Suchtmittelfreie Ernährung bei Essstörungen

Liste von alkoholhaltigen Lebensmitteln und alle Themen um Lebensmittel, kochen, backen und alkoholfreien Getränken
MaryLou

Suchtmittelfreie Ernährung bei Essstörungen

Beitrag von MaryLou » 25.06.2012, 09:58

Guten Morgen,

ich habe mich dazu entschlossen endlich Nägel mit Köpfen zu machen
und auch innerhalb meiner Ernährung darauf zu achten, dass sie Suchtmittel frei ist.

So wie ich es aus Lektüre und einem Kurs erfahren habe würde das bedeuten auf raffinierten Zucker, Weissmehl und auch zu viel Fett in der Kombination mit den anderen beiden Stoffen zu verzichten.

Dazu habe ich mir auch einige Tips aufgeschrieben, z.B. wann die Mahlzeiten am sinnvollsten eingenommen werden, damit erst gar kein "Lustgefühl" auf diese Lebensmittel entsteht.

Oder auch einige sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel bei dieser Problematik ( sonst halte ich die nicht für empfehlenswert ).

Das ausreichende Trinken sollte auch nicht vergessen werden.

Soviel weiss ich schon einmal. :)

Grund dieser Maßnahmen ist, dass ich meines Erachtens immer noch zu viel Zucker und Auszugsmehl bzw. Fett zu mir nehme und dadurch oft auf die gesunden Lebensmittel verzichte.

Um halt schlank zu bleiben. ;)

Das kann nicht Sinn und Zweck von Ernährung sein und da ich selbst spüre wie wichtig eine gutes, regelmäßiges Essen und Trinken auch für die Seele ist, möchte ich dieses Lernfeld auch noch beschreiten.

Ich freue mich über Eure Tips oder Erfahrungsberichte.

Und möchte in diesem Faden auch gerne offen über meine Problematik schreiben.

Ganz liebe Grüße

MaryLou

MaryLou

Beitrag von MaryLou » 25.06.2012, 10:26

Hallo MaryLou (Spässle),

du solltest auch den Süssstoff im Kaffee weglassen, und für die Prise Zucker in den "Hellwachmacher" am Morgen kaufste dir Rohrohrzucker.

Iss zwar auch nicht viel besser aber so kannst du ihn dir langsam ganz abgewöhnen, den süssen Geschmack im Milchkaffee.

Ganz besonders liebe Grüße

:mrgreen:

klabund
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 1267
Registriert: 18.08.2011, 19:09

Beitrag von klabund » 25.06.2012, 12:38

Hallo MaryLou,

ich finde das ein sehr interessantes Thema, besonders was den Zucker angeht. Es fällt mir echt schwer, zu glauben, dass es eine Zuckersucht geben könnte, obwohl ja vieles dafür spricht (und ich das auch an mir beobachten kann)

Bei mir hat grad nach dem Rauchstopp das Naschen total zugenommen (und ich auch...) und mir ist klar, dass ich Süßkrams benutze, um mich gut zu fühlen. Zucker im Kaffee kenn ich auch und es ist echt schwer, sich das wieder abzugewöhnen. Die ersten Tage schmeckt der Kaffee fade, nach ein paar Tagen ist das vorbei.
Nicht-Trinken und - rauchen stehen bei mir allerdings absolut im Vordergrund, so dass ich es auch hinnehme, dass das mit dem Zucker nicht ganz OK ist. Ich kann nicht alles auf einmal lösen und ich glaube auch nicht, dass es gut ist, zuviele Schlachtfelder zu haben.

LG,

Klabund

drybabe
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 4251
Registriert: 06.04.2010, 22:45

Beitrag von drybabe » 25.06.2012, 14:47

Moin MaryLou!
Ich finde das Thema an sich sehr wichtig und interessant. Nur ist zu bedenken, dass Du gerade Deinen trockenen Weg beginnst, zu gehen. Ich könnte mir vorstellen, dass es " zu viel des Guten " auf einmal sein könnte.
Aber sowas ist individuell.
Nur so als Hinweis!
Gruß
drybabe

MaryLou

Beitrag von MaryLou » 25.06.2012, 21:04

Hallo Ihr,

zumindest für heute habt ihr Recht behalten.

Die Schokonüsschen und das Eis waren lecker ;) .

Ich mache mich damit jetzt auch nicht verrückt, denn wenn es sein soll, dann
werde ich die Kraft aufbringen meine Ernährung umzustellen.

Heute fühle ich mich leicht krank, musste aber trotzdem arbeiten und auch "business as usual" mit den kidis ,bis gerade eben.

Da fällt es mir noch schwerer auf meine letzte "Droge" zu verzichten.

Ich hab´s nicht geschafft und das ist ok so.

Dafür habe ich mich den Rest des Tages besser als sonst ernährt und das ist doch auch schon was.

Ich spüre halt, dass mein Körper total auf Zucker eingestellt ist.

Egal was ich esse, meist sogar egal welche Mengen, es kann sogar viel sein und auch gesund, vollwertig.

Ohne ein Stückchen Süsses danach oder auch zwei,drei... werde ich nicht wirklich satt, also habe immer noch ein unangenehmes Hungergefühl.

Das muss mit dem Blutzuckerspiegel zusammenhängen.

Wenn es mir wieder besser geht werde ich einen neuen Anlauf starten.

Ansonsten werde ich versuchen zu reduzieren und mich selbst beobachten.

Einen schönen Abend und gud´s Nächdle.

MaryLou

MaryLou

Beitrag von MaryLou » 26.06.2012, 11:03

Hallo Klabund,

seit gestern sind nur noch Spuren ( für meine Verhältnisse ) von Zucker in meinem Kaffee und ich kann jetzt schon sagen, es schmeckt sogar besser !

Den Süssstoff habe ich in die Tonne gekloppt, nachdem mir eine Kollegin gestern gesagt hat, dass der in der Schweinemast ;) beutzt wird um den Appetit anzuregen.

Das muss ich eigentlich gar nicht mehr und meine Schwarte ;) ist auch vorhanden.

Heute gehe ich mal in´s Reformhaus....naja, altmodisches Wort für Biosupermarkt ;) .
Mal schau´n was ich da so bekomme, was mir schmecken könnte.

Als ich früher auf meinem Vegi-Trip war habe ich oft Frischkornbrei gegessen, der hat super satt gemacht...ganz ohne Gelüste auf Zucker.

Da hatte ich dann Lust auf ´nen anständigen Döner, der hat mir dann auch das Genick als Vegetarierin gebrochen. ;)

Ach ja, Agavendicksaft soll den Blutzuckerspiegel nicht in die Höhe treiben.

Dann nehme ich den zum süssen.

Mahlzeit :)

MaryLou

drybabe
sehr aktiver Teilnehmer
Beiträge: 4251
Registriert: 06.04.2010, 22:45

Beitrag von drybabe » 26.06.2012, 12:46

Moin MaryLou!
Das mit dem Heißhunger auf Süßes kennt fast jeder, der mit dem Saufen aufhört.
Wenn ein Mensch säuft, hat er meistens das Verlangen nach etwas deftig-salzigem. Leber ist verfettet, da sie dauernd den Alkohol abbauen muß.
Jetzt, nach einigen Wochen der Abstinenz hat sich das alles einigermaßen reguliert bzw ist dabei, sich zu regulieren. Und nun funktioniert der Körper und der Stoffwechsel ersteinmal fast " umgekehrt". Einen Schmachter auf Süßes ohne Ende. Das ist völlig normal und ein schönes Anzeichen, dass Dein Stoffwechsel diese Schritte gut meistern kann. Irgendwann reguliert es sich dann wieder!
Obwohl, wenn ich so schaue, esse ich weiterhin mehr Süßes als je zuvor! :oops:
Lieben Gruß
Michi

Chris65
neuer Teilnehmer
Beiträge: 322
Registriert: 28.05.2012, 14:46

Beitrag von Chris65 » 26.06.2012, 22:20

Hi ML,

Was ich kürzlich gelernt habe:
Der erste Bissen meldet dem Gehirn was kommt. Wenn Süß angesagt ist, dann sagt Hirn zu Bauchspeicheldrüse "produzier mal gut Insulin" welches wiederum Hunger macht. 3 Mandeln vor der Süßigkeit gegessen, vermindert die Insulinausschuettung - ergo kommt nach dem Genuss der Süßigkeit nicht so schnell ein neuer Heißhunger nach.

Kann nur aus meiner Erfahrung der letzten 2 Wochen sprechen: Zu viel Verzicht am Anfang der Trockenheit kann gefährlich werden. Daher die Devise: "Trockenheit geht vor" und Du machst es eh richtig so wie Du es schilderst... nämlich nicht zu radikal.

Es gibt ja auch soooo viel gute gesunde Sachen. Viel Spass beim entdecken und experimentieren :D

LG Chris

Antworten