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Hallo ich bin Rückfällig geworden

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.
black-billy2006
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Beiträge: 1035
Registriert: 26.06.2006, 14:50

Hallo ich bin Rückfällig geworden

Beitrag von black-billy2006 » 26.06.2006, 15:03

Hallöchen erst einmal,

leider bin ich auch Alkoholikerin und ich habe einen Klinischen Entzug gemacht und habe mich dann den Gruppen angeschlossen.
Ich habe es auch eine ganze Weile geschafft.Vor 2 Wochen ist mein Vater ganz plötzlich gestorben und das hat mich völlig aus der Bahn geworfen.Irgendwie halte ich es kaum aus mit meiner Trauer.Ich habe dann einige Tage nichts mehr getrunken,doch am Wochenende jetzt habe ich so zu geschlagen und ich schäme mich so dafür!
Ich war so stolz auf mich,das ich es geschafft hatte und nun das!
Ich könnte nur noch heulen.Hat vielleicht einer ähnliche Erfahrungen gemacht?
Ich werde nachher zu meiner Ärztin gehen und mit ihr darüber sprechen!
Hinzu kommt die Angst das ich bald mein Job dadurch verliere,da ich heute nicht arbeiten gehen konnte.Mir ging es so schlecht!
Irgenwie bin ich total durch einander!


Liebe Grüße black-billy

Joachim

Beitrag von Joachim » 26.06.2006, 17:05

Hallo black-billy,

und Willkommen hier im Forum.

Zunächst einmal möchte ich Dir noch mein Beileid aussprechen.
Das ist sicher ein grosser Schicksalsschlag, und es ist wirklich nicht einfach da die richtigen Worte zu finden.
Der Alkohol ist aber sicher nur eine "scheinbare" Hilfe, auch in einer solchen sicher schweren Situation. Er verbessert doch letztlich die Lage nicht.

Vielleicht hilft es Dir ja schon, wenn Du hier darüber sprichst.
Oft kann es sehr befreiend sein, wenn man reden kann.

Ich denke, Du solltest aber auf jeden Fall mit Deiner Ärztin auch mal über die Möglichkeit der psychologischen Betreuung sprechen, oder es gibt eine Gruppe in Deiner Nähe, die sich mit Trauerbewältigung beschäftigt.

Ich wünsch Dir erst einmal eine ganze Menge Kraft diese Situation zu bewältigen, und wie gesagt, wir werden Dich so gut wir können unterstützen.

LG Joachim

black-billy2006
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Beitrag von black-billy2006 » 27.06.2006, 08:09

Hallo Joachim,

vielen Dank für deine netten Worte!
Ich denke auch das es sinnvoller ist zu reden.
Ich war gestern bei meiner Ärztin,leider ist sie im Urlaub und ich bin zum Vertretungsarzt.Ehrlich gesagt,bin ich von ihm sehr enttäuscht gewesen,denn ich hatte das Gefühl,das er mit dem Thema alkohol überfodert ist!
Er gab mir einfach nur das Gefühl ein Hoffnungsloser Fall zu sein.Im Augenblick sehe ich alles sehr schwarz und finde nur sehr schwer daraus.Du hast recht,ich brauche mit Sicherheit Psychologische Hilfe.
Ich wandel rum wie eine leere Hülle.Ich bin jetzt erst einmal eine Woche krank geschrieben,einerseits nicht schlecht,andererseits,sitze ich hier jetzt alleine und es nervt mich.Ich weiß nicht was ich mit mir anfangen soll!


LG Billy

Joachim

Beitrag von Joachim » 27.06.2006, 08:34

Hallo Billy,

Du bist ganz sicher kein hoffnungsloser Fall. Rede Dir das bitte nicht ein.
Leider sind manche Ärzte mit diesem Thema tatsächlich überfordert.

Du könntest Dir weitere Hilfe in einer Suchtberatungsstelle holen. Gibt es sicher auch eine in Deiner Nähe. Dort sind Sozialarbeiter, die sich mit dieser Thematik sehr gut auskennen, und mit Dir gemeinsam schauen, welche therapeutischen Massnahmen für Dich in Betracht kommen.

Dort nimmt man Dich auch ernst. Brauchst Du wirklich keine Angst vor haben.

Ja, und wie schon gesagt, wenn Du reden willst, wir sind hier im Forum immer für Dich da. Auch, wenn es momentan für Dich unvorstellbar sein mag, es gibt einen Weg da raus, wenn Du bereit bist etwas dafür zu tun.

Du schaffst das.

LG Joachim

Karsten
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Beitrag von Karsten » 27.06.2006, 08:44

Hallo und Willkommen Billy,

Es gibt keine hoffnungslosen Fälle.
Wenn das so wäre, könntest Du hier heute nicht schreiben.
Mich haben in Berlin fast alle Ärzte aufgegeben. Aus Krankenhäusern bin ich rausgeschmissen worden, nach dem ich eine Nacht auf dem Flur unter Beobachtung verbracht habe.
Das galt meiner Meinung mehr als Alibi für die Ärzte, die mir ja helfen mußten.

Keiner hat an mich geglaubt.
Ich habe es aber auch geschafft, also kannst Du es auch. Jeder, der an sich selbst glaubt, wird wieder nüchtern leben können.

black-billy2006
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Beitrag von black-billy2006 » 27.06.2006, 08:57

Vielen Dank!

Mir gehts voll elend und schlecht ist mir ohne Ende.Mein Magen rebelliert und so bal ich irgend etwas trinke,kommt es gleich wieder raus!

Ich hatte es doch schon mal geschafft und ich habe es mir fest vorgenommen es wieder zu schaffen.
Morgen werde ich wieder in meine Gruppe gehen.
Ich hoffe das es mir morgen besser geht!

Hat einer vielleicht ein Rat,wie ich diese blöde Übelkeit wegbekomme?Ich denke mal das sind Entzugserscheinungen!

Achso,ich wollte mal sagen das ich 39 Jahre alt bin,ich hatte mich nicht richtig vorgestellt!

Getrunken habe ich erst 3 Jahre lang,habe ein Entzug gemacht mit anschließender Ambulanten Therapie.War über 2 Jahre trocken und bin dann leider wieder Rückfällig geworden.Habe dann wieder 2 Jahre getrunken und hatte dieses Jahr wieder ein Entzug gemacht und war 3 Monate trocken,bis das mit meinem Vater passiert ist!Jetzt versuche ich seit gestern nicht zu trinken und mir ist nur noch übel!
Soviel über mich!
Ich finde es echt toll das ich hier und vor allem jetzt reden kann und nicht alleine bin!
Dankeschön!

LG Billy

black-billy2006
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Beitrag von black-billy2006 » 27.06.2006, 10:38

gibt es hier eigentlich ein Chatraum?

Karsten
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Beitrag von Karsten » 27.06.2006, 10:49

Hallo,

ja, den gibt es auch.
Er ist aber nicht moderiert und daher auch nicht immer besetzt.
Bleibende Beiträge, eben im Forum bringen mehr, weil sie von vielen gelesen und beantwortet werden können.
Man kann später, sollte man im Forum bleiben, auch mal nachlesen und seine eigene Entwiclung betrachten.

Der Chat ist oben rechts verlinkt.

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