundheitlich geht oder?
Wenn Suchtmittel eigentlich nur nerven,schaden und einen inneren Konflikt mit sich bringen (und das nicht nur wörtlich).

-wozu mach ich es dann überhaupt.

Ich hoffe ich werde meine eigenen Worte nicht mit oder nach einem Rückfall lesen müssen.
Wobei ich 3.+4. nicht als "für immer" betrachte.

Im Grunde müßte ich noch mehr Süchtiges Verhalten lassen, da's mir nicht bekommt...und ich mir vorstellen kann, das auch das zu Angstzuständen und Albträumen führen kann.

Gruß
M.

Lena40
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Re: Mein Weg zu mir

Beitrag von Lena40 » 03.02.2017, 20:55

Hallo zusammen,

nur ne kurze Zwischenmeldung: ich bin jetzt 1 Woche rauchfrei :)

....auf der einen Seite klappt es ganz gut, auch wenn es wirklich ziemlich viel Disziplin erfordert. Auf der anderen Seite traue ich dem ganzen (oder mir?) noch nicht so ganz und bin etwas auf Rückzug im allgemeinen. Und irgendwie bin ich auch seit 2 Tagen leicht depressiv, weiß nicht, ob es daran liegt, das man ja auch mit dem Rauchen eine ganze Menge deckelt....

tja aber das es kein Spaziergang wird, wenn man nach fast 30 Jahren mit dem rauchen aufhört, das war mir ja bewusst...ich versuche erstmal weiter nicht zu rauchen....und darauf zu vertrauen, das es einfach eine gewisse Zeit braucht, bis sich die über lange Jahre angeeigneten psychischen Verknüpfungen wieder auflösen oder neu überschreiben lassen.

Habt ein schönes WE, Grüße von Lena

Lena40
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Re: Mein Weg zu mir

Beitrag von Lena40 » 07.02.2017, 18:00

Kuckuck :)

....bin beim 11.Tag heute in meinem neuen Leben als Nichtraucherin....es ist wie im normalen Leben, eine totale Achterbahnfahrt....von sehr euphorisch über total depressiv und weinerlich bis entschlossen und überzeugt und dankbar sowie demütig ist alles dabei....

werde mich immer mal wieder zwischendurch melden und (hoffentlich) meine Fortschritte mitteilen.

Vielen Dank fürs Daumen drücken, Grüße von Lena :wink:

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 07.02.2017, 20:19

Hallo Lena!

Der Start ist ja schon mal geglückt. Prima.

Stell dich darauf ein, dass sich irgendwann mal so ein richtiger Schmacht auf 'ne Kippe einstellt, sozusagen eine Parallele zum Saufdruck.

Ich bin jetzt ziemlich genau 5 Jahre nikotinfrei, o.k. ein kleiner Rückfall an Pfingsten '12. Nach dem Grillen fiel mir, ein, dass ich noch 'ne Geburtstagszigarre im Humidor liegen hatte. Und da unser Haushalt damals nicht frei von Zigarren war (eine war übrig), langte ich zu. Nach dem Qualmen dachte ich nur: "Das war jetzt wirklich nicht nötig und geschmeckt hat sie auch nicht." Warum? Ich war schon gut 3 Monate entwöhnt.

Fazit: Sieh zu, dass nichts zum Qualmen in der Nähe ist, sonst ist die Gefahr wie beim Trinken groß, dass man in einer schwachen Stunde zugreift.

Weiterhin viel Erfolg und die nötige Ausdauer wünscht
Carl Friedrich

Lena40
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Re: Mein Weg zu mir

Beitrag von Lena40 » 08.02.2017, 11:13

Hallo Carl Friedrich,

danke für deinen Hinweis, daran werde ich denken, falls es soweit kommen sollte. Ich habe keine Zigaretten zuhause und auch meine Aschenbecher habe ich alle entsorgt. Ich bin jetzt über 5 Jahre trocken und habe mich damals am Anfang an der Risikominimierung bzw. den Grundbausteinen orientiert, dies war mir eine große Hilfe und ist es auch heute noch. Ganz wichtig ist es meiner Meinung nach auch, ehrlich zu sich selbst zu sein und nach Möglichkeit klare Entscheidungen zu treffen. Dies beinhaltet im Umkehrschluss, aufzuhören "rumzueiern".

Ich habe mich im Vorfeld gründlich darüber informiert, was es heisst, mit dem Rauchen aufhören zu wollen. D.h. ich habe mir das Buch von Allen Carr geholt und es aufmerksam gelesen und dann habe ich zur Unterstützung dieses Nichtraucherseminar besucht. Ich habe mir also Hilfe gesucht und es nicht einfach mal so aus einer Laune heraus, unüberlegt und nebenbei versucht....sondern es wirklich bewusst geplant und mich ernsthaft und gründlich mit meinem Vorhaben auseinandergesetzt. Das ist zwar auch keine Garantie für das Gelingen dieses Vorhabens, doch ich bin fest davon überzeugt, das die Chancen mit einer sorgfältigen und gründlichen Vorbereitung und eben Auseinandersetzung mit der Thematik sich deutlich erhöhen. Das ist natürlich meine ganz persönliche Meinung und meine Herangehensweise, welche mir schon bei dem Weg in meine Trockenheit sehr geholfen hat.

Heute bin ich bei Tag 12 und heute morgen habe ich es tatsächlich umgesetzt zu walken....auch die Kälte und der Schnee konnten mich nicht davon abhalten...nun bin ich mega zufrieden und werde nun lecker frühstücken und danach schön heiss duschen...

Habt einen feinen und angenehmen Tag, Grüße von Lena :D

Lena40
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Re: Mein Weg zu mir

Beitrag von Lena40 » 08.02.2017, 14:53

hmmm....noch ein Nachtrag:

das Allerwichtigste bei meinem Vorhaben ist natürlich die klare Entscheidung und der unumstößliche Wille, mit dem Rauchen für immer aufhören zu wollen...und dies kam natürlich nicht von heute auf morgen zustande, sondern war ein relativ langer Prozess, welcher sich über ein paar Jahre hingezogen hat.

Und heute am 12. Tag habe ich das Gefühl, das es schon etwas leichter wird, bzw. die Gedanken ans Rauchen oder an eine Zigarette deutlich weniger werden. Und ich freue mich total darüber, das ich meinem Körper in jeglicher Hinsicht gesundheitlich ganz viel Gutes tue- indem ich ihn nicht mehr mit Nikotin vergifte.

Es ist komisch, aber so ein ganz kleines bißchen fängt es tatsächlich an mir Spass zu machen....hab ich das nun wirklich geschrieben :?: ....lass das mal so stehen....

Bye Lena

lalu14
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Beitrag von lalu14 » 08.02.2017, 21:22

Hallo Lena,

es freut mich zu lesen, dass du weiter rauchfrei bist. Toll und bleib dran.
Es lohnt sich.

Ich habe es leider letztes Jahr nur zwei Monate geschafft. Aber das war okay,
dass es nicht weiter ging. Erstmal trocken werden, dann der nächste Schritt.

So strukturiert, wie du es angehst, klappt es bestimmt. Ich glaube, wenn
man die gleichen Regeln einhält, wie beim trocken werden, hat man gute Chancen.
Zigaretten freies Zuhause und Austausch mit Gleichgesinnten.
Familie und Freunde informieren.
Na gut, ein Arztbesuch wegen des Entzugs ist wohl nicht notwendig :wink:
Risikominimierung muss wohl auch sein. Alternativen für die Situation vordenken,
in denen man gewohnheitsmäßig geraucht hat.

Du machst das gut! Ich drücke dir die Daumen.

lalu

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