Kinderprodukte mit Alkohol

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Carpenter
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Beitrag von Carpenter » 19.04.2014, 07:13

Moin NNGNeo,

ich habe Deine Sichtweise zur Kenntnis genommen und akzeptiere Deine Meinung, auch wenn ich sie nicht teile. Ich werde mir jetzt hier nicht die Mühe machen und Dir erklären, daß es zwei unterschiedliche Arten gibt, dem Bier den Alkohol zu entziehen und daß es eben schon einen Unterschied zwischen alkoholfreiem Bier und einem 0,0 % Bier gibt. Deine Sichtweise wird sich dadurch kaum verändern und insgesamt wird inzwischen der Thematik "alkoholfreies Bier" hier auch zu viel Platz eingeräumt (woran ich vermutlich nicht ganz unschuldig bin)...ein Platz, den es in meinem Leben gar nicht hat. Es ist ein Randaspekt, den ich nur erwähnt habe, weil ich seit meiner Abstinenz im Dezember 2012 generell mit offenen Karten spiele und nix verheimliche...auch hier nicht.

Etwas anmaßend finde ich dagegen die Tatsache, daß Du hier im virtuellen Raum über meinen Kumpel urteilen willst, der sich seit über 10 Jahren einer zufriedenen Trockenheit erfreut. Egal, wie Du das definierst, er ist seit über 10 Jahren zufriedener, trockener Alkoholiker, von dem ich mir so einiges abgucken durfte. Ich weiß jetzt nicht genau, wie lange Du schon trocken bist, aber ein Jahrzehnt Trockenheit nötigt mir persönlich schon einen gewissen Respekt ab. Da ändern auch irgendwelche persönlichen Definitionen nix dran.

Schönen Gruß und schöne Zeit

Andreas

juergenbausf
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Beitrag von juergenbausf » 19.04.2014, 11:35

Moin,

die leider übliche sinnlose Diskussion über die Abstinenz anderer.
Das ist der Grund, warum ich nichts von Begriffen wie "trocken", "nüchtern", "nasse Birne", "Trinkpause", "Trockenrausch", "gedanklicher Rückfall", etc. halte -
es sei denn der Betroffene verwendet sie selbst, um etwas zu beschreiben.
Dann lasse ich mir auf deutsch erklären, was er wirklich meint.

Den "Vogel" schoss jemand ab, der mir in einem minutenlangen Vortrag erklärte, wie er nach seiner Alkoholabstinenz Jahre später zunächst auf Cannabis verzichtete und dann irgendwann auf Zigaretten.
Da war er dann endlich "nüchtern" geworden - in seinen Augen die Steigerung von "trocken" - , worauf ich entgegnete - ok dann war ich ja vom 1. Tag an "nüchtern" - alles klar.

Mir ging es bei meinem Beitrag nicht um den Alkoholgehalt der eingenommen Dinge, sondern um das "Füttern des Suchtgedächtnisse" aufgrund ähnlichen Verhaltens.
Ich sehe jedenfalls keinen Sinn darin, mich mit alkoholfreiem Sekt, Bier, Wein o.ä. für irgendetwas "zu belohnen".
"Orale Belohnung" durch Einnahme von Flüssigkeiten praktiziere ich gar nicht mehr.

Gruß Jürgen

juergenbausf
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Beitrag von juergenbausf » 19.04.2014, 11:40

P.S.:
"Orale Belohnung" durch Einnahme von Flüssigkeiten praktiziere ich gar nicht mehr.
falscher Fehler, dafür trinke ich noch zuviel Kaffee ...
Selbst ertappt.

Gruß Jürgen

Skyline

Beitrag von Skyline » 19.04.2014, 11:47

Hallo Jürgen,

empfindest du wirklich das Kaffeetrinken als eine orale Belohnung ?

Ich trinke zum Beispiel schon immer gern eine Tasse Kaffee zum Frühstück und auch mal eine Tasse am Nachmittag.
Für mich persönlich ist das eine Vorliebe, andere trinken halt gerne Tee.


Gruß Olli

juergenbausf
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Beitrag von juergenbausf » 19.04.2014, 11:55

Hallo Olli,

ja - ist bei mir so, es werden schon mal 5-6 an einem Tag.
Ich gönne mir des öfteren einen Milchkaffee (zuviel) und zwar nicht, weil ich Durst hätte.
Mit 15-20kg Übergewicht kann ich das Prinzip der "oralen Belohnung" auch nur schwer leugnen ... ich esse häufiger aus Appetit denn aus Hunger.
Es wird aber besser, da ich bewusster esse.

Gruß Jürgen

Skyline

Beitrag von Skyline » 19.04.2014, 12:20

Hallo Jürgen,

ich akzeptiere es natürlich wenn du für dich sagst es ist zu viel und es vielleicht auch ändern möchtest.

Wie gesagt ich persönlich halte es für eine Vorliebe und wenn du zum Frühstück 3 Tassen Kaffee trinkst und am Nachmittag noch mal 2 Tassen würde ich es nicht für grenzwertig halten. Aber das ist ja wie immer nur meine Sichtweise.
Ich gehe jetzt dabei natürlich davon aus, dass deine Kaffeetasse nicht 500ml fässt :D

Ich habe ja auch Übergewicht aber bei mir liegt es an der Bewegungseinschränkung, da habe ich mit der Zeit auch immer mehr auf die Rippen bekommen :roll:

Ich möchte dir jetzt auch keinen Knopf an die Backe quatschen aber ich persönlich möchte auch nicht immer alles gleich direkt mit meiner Alkoholabhängigkeit in Verbindung bringen.
Manchmal trinkt oder isst man eben ein bisschen mehr, weil es eben schmeckt und man es gerne verdrückt aber das machen andere Menschen doch auch.
Natürlich könnte ich zum Frühstück einen schönen und gesunden Tomatensaft trinken aber schmeckt mir dann mein Frühstück noch ? :D

Wir sind und bleiben halt Menschen mit Stärken und Schwächen, das macht uns Menschen doch auch aus finde ich :)



Gruß Olli

juergenbausf
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Beitrag von juergenbausf » 19.04.2014, 17:10

Hallo Oli,

ich wollte da gar keinen Zusammenhang zur Alkoholabhängigkeit herstellen.
Bestenfalls weil meine "Chipstütenleeresssucht" - die ich schon immer habe - auch unter "selbstschädigendes Verhalten" fällt und ich solche Verhaltensweisen ablegen möchte.
Die Sache mit dem Kaffee ist deswegen "kritischer", weil ich unter ständigem Brustdruck leide ( "Somatisierungsstörung" sagen die Ärzte ) und Kaffee das eher noch verstärken kann bei mir.
Das kannst Du aber natürlich nicht wissen.

Im übrigen habe ich vor einigen Wochen beschlossen, mich nicht schlechter als meinen Hund zu behandeln und seitdem läuft einiges (noch) besser. Habe bereits 5 kg abgenommen seitdem.
Dem schenke ich ja auch keinen Rum in seinen Napf ein, stecke ihm keine Kippen oder Joints ins Maul, hau ihm nicht 1 kg Mett am Tag in den Napf und gönne ihm viel Bewegung, Entspannung und frische Luft.

Gruß Jürgen

Skyline

Beitrag von Skyline » 19.04.2014, 17:48

Hallo Jürgen,

stimmt das wusste ich nicht und ich musste auch erst mal Tante Google bemühen was eine Somatisierungsstörung ist, das kenne ich nicht.

Nur mal so aus reiner Neugier, hast du mal den Kaffee ganz weggelassen um zu sehen wie sich das auswirkt ?

Bei dem Hund gebe ich dir vollkommen recht, das machen wir mit dem Wuffi auch nicht. Wenn es nach ihm ginge könnte ich ihm aber schon das Mett geben :D

Ich will dich nicht nerven aber darf ich dich aus persönlicher Neugier noch fragen wo du bei "selbstschädiges Verhalten" die Grenze ziehst ?
Ich habe jetzt nur einen Moment darüber nachgedacht aber wenn ich intensiver darüber nachdenke würde stelle ich mir das recht schwierig vor weil die Grenzen doch oftmals fließend sind.


Gruß Olli

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