Gedanken zur Risikominimierung....

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s.z.
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Gedanken zur Risikominimierung....

Beitrag von s.z. » 24.02.2013, 13:27

Hi Leute!.....

Im Zuge der Fastenzeit verzichte ich auf Zucker und auf Knabberkram (Chips usw.), meine Frau + Tochter machen da nicht mit, die knabbern fröhlich weiter......
Nun ist das für miich eine sehr wertvolle Erfahrung, denn ich habe etwas feststellen können:

Umso öfter ich mich ausbremsen muß, sprich nicht in die Chips Tüte greifen, nicht den Pudding mit futtern, kein Stück von der Schoki abbrechen, das Stück Kuchen ablehnen muß, umso wertvoller, im Sinne von "ach so gern hätte ich jetzt ein Stück" erscheint mir das Zeug, umso größer wird die Lust danach.....

Nun beziehe ich das mal auf meine Alkoholabhängigkeit und stelle mir vor ich hätte mein Leben NICHT nach den Grundbausteinen ausgerichtet, bzw. sie mir nicht in mein Leben integriert und würde nach wie vor mit den alten Kumpels "on tour", würde keine Risikominimierung Leben, sprich eine körperlich größt mögliche Distanz herstellen, so das sich mit der Zeit auch eine geistig, gedanklich größt mögliche Distanz (zum Alkohol) einstellt, moment mal, die Erfahrungen habe ich doch schon durch und bin jedesmal jämmerlich gescheitert.......

Mir zeigt das mal wieder:
Für mich sind die Grundbausteine inkl. Risikominimierung die einzigste Möglichkeit mir ein zufrieden nüchternes Leben zu gestalten......

Grüße Sven. .....

Karsten
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Beitrag von Karsten » 24.02.2013, 13:48

Hallo Sven,

das Thema Risikoverhalten und Risikokominimierung kommt in den eigenen Gedanken oft zu kurz.

Wenn die Gedanken zuuerst nach Ausreden suchen ( habe ich kein Problem mit ) wird das Risiko bewusst in Kauf genommen.

Gruß
Karsten

Bernd G
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Beitrag von Bernd G » 24.02.2013, 14:14

Hallo Sven !

Ich für mich würde das nicht gleichsetzen . Ich meine deinen zeitlich begrenzten Verzicht auf Süsses und deinen entschluss ein abstinentes leben zu leben.

Deine Frau und tochter konsumieren die Knabbersachen weiter , was wäre wenn sie statt dessen trinken würden?
Dann wären die Grundbausteine ausser Kraft gesezt. Angefangen von dem Wunsch zeitlich begrenzt auf etwas zu verzichten und deine alkeholfreie Zone aufzulösen.
Sucht ist eben eine Krankheit , Fasten nicht.
Ich verstehe aber dennoch deine Gedanken zur Risikominnimirung, nur den Vergleich mit dem Fasten nicht wirklich.

Mir geht es gerade nicht gut , deshalb werde ich in meiner alkoholfreien Zone bleiben. Mein Risikominimierung.

Schönen Sonntag wünscht Bernd G

s.z.
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Beitrag von s.z. » 24.02.2013, 18:44

Hi Bernd!.....

Gleichsetzen, nicht wirklich, mir geht's rein um den Verzicht.....
Würde meine Frau trinken wären die Grundbausteine nicht außer Kraft gesetzt, sondern unsere Ehe nicht möglich, oder ich wieder am saufen....

Grüße Sven. ...

Ach so, gute Besserung. ....

NNGNeo
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Beitrag von NNGNeo » 24.02.2013, 23:42

hallo

also ich minimiere das risiko so weit wie möglich und halte mich an die grundbausteine. so einfach ist das.

fasten tu ich sowieso nicht muss jeder für sich selbst wissen.

schönen abend noch
NNGNeo

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