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AA Treffen sinnvoll?

Hier werden wir jede Woche mindestens ein allgemeines Thema eröffnen, wo jeder seine Sichtweise dazu schreiben kann.
bubschi
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AA Treffen sinnvoll?

Beitrag von bubschi » 03.07.2006, 19:53

hallo ihr lieben
ich bin neu hier und habe eine frage an euch.es geht um meinen schwiegervater.er ist mehrmals in der klinik zum entzug gewesen,dass letzte mal war vor 18 monaten.10 tage war er dort.direkt von der klinik aus ist er in ein betreutes wohnheim gekommen.seit dem trinkt er auch nicht mehr.und jetzt zu meiner frage:
ist es wirklich nötig für ihn das er zu den AA´s geht?oder kannman sowas auch von alleine schaffen?mit meinen schwiegereltern kann ich nicht darüber reden.die geben nur kurze knappe antworten so das ich auch nicht weiter nachfragen mag.mein schwiegervater ist still und zurückhaltent und ich habe das gefühl als wenn er schon sein ganzes leben lang mit einem riesigem problem rum läuft.mein mann bekommt auch wenig auskunft.also mein gefühl sagt mir das wenn er nicht das reden lernt er irgendwann wieder rückfällig wird.das problem ist das er in einem dorf wohnt wo es keine AA´s gibt.um in die stadt zu fahren sind die busverbindungen nicht sehr von vorteil.
gibt es vielleicht hilfsvereine die ihn dort hin fahren und wieder zurück?
für eine antwort wäre ich sehr dankbar
gruss bubschi

Wicki
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Beitrag von Wicki » 03.07.2006, 20:08

Hallo Bubschi.

In der Situation, in der sich Dein Schwiegervater befindet, kann der Besuch einer Selbsthilfegruppe ( SHG ) nur gut sein, da er sich dort unter Gleichgesinnten befindet und sich austauschen kann. Vor allem wird dort zugehört und man lässt die Mitglieder ausreden.

Allerdings muß der Wunsch dafür schon von ihm ausgehen. Unter Druck ist selten jemand bei einer SHG geblieben.

Aus welchem Dorf ist dein Schwiegervater? Meine Gruppe ist in Buxtehude und nach Stade habe ich noch Beziehungen. Kann ja mal anfragen, ob in der Nähe ein AA-Freund wohnt, der ihn mitnehmen kann.

Das kannst Du mir natürlich per PN mitteilen, wenn Du´s nicht öffentlich machen willst.

Viele Grüße

Wicki

Karsten
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Beitrag von Karsten » 03.07.2006, 20:13

Hallo und Willkommen bubschi,

das reden bzw. der Gedankenaustausch ist für einen trockenen Alkoholiker sehr wichtig.
Man sieht es auch hier. Wer sich zurückzieht, selten was schreibt, kommt meist erst dann wieder, wenn es zu spät ist und der Rückfall bereits geschehen ist.

Gerade in Zeiten, wo es einen sehr gut, gut geht oder auch schlecht geht ( also immer ), sollte man das Gespräch suchen.
Es muß nicht immer um das Thema Alkohol gehen, aber wenn man sich regelmäßig mit Gleichgesinnten austauscht, merken die Anderen sehr schnell die Veränderungen und können rechtzeitig nachfragen und helfen.

Es gibt außer den AA noch unzählige andere Selbsthilfegruppen. Wie das Wort schon sagt, geht es um Selbsthilfe und somit auch freiwilliges Hingehen.
Ich kenne keine Gruppe, die andere Teilnehmer offiziell abholt. Vielleicht gibt es untereinander Absprachen und Fahrgemeinschaften?

Gruß
Karsten
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Was ist ein Suchthelfer und Erfahrungsaustausch
Zuletzt geändert von Karsten am 07.07.2009, 09:12, insgesamt 2-mal geändert.

bubschi
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vielen dank

Beitrag von bubschi » 03.07.2006, 21:04

vielen dank für eure antworten.
ich würde wicki gerne eine PN schicken doch leider ist mir das noch gesperrt.frage an dich karsten.wie kann ich die PN´s verschicken bzw wie wird das frei geschaltet?
gruss bubschi

Karsten
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Beitrag von Karsten » 03.07.2006, 21:13

Hallo bubschi,

die Möglichkeit der PN besteht für neue Forenteilnehmer nicht.
Du könntest ihr eine E-Mail schicken oder hier im Forum kommunizieren.

Gruß
Karsten
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Gruß
Karsten
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Was ist ein Anerkennung
Zuletzt geändert von Karsten am 17.06.2009, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.

Wicki
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Beitrag von Wicki » 03.07.2006, 21:27

Hallo Bubschi.

email ist aktiviert.

Hallo Karsten.

Ich bin ein "ihm". :wink:

Wicki

Karsten
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Beitrag von Karsten » 03.07.2006, 21:28

Hallo Wicki,

entschuldige. Habe ich übersehen. :oops:

Bodo
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Beitrag von Bodo » 12.07.2006, 21:47

Hallo Bubschi,
eine Selbsthilfegruppe zu besuchen ist absolut notwendig,jeden falls haben mich die AA (Anonymen Alkoholiker) nahezu gerettet. Seit ich dort zum erstenmal war trinke ich nicht mehr und diese fast vier Jahre waren die beste Zeit. Ich wohne im Hamburger Raum und dort gibt es überall zig Gruppen, sei es in Neugraben, Buxtehude, Stade, Harburg. Im Internet sind die Gruppen auch aufgeführt. Es ohne SHG zu schaffen ist eine Illusion, es geht nicht ! jedenfalls zu 95-99% nicht rein statistisch. Ich war Spiegel und Quartalstrinker und habe oftmals 1-3 Monate ganz aufgehört um dann danach noch mehr zu trinken. In einer SHG kommen die Geschichten der Anderen und diese kann man auf sich selbst anwenden und seine Lehren daraus ziehen. Nur entscheidend ist, derjenige der Abhängig ist muß selbst zur SHG wollen, zwingen kann an ihn nicht.

Viele Grüße aus Hamburgs Süden, Bodo

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