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Meine Mutti ist Tod

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.
Marienkäfer
neuer Teilnehmer
Beiträge: 6
Registriert: 02.07.2006, 17:31

Danke

Beitrag von Marienkäfer » 04.07.2006, 17:51

...an euch alle, für die tröstlichen Worte. Es tut gut, mir vorzustellen, dass meine Mutti bei mir ist und genau weiß wie lieb ich sie habe und was ich ihr noch alles sagen wollte. Damit kann ich mich - wenn wieder eine hohe Welle im Ozean der Trauer auf mich zukommt - trösten. Vielen Dank euch allen dafür!

Dieses Forum ist wirklich eine sehr gute Sache! Ich bin sehr froh, dass ich es gefunden habe.

Marienkäfer
Katja

chiara
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Beiträge: 318
Registriert: 23.03.2006, 16:17

Beitrag von chiara » 04.07.2006, 17:58

Liebe Katja,
Deine Mutter ist bei Dir.
Wenn die Welle der Trauer auf Dich zukommt wird sie schützend davor stehen. Sie will ja nicht dass ihre Tochter traurig ist.
Von nun an hast Du in ihr eine "schutzengel".
Schön dass Du den Weg zu uns gefunden hast. Ich wünsche Dir Alles Gute
chiara

Marienkäfer
neuer Teilnehmer
Beiträge: 6
Registriert: 02.07.2006, 17:31

...ich weiss wie du fühlst

Beitrag von Marienkäfer » 04.07.2006, 19:54

Liebe Absenderin der privaten Nachricht,

da ich (noch) keine privaten Nachrichten senden darf (lt. Administrator Karsten wird das erst freigeschaltet, wenn man mindestens 10 Beiträge im Forum geschrieben hat), möchte ich dir auf diesem Weg antworten:

danke für deine persönlichen Worte und die vielen Kerzen. Uns scheint eine Menge zu verbinden - auch meine Schwester ist alkoholabhängig und auf dem sicheren Weg, ihren Körper zu ruinieren. Sie lehnt seit etwa einem Jahr jeden Kontakt zu mir ab. Sie hat ein hartes Leben und dieses Leben hat auch sie hart gemacht.

Aber ich möchte mich momentan nicht damit befassen, denn ich kann nichts für sie tun. Sie hat mich in der Vergangenheit schon oft sehr verletzt. Es macht mich sehr traurig, dass sie so schlecht von mir denkt.

Wenn ihr morgen etwas passieren würde, ich weiß nicht, was ich dann empfände. Heute ist es mir ganz klar, sie muss diesen Weg selbst gehen oder einen neuen Weg einschlagen, aber ich weiß nicht, ob ich es dann auch noch so sehen könnte. So war es mit meiner Mutti auch. Ich hatte einfach keine Kraft mehr, mich mit dem Thema "Alkohol" weiter auseinanderzusetzen - nach 30 Jahren unter einem gemeinsamen Dach. Und ich habe dann eine eigene Familie bekommen, die mich brauchte.

Mein Kindheitstrauma versuchte ich dann, als ich selbst Kinder hatte und alles wieder hoch kam und ich so traurig darüber war, dass meine Mutter sich nie sehr für mich interessierte, sich nur wenig um mich kümmerte und nicht die Kraft aufbrachte, mit dem Trinken aufzuhören, bei einer Psychotherapie zu bewältigen, aber ich konnte meiner Mutter einfach nicht verzeihen, dass ich es so schwer hatte. Heute weiß ich: sie konnte nicht anders und hat mir alles gegeben, was sie konnte. Ich hatte ihr - als ich sie im Februar nach langer Zeit wiedersah - sie wirkte plötzlich so zart und zerbrechlich - längst alles verziehen! Nur leider habe ich ihr das nicht gesagt. Aber ich hoffe sehr, sie spürt es jetzt!

Künftig werde ich noch mehr versuchen, die Menschen mit ihren "Schächen" und "Fehlern" in Liebe anzunehmen.

Liebe Grüße
Katja

Marienkäfer
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Beitrag von Marienkäfer » 04.07.2006, 19:59

Liebe Chiara,

vielen Dank für deine Nachricht. Die "Bilder", die du mir in deinen Nachrichten schenkst, helfen mir sehr.

Liebe Grüße
Katja

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