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Wie ist das Leben nach dem Alkohol ohne Alkohol? Erfahrungsberichte und Lebensgeschichten von schon länger trockenen Alkoholikern im Alkoholforum
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Die_Susanne
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Beitrag von Die_Susanne » 25.02.2015, 20:52

Hallo Manfred,

puh, da schreibst du ja was.
Ich wünsche dir, dass deine Selbstzweifel dich in dieser schweren Zeit nicht noch zusätzlich belasten.

Ganz lieben Gruß
Susanne

viola
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Beitrag von viola » 25.02.2015, 22:27

Lieber Manfred,

mir fehlen gerade die Worte, aber es berührt mich, was du schreibst.

Wann ist ein Leben ein "gelingendes" Leben? Wer legt das fest?
Es stellen sich existenzielle Fragen, und das ist wichtig - wo ist der Sinn?
Ich wünsche dir, dass du nicht zu viel grübelst, sondern mehr genießt (das mit dem Essen ist ja schön!). Und dass du dir selber keinen Druck machst. Du musst nichts, und noch ist Zeit. Vom Ende her denken lernen, das klingt schlimm, aber es kann auch bereichern.

Dir auch eine gute Zeit.
LG viola

Slowly
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Beitrag von Slowly » 26.02.2015, 18:54

Lieber Manfred,

wir kennen uns ja nicht aber deine Worte und daraus folgenden Impulse, deine Anwesenheit hier im Forum, bedeuteten und bedeuten mir viel.

Ich denke an dich und wünsche dir, dass du deinen Frieden findest mit deinen unbeantworteten Fragen oder sogar noch die eine oder andere Antwort auftaucht.

Alles Liebe und Gute für Dich !

Slowly

Manfred
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Beitrag von Manfred » 01.03.2015, 13:11

Hallo Seidenraupe, Susanne, Viola und Slowly,
vielen Dank für Eure Rückmeldungen.

„vom Ende her denken lernen“

Ja, was bedeutet das?
Sich seiner Endlichkeit bewusst werden?
Darum geht es wohl.

Und dann, wenn der Zeitraum kleiner wird, greifbarer wird, spürbarer wird, dann
werden die Tage kostbarer?
Wie fühlt sich diese Kostbarkeit an? Worin drückt sie sich aus?
Verändern sich die Kostbarkeiten?

Bei mir ist es z Zt. so:
Ich freue mich über meine Autonomie: Ich kann selbständig essen und trinken. Ich kann selbständig von A nach B gehen. Ich kann Spaziergänge machen. (Meine Mutter kann beispielsweise die beiden letztgenannten Dinge nicht mehr).
Ich freue mich, wenn es mir gelungen ist etwas zu kochen, dass ich halbwegs mit Genuss essen kann (Griessuppe z.B.)
Ich freue mich (nach wie vor) über Begegnungen und Momente, die sich „warm“ und „sanft“ anfühlen.
Ich werde diesen Prozess, so gut es geht, weiter gestalten.

Daneben habe ich auch auch immer wieder viele Fragen.
Wenn es denn so etwas wie eine Konstante in meinem Leben gab und gibt, dann sind es Fragen.
Ich habe unter dem Strich in meinem Leben sicher mehr Fragen als Antworten gehabt.
Und am Ende bleiben wohl viele Fragen einfach offen …

Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag!
Manfred

Sonnenblume
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Beitrag von Sonnenblume » 01.03.2015, 17:51

lieber Manfred,

ich möcht Dir einfach mal einen lieben Gruß schicken.
Deine Geschichte hat mich sehr betroffen gemacht und ich würde Dir so gerne wünschen, daß alles wieder gut wird.
Aber ich finde es positiv wie Du nun Deinen Weg weitergehst.
Und dann, wenn der Zeitraum kleiner wird, greifbarer wird, spürbarer wird, dann
werden die Tage kostbarer?
Wie fühlt sich diese Kostbarkeit an? Worin drückt sie sich aus?
Verändern sich die Kostbarkeiten?
Ich spüre in letzter Zeit auch immer wieder, daß die kommende Zeit kostbarer wird, man weiß ja trotz allem nie, wann das Leben endet. Im vorgerückten Alter denkt man aber öfter mal darüber nach als in jungen Jahren.

Ich hab mir gerade 2 Bücher bestellt von Annelie Keil, kannst ja mal googeln.
Es geht darum, daß Gesundheit nicht unbedingt das wichtigste im Leben ist, wie es heute so gerne dargestellt wird. Ich habe sie am Freitagabend in einer Talkshow gesehen und die Frau hat mich total begeistert. Voller Lebensfreude und hatte bisher im Leben schon einen Herzinfarkt, sowie 3 Krebserkrankungen und freute sich, daß sie mit 76 Jahren immer noch lebt.
Ich freue mich (nach wie vor) über Begegnungen und Momente, die sich „warm“ und „sanft“ anfühlen.
Das kann ich gut nachvollziehen und ich wünsche Dir noch viele solcher Momente.

lieber Gruß Sonnenblume

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 03.03.2015, 09:48

glück auf manfred

ich bin ja n großer egoist - deshalb> mach mal lieber noch paar jahre (du würdest mir fehlen).

trotzdem schöne zeit

:D
matthias

Manfred
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Beitrag von Manfred » 03.03.2015, 12:53

Liebe Sonnenblume,
vielen Dank für Deinen Besuch und Deinen Hinweis auf Annelie Keil.
Das zähle ich für mich zu den „warmen“ Momenten :-)

Hallo Matthias,
ich soll also noch ein bisschen hier bleiben, damit es Dir gutgeht?
Hm, darüber muss ich nochmal ein wenig nachdenken …

LG Manfred

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 09.03.2015, 09:46

glück auf manfred
Manfred hat geschrieben: ich soll also noch ein bisschen hier bleiben, damit es Dir gutgeht?
du wirst selber wissen, ob du noch was erleben willst - und wielange du das durchstehst.
vor kurzem ist eine gute bekannte gestorben - kurz vor ihrem 85. geburtstag - sie war seit frühester kindheit schwer herzkrank - wurde in den letzten jahren immerwieder am herzen operiert - sie wusste, dass sie n "versuchskanienchen" is und sagte oft: so kann ich anderen helfen ... . sie hatte oft starke schmerzen, wollte aber immer "mal noch den schulabschluss einer enkelin oder die geburt eines urenkels" erleben.

schöne zeit

:D
matthias

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