Laufen & Co

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Lindi
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Laufen & Co

Beitrag von Lindi » 17.07.2013, 11:03

So.
Hier nun also die Plattform, fuer alle mit neu-erwachtem Koerperbewusstsein, Fitness-wahn, Torschluss-Panik (*oweh*, das ging frueher, also vor gefuehlten 25 Jahren aber auch leichter).... 8)

Neben vielleicht der ein-oder Anderen Sach-Info, schwebt mir ein Austausch mit gegenseitiger Motivation, Beispiel nehmen wenns grad einen Haenger gibt .....sich ueber Fortschritte freuen, etc. vor.

Ich mach mal den Anfang.

Vor einem Jahr ungefaehr habe ich nach jahrelanger Sport-Abstinenz mit Walken angefangen. Von 4 km steigerte ich mich auf 7,5 km in 1 h 20 min.
An den Zeiten konnt ich dann nichts mehr "drehen" da war irgendwie die Obergrenze erreicht. Hoechstens laengere Strecken waeren gegangen.

Also habe ich nun seit ca. 3 Wochen das Joggen mit dazu genommen. Zu Beginn war ich sehr entteauscht, wie wenig das vorausgegangene Walken dafuer "gebracht" hatte. Vor Allem Kreislauftechnisch.

Nun geht es langsam etwas besser. Aktueller Stand sind 4 km in 32 Minuten.......immer noch ist es eine Kombination aus Joggen/Walken......aber die Walking-Einlagen werden zunehmend kuerzer :P .

Ueberrascht bin ich, wie "unterschiedlich" Beides wirkt.....beim Walken meldet sich der Muskelkater eher in Waden/Po, beim Joggen ist es erstaunlicherweise der Ruecken und der Bauch! Versteh einer, wer will.....

Insofern werde ich wohl auch in Zukunft Beides parallel betreiben. Abwechselnd, ein Tag so, ein Tag so.

Nahziel ist es aber zuerst einmal, die 4 km durchzulaufen ....mal sehen. Noch fuehlt es sich nicht so an!

Wer laeuft mit? Im Rudel machts doch einfach mehr Spass ....

Lindi (genannt "El rayo de la Dehesa")

Correns
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Beitrag von Correns » 18.07.2013, 04:28

Guten Morgen Lindi,

danke für das Aufmachen dieses Threads.

Meine "Laufkarriere" begann 1980 während meines Studiums.
Mir fiel damals das tolle Buch von Fixx
"Das komplette Buch vom Laufen" in die Hände.
Dabei ist der Laufvirus wohl auf mich übergesprungen ;-)

Die ersten 18 Jahre lief ich stets allein.
Dann habe ich mich zum ersten Mal
zu einem Halbmarathon angemeldet.
Etwa 2000 Leute waren vor mir im Ziel.
Genau 20 Leute danach.
Auf den letzten 5 km habe ich keine Leute vor
und auch keine Leute hinter mir mehr gesehen.

So ist es auch heute noch.
Ich komme, wenn ich richtig gut trainiert habe
im letzten Viertel an.
Ansonsten wird es meist das letzte Zehntel.
Geschwindigkeit war noch nie mein Thema.

Das Laufen "brauche" ich für mich.
Draußen ist es noch dunkel.
Dennoch bin ich in 10 Minuten wieder unterwegs.
Heute stehen 10 km auf dem Programm.
Mir geht es laufend besser.

Viele Grüße
Correns

Nys
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Beitrag von Nys » 18.07.2013, 10:34

Hallo Lindi, Hallo Correns

habe mir gestern erstmal Laufschuhe gekauft. Nicht wahnsinnig teuer -aber besser als die 14 Jahre alten Turnschuhe sind sie mit Sicherheit.

Gibt es Tips zum passenden Schuh?
Ich habe jetzt Skechers Go Run
- allerdings heut noch nicht ausprobiert -

Mein Muskeltkater in den Oberschenkeln läßt mich kaum die Treppe runter kommen! War die halbe Magnesiumtablette gestern doch zu wenig....

Die Erfahrung vom Wandern und Ski-Fahren: Gegen Muskelkater hilft nur das selbe tun, was zum Muskelkater geführt hat!

Werd heut aber wegen dem (weiblichen) mtl.
Hygiene-Artikel-Bedarf auf's Laufen verzichten. Da leide ich die ersten zwei Tage so schon genug.

Eine andere Sache ist noch der Muskelaufbau.
Leider gehöre ich zu den Menschen, die unglaublich schnell Muskulatur aufbauen (auch gleich richtig viel davon) aber leider habe ich keine flache Muskulatur, sondern das kommt alles sofort mit richtig Wölbung.
Da hab ich jetzt schon das Grausen, wenn ich
spür, daß ich an der Oberseite der Oberschenkel Muskelkater hab! (Dann weiß ich wo es demnächst runder wird). Unser Reitlehrer hat immer geschimpft, daß diese Muskulatur konträr zur Reitermuskulatur arbeitet und wir lieber schwimmen sollen. Weil alles andere die Oberschenkel und Waden rund werden läßt. (Reiterbeine sollen flach ans Pferd).

Trotzdem möcht ich jetzt einfach laufen. Weil ne komplizierte Zeit auf mich wartet und ich den seelischen Ausgleich brauche. Im Gegensatz zum Reiten ist das Laufen halt so herrlich unkompliziert und schnell mal zwischendrin mit eingebaut.

LG Nys

Lindi
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Beitrag von Lindi » 18.07.2013, 12:06

Hallo Correns, hallo Nys,

@Correns: Deine Schilderung vom Marathon in Hamburg habe ich mit Vergnuegen gelesen und gequitscht vor Lachen! "Guck mal, das sind die, die nicht rechtzeitig am Start waren, heut morgen".....ich haett mich weg schmeissen koennen!
Ueber unsere Anfaenger-Muehsal kannst Du vermutlich nun ebenso grinsen.....vielleicht findet sich ja noch Carpenter hier ein, damit Du ein bisschen anspruchsvollere Gesellschaft bekommst!

Das "chillen" ist mir beim Laufen im Augenblick sekundaer. So viel Stress hab ich im Augenblick nicht. Mir geht es eher darum, ueberhaupt "was zu machen", Ziele setzen (und vielleicht erreichen), auch mal gegen mich selbst ankaempfen .....und nachher stolz sein.

@ Nys: ja, das kenne ich, das mit der Muskulatur ..... ich bekomme sofort immer Beine, die aussehen, wie die von den Eisschnell-Laeuferinnen. Nicht wirklich das, was man so will als Frau.
Ich weiss nicht, ob es "dagegen" ein Mittel gibt. Wenn ueberhaupt denke ich mir, dass lange, maessige Belastung eher die "schlanke" Muskulatur foerdert, im Gegensatz zu den "Knubbelpruegeln", die ich so vom Skilaufen (lang ists her) oder anderen intensiv-Belastungen bekomme (also bekam, besser).
------

Ja, das "unkomplizierte" ist es, was ich auch sehr schaetze. Nirgends hinfahren muessen (in ein Studio oder so), keine festen Termine (wie bei Gruppen-Aktivitaeten, z.B.) Schuhe an, und los .......das gefaellt mir.

Ich bin gerade dabei, meine kleine Runde zu "festigen". Gestern wieder 32 Min. auf 4 km, obwohl ich wirklich den "Rest" gegeben habe. Diese 2 Minuten hinter den 30 aergern mich gerade ungemein. Sind aber bisher nicht zu bezwingen, egal, was ich mache.
Egal, was ich gerade anstrebe, ist diese Standard-Runde nun erst mal so zu lassen, bis sie sich ein wenig "leichter" anfuehlt. Dann kann ich was dazu packen :wink:
Noch letztes Jahr bei meinen Walking-Experimenten haette ich mich auf der Gleichen Strecke am liebsten Ruecklings ins Gras fallen lassen. Nun laufe ich da vorbei, grinse innerlich und denke, na, hat sich doch schon was getan, im Vergleich.
Bin gespannt .......
Lindi

Carpenter
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Beitrag von Carpenter » 18.07.2013, 20:35

Aha,

also hier trifft sich neuerdings das laufende Volk :-)

Laufen ist grundsätzlich völlig unkompliziert...es sei denn, man hat sich vorgenommen, es manchmal zu verkomplizieren...wie ich z.B. :-)
Ohne meinen Garmin geh ich schon lange nicht mehr aus dem Haus...jede neue Strecke wird nach Höhenmetern analysiert, der Puls wird kontrolliert, Zeiten verglichen...dafür nutze ich ein entsprechendes Trainingsprogramm.
Ordentliche Zeiten sind mir immer noch wichtig...aber bei weitem nicht mehr so wichtig wie noch vor drei Jahren, als ich mit dem Laufen richtig angefangen habe...damals aus Jux bei nem 5 Kilometer-Wettkampf hier in der Gegend.
Ich hasse stupides Rundenlaufen...und ich kann mich auch nicht so recht für Intervalltraining begeistern...entweder ich laufe langsamer und dafür dann länger oder ich laufe schnell und dann kürzer.
Ich bin mal mit einem fast 70 jährigen, langjährigen Läufer nen 19 km Kurs gelaufen...er hatte ungefähr mein Tempo und ich hab mich an ihn rangehängt...ich mit Pulsmesser und Navi, er mit ner einfachen Uhr aus dem [b]edit - bitte keine Firmennamen, danke - eidt[/b]. Er ist exakt jeden Kilometer in der gleichen Zeit gelaufen...bis auf drei, vier Sekunden...ob bergauf oder bergab...immer dieselbe Zeit...das hat mich komplett fasziniert...dieses Körper- und Zeitgefühl.
Nur um das klarzustellen:

Der 70 jährige Läufer hatte ein wirklich vernünftiges Tempo drauf :-)

Zum Thema Laufschuhe:

Tja, Frauen und Schuhe *abtauch* :-)

Nee, gute Schuhe sind schon wichtig...nicht zu verwechseln mit teuer...für Anfänger würde ich einen Neutralschuh mit ausreichender Stabilisation empfehlen...ob nun Über- oder Unterpronierer, im ordentlichen Fachgeschäft kann man sich die Füße scannen und den Laufstil analysieren lassen. Das halte ich für ne vernünftige Sache.
Ich bin eigentlich ein ziemliches Lästermaul, was Nordic Walking angeht...nicht wegen dem Sport selber, sondern weil viele Menschen denken, es reicht, wenn sie beim Spazierengehen die Stöcke hinterherschleifen. Aber als Einstieg ist NW sicher nicht verkehrt...
Ein gesunder Muskelkater ist normal, aber man sollte sich grad am Anfang nicht zu sehr überanstrengen. . Daß ich das sage, hat nen guten Grund...ich höre nämlich so gut wie nie auf meinen eigenen Tipp - und muß dann büßen :-)
Mit Wechselduschen nach dem Laufen hab ich da gute Erfahrungen gemacht...die helfen tatsächlich gegen schwere Beine.

Lindi hat übrigens recht...wer spät abends noch läuft, kann durchaus Probleme mit dem Einschlafen haben...aber auch das dürfte sich irgendwann einpendeln.
Es gibt nix schöneres, als ganz zu früh oder ganz spät nachts zu laufen, am Besten noch, wenn es dunkel ist. Es ist dann so schön ruhig und es ist ein gutes Gefühl, zu wissen, daß man grade am Laufen ist, während die meisten Menschen in ihrem Bett liegen.

Zur allgemeinen Erheiterung würde ich gerne nochmal den Herren mit dem griechischen Nachnamen als Laufkolumnist empfehlen...

So, dann mal viel Spaß beim Laufen.

LG Andreas

garcia
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Beitrag von garcia » 18.07.2013, 23:18

Mit dem Laufen kämpfe ich - d.h. eigentlich mit meinem inneren Schweinehund. Es hat eine Menge Ähnlichkeiten mit der Meditation bloß da habe ich es geschafft (das ist auch nix was auf Anhieb sich guuuut anfühlt im Gegenteil)...

Bei beidem gilt: wenn ich erstmal dabei bin bin ich froh angefangen zu haben. Vorher fluche ich übelst. Wenn ich diese bittre erste Zeit aber überstanden habe (also mich ab und an auch mal gegen jedes Gefühl nur "gezwungen" habe), dann entwickelt sich nach und nach auch eine gewisse Lust es zu tun. Und die wird mehr.

Beim Sitzen ist es mitterweile so. Beim Laufen fehlt noch die letzte Kosequenz. Aberich bin sicher daß ist eine Sache der Sturheit...

Auf einmal ist es wichtig...

Arbeit bringt mehr zurück als man reinsteckt. Wenn man Geduld hat...

LG Frank

Linde66
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Beitrag von Linde66 » 18.07.2013, 23:21

Hallo Andreas,

ich hatte mal eine Phase, da bin ich nur nachts gelaufen und die schönsten Läufe waren die bei Schnee und Mondschein. :D Damit ich nicht auf die Nase falle, bin ich mit Spikes gelaufen. Unterm Schnee hatte es vereiste Wasserpfützen, daher die Spikes.

Viele Grüße, Linde

Nys
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Beitrag von Nys » 19.07.2013, 09:01

Hallo Frank

ich versuch meinen inneren Schweinehund zu clickern
(hat Lindi so genannt - und gefällt mir richtig gut)

Du kennst clicker-Training?

Also mein Schweinehündchen bekommt beim Laufen ab und zu Leckerli ---- sprich eine Geh-Pause, beim Erreichen eines bestimmten gesteckten (nicht zu hoch gesteckten Ziels) z.B. ein Pfosten im Weinberg bis zu dem ich hochjogge. Erreiche ich den Pfosten, gibts zur Belohnung Geh-Pause auch wenn noch genügend Kraft bis zum nächsten Pfosten da wäre.

Genauso achte ich darauf, daß ich nur dann laufe, wenn es keine Tierquälerei ist. Sprich nicht laufen,, wenn es bereits viel zu warm draußen ist und im Winter wird es für mich auch richtig schwierig werden, weil ich mit den Bronchien schon immer Probleme hatte, wenn die Luft zu kalt ist. Bis dahin muß ich so gut die Atmung trainiert haben, daß ich nicht "tief durchziehen" muß beim Laufen.

Ich bin nicht ganz so ehrgeizig wie Lindi :oops: obwohl ich sie für ihre Zielsetzungen beneide :oops: Aber mein innerer Schweinehund stellt sich sonst quer. Ich muß grad noch so viel andere Disziplin aufbringen, daß er ruhig nach Gusto laufen darf - so lange er läuft und nicht nur im Körbchen liegt. Ich bin auch bei der Arbeit so, daß ich mal nen riesen Berg in Höchstgeschwindigkeit erledig und in der anderen Woche rumtrödle. Das ist meine Balance. Die wird es auch beim Laufen werden. Selbst wenn ich jetzt (fast) tgl. laufen werde. Da wird die Leistung unglaublich schwanken - aber das motiviert mein Schweinehündchen, der weiß, daß er trotz Klapps auf den Bobbes mitdarf und akzeptiert ist. :D

LG Nys

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