Lebendigkeit

Wie ist das Leben nach dem Alkohol ohne Alkohol? Erfahrungsberichte und Lebensgeschichten von schon länger trockenen Alkoholikern im Alkoholforum
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Slowly
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Beitrag von Slowly » 19.06.2015, 08:09

Hallo Ilo,

ich habe gelesen, dass du nie wieder in eine Klinik gehen willst.

Von den Leuten die ich kenne, die in einer Klinik waren, brauchten alle einige Zeit, um sich dort wohler zu fühlen.

Es ist wichtig das Personal etwas näher kennen zu lernen, oft sind Schroffheiten gar nicht böse gemeint, sondern entspringen einfach des Naturells der betreuenden Person oder den kräftezehrenden Umständen dort und erst in einer anderen Situation sieht man dann, dass in dieser Person durchaus noch ganz andere Seiten stecken.

Auch der Anschluss an die Mitpatienten kann nicht von heute auf morgen vonstatten gehen und trägt maßgeblich zum Wohlgefühl bei.

Nichtsdestotrotz glaube ich dir gerne, dass der Ton für dich zu rauh war und du nicht das bekommen hast, was du brauchst.

Hast du dir schon einmal Gedanken darüber gemacht in eine antroposophische Klinik zu gehen ?

Meine Kinder habe ich in einem antroposophischen Krankenhaus entbunden und es war wirklich wunderbar.

Die Atmosphäre, die Freundlichkeit und die Qualität der Fürsorge waren herzerwärmend und erste Sahne.

Vielleicht wäre das auch etwas für dich.

Liebe Grüße

Slowly

Mäuki
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Beitrag von Mäuki » 21.06.2015, 14:46

Hallo Viola,Elly,Slowly und alle die hier lesen,
erstmal eine positive Nachricht.Ich habe einen Therapeuten gefunden.Und dann auch noch an dem Ort ,wo ich demnächst wohnen werde.Im Juli habe ich mein Erstgespräch.Ich bin da sehr froh drüber.
Ich glaube nicht Elly das ich zu schnell das Handtuch geworfen habe.Ich denke eher zu spät.Ich hätte auf mein Bauchgefühl hören müssen und den zweiten Aufenthalt gar nicht erst antreten sollen. Es ist halt nicht jedermanns Sache dort.Vor mir sind noch vier weitere Frauen gegangen,wie ich im nachhinein erfahren habe.
Ich will in keine Klinik mehr,der Entschluß steht fest.Ich werde mein Zuhause ,mein erstes in dem ich mich wirklich wohl fühle ,nicht wieder verlassen.Deswegen Slowly kommt das für mich wohl nicht in Frage.
Ich entwickel dadurch extreme Ängste,fühle mich noch schlechter.
Ich fing an mich dort anzupassen,immer auf der Hut,bloß nichts verkehrt zu machen..........das brauch ich nicht.
Ich habe schon Regeln Viola.........
auch moralisch hohe und manchmal auch irrsinnige. Da muß ich noch dran arbeiten. Ich habe Strukturen für mich entwickelt........haushaltsmäßig...........
Ich bin immer noch erschöpft ,wenn ich zu lange etwas tue.Ich teils mir ein.
Trotzdem bin ich wohl eher flexibel,kann spontan sein,kann Dinge schnell umwerfen,wenn es sein muß.
Und manchmal bin ich auch erstarrt wenn etwas meinen Rhytmus durcheinander bringt.
Ich bin nicht immer gleich.Aber es ist immer meins.
Ich mag keine aufgedrückten Regeln,und schon mal gar keine die mich an meine Kindheit erinnern.
Ich will frei sein.Ich will spontan sein und auch sturr sein.Wie es eben gerade ist.
Der Umzug wird anstrengend werden für mich..glaube ich.
Mein Zuhause zieht aber mit.Und das ist in erster Linie mein Mann und dann meine Dinge die ich schön finde.Die Umgebung ist fremd,aber selbst hier wo ich jetzt wohne ist mir oft noch überall alles fremd.

Ich habe immer noch Ängste,Erschöpfungszustände.Ich weiß aber auch das ich im Grunde nur allein rauskomme.Mein anderes großes Problem ist immer noch ,das ich mich sehr oft nicht mag. Ich male immer noch und dies sehr gerne.Das ist oft eine große Kraftquelle für mich.
Viola,Elly und Slowly ich danke euch das ihr mir geschrieben habt.Ich hoffe bei euch ist alles gut soweit.
Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag (den Rest davon :) )
LG an alle
Mäuki / Ilo

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 22.06.2015, 08:32

glück auf ilo
Mäuki hat geschrieben: Ich habe einen Therapeuten gefunden.Und dann auch noch an dem Ort ,wo ich demnächst wohnen werde.Im Juli habe ich mein Erstgespräch.Ich bin da sehr froh drüber.
is doch toll.

- kraftpäckl -


schöne zeit

:D
matthias

Mäuki
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Beitrag von Mäuki » 24.06.2015, 19:29

Hallo Matthias,
da hast du dir ja den positivsten Satz herrausgesucht. :)
Aber ist ja auch gut so.......die Tatsache das ich dahin gehe beruhigt mich.
Obwohl ich im Inneren weiß........ich kanns eigentlich nur allein schaffen,
wenn ich es denn schaffe.
Meine teilweise komischen Gedankengänge versteht sowieso niemand.

Danke für das Kraftpäckl :)

LG Ilo

silberkralle
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Beitrag von silberkralle » 25.06.2015, 08:37

glück auf ilo
Mäuki hat geschrieben: da hast du dir ja den positivsten Satz herrausgesucht. :)
ja - das fällt mir ganz leicht - ich hab gelernt mich auf die guten und schönen dinge und sachverhalte zu konzentriern - vieleicht is das mein "erfolgsrezept"?

umärmelung und daumen gedrückt

schöne zeit

:D
matthias

Mäuki
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Beitrag von Mäuki » 30.06.2015, 20:06

Ja Matthias,
is was wahres dran an deinen Worten.
Mein Kopf versteht das aber nicht immer.
Vielen Dank,
LG Ilo :)

Mäuki
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Beitrag von Mäuki » 11.07.2015, 18:29

Hallo,ich war Donnerstag zum Erstgespräch bei einem Therapeuten. So war er ganz nett,aber einmal ,oder zweimal war ich richtig sauer.Ich erzählte ihm das ich so wütend bin auf die Ärzte/Therapeuten von früher,weil sie mir meiner Meinung nach mich nicht richtig unterstützt haben,in Anbetracht der taten.Keiner sagte jemals was von Traumatherapie .......oder vielleicht Anzeige(da lebte mein Vater ja noch ).Und was sagte er?Er sagte aber sie haben ja auch nichts gemacht..........Ich sagte ja ich konnte auch nicht,mir gings schlecht,ich konnte damals die Dinge noch nicht so zuordnen. Aber sie haben doch sonst alles geschafft sagte er...........................AAAAAHHHH,ich könnte jetzt noch schreien.Irgendwann fragte er ob meine Kinder sich Sorgen machen wegen mir.Ich weiß es nicht. Ob wir nicht reden könnten? NATÜRLICH können wir reden,ich will ihnen aber nicht immer mein Leid vor die Füße werfen. Ich erzählte von den vielen Dingen in meinem Leben ,die mir passiert sind.Alles habe ich aus Zeitgründen nicht geschafft. Er meint er weiß nicht ob das ambulant zu schaffen ist. Als ich ihm erzählte das ich nicht mehr so viel machen kann,aufgrund schneller Erschöpfung.........redete er schon von ambulanter Wohngruppe.Meinte dann wäre es ja schwierig,den Haushalt,Einkauf usw. zu schaffen...................ich glaube er sah mich schon verwahrlost zu Hause sitzen.SON QUATSCH.Ich schaffe das,ich kanns mir ja einteilen so wie ich kann.Und ich bin ja krankgeschrieben,da hab ich ja mehr Zeit. Nun ja zum Schluß sagte er,das das zu kompakt wäre für ihn........zuviele Probleme.Er glaubt nicht das er es leisten kann.Hat mir jemand anderes empfohlen,den ich jetzt anschreiben werde.Und falls derjenige sich nicht meldet muß ich da Do. anrufen,da ist telefonische Sprechstunde. Am Freitag war ich bei meinem Neurologen.Er war über den Klinikaufenthalt nicht begeistert.Meint er könne meine Beweggründe verstehen aber er findet es nicht sinnvoll für mich.Er meint mein Problem wäre zu schnell zu handeln,ich würde hineininterpretieren das ich den Leuten da egal bin.Er entschuldigt das unvorbereitete seitens des Personal,bezüglich meiner Person ,damit das sie so viel zu tun haben.Ich wäre nicht die einzige. NA UND ? Es geht um mich,ich hab ein Recht darauf kompetent behandelt zu werden und auch darauf das die Ärzte wenn sie mit mir sprechen vorbereitet sind auf mich.Ich finde er hat unrecht. Ich fühle mich unverstanden. In meinem Kopf arbeitet es,ich bereite mich darauf vor es allein zu schaffen.Ich werde nicht viel Unterstützung bekommen.Fast hab ich schon auch kein Bock mehr drauf.Wenn ich einen Therapeuten finde,der mich ein wenig unterstützt,ist es gut und wenn nicht,dann eben nicht. Theoretisch weiß ich viel,es gilt es umzusetzen.Umpolung des Kopfes.Und in allererster Linie mich so anzunehmen wie ich bin. Ich wollte auch nochmal fragen,ob jemand eine Meinung dazu hat ,ob ich meiner Mutter mal haargenau schreibe wie es mir eigentlich geht? Das wars erstmal,LG ILo

atze-5
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Beitrag von atze-5 » 11.11.2015, 21:54

Hi Mäuki,
habe gerade deine Lebensgeschichte gelesen.Ist ja mehr als was ein Mensch
aushalten kann.Ich wünsch Dir viel Kraft in deiner Situation und schreib einfach mal wieder.
Atze

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