Diesmal wird es klappen

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 24.11.2017, 23:13

Oh 2 Monate hier nichts gepostet. Und mein thread steht immer noch auf der ersten Seite und nicht mal unten. Komisch.

Mir geht es gut. Meine Krankheit habe ich im Griff, bin jedoch stets vorsichtig.

Einzig mein malades Fußgelenk nervt ab und an. Aber ich will nicht klagen. Im neuen Jahr, das ja nicht mehr weit weg ist, werde ich mal eine vorgeschlagene weitere Behandlungsmöglichkeit in Angriff nehmen.

Achtung: Vorweihnachtszeit: Da lauern gleich mehrere Gefahrenherde:

1.) Weihnachtsmarkt. Für frisch Abstinente sicherlich der falsche Ort.

2.) Weihnachtsfeier. Für frisch Abstinente ebenfalls der falsche Ort.

3.) Das Gläschen Sekt auf der Arbeit am letzten Arbeitstag vor Weihnachten/Silvester.

Und die Liste kann gerne fortgesetzt werden.

Bleibt schön trocken und übt euch in Demut vor der Krankheit.

Gruß Carl Friedrich

Sunshine_33
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Beitrag von Sunshine_33 » 25.11.2017, 16:13

Hallo Carl Friedrich,

wie schön, mal wieder von Dir zu lesen.
Und ich freue mich wie immer sehr, das Du so gut auf Deinem trockenen Weg unterwegs bist ! :wink:

Vielen Dank auch nochmals für die Hinweise bezüglich der Weihnachtszeit.
Das kann ja wirklich für noch nicht stabil abstinent lebende Menschen eine schwierige und gefahrvolle Zeit sein.
Ich persönlich gehe immer noch nicht gern auf Weihnachtsmärkte (selbst nach so langer Trockenheit nicht)
weil ich den Glühweingeruch nicht ertragen kann, mir wird speiübel davon.
Aber mich zog selbst zu Saufzeiten nichts wirklich dahin... von daher vermisse ich auch die Märkte nicht.
Auch wenn es welche ohne Alkausschank gäbe, würde mich da wohl nur wenig hinziehen.
Einzig mein malades Fußgelenk nervt ab und an. Aber ich will nicht klagen.
Im neuen Jahr, das ja nicht mehr weit weg ist, werde ich mal eine vorgeschlagene weitere Behandlungsmöglichkeit in Angriff nehmen.
Naja... jünger werden wir alle nicht und die Zipperlein nehmen zu.
Davor ist ja keiner gefeit.
Schau mal, was Du noch machen bzw. ausprobieren kannst bezüglich des Fußgelenkes.
Trocken leben heißt ja nicht, nun völlig sorgenfrei zu leben in einem Körper eines 25 jährigen :wink:
Zumindest nicht, wenn man nicht gerade 25 ist :lol:
Trotzdem lebt es sich selbst mit Zipperlein ohne Sauferei besser.
Stell Dir vor, Du würdest noch saufen.... wäre das nicht n prima Anlass, sich n Bad voller Selbstmitleid und vor allem VIEL Alkohol einzulassen?
Und dann der Morgen danach... und evtl. wieder nachkippen... weil das Fußgelenk immer noch weh tut und der Kater so häßlich ist...
Ach neeee lass ma.... keine Alternative.
Du wirst einen besseren Weg finden, was Du bezüglich des Fußgelenkes machen kannst.

LG Sunshine

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 25.11.2017, 19:57

Sunshine_33 hat geschrieben: Naja... jünger werden wir alle nicht und die Zipperlein nehmen zu.
Davor ist ja keiner gefeit.

Trocken leben heißt ja nicht, nun völlig sorgenfrei zu leben in einem Körper eines 25 jährigen :wink:
Zumindest nicht, wenn man nicht gerade 25 ist :lol:
Hallo Sunshine!

Danke für den zutreffenden Hinweis. :D

Du hast völlig Recht. Nüchtern erträgt sich ein Zipperlein deutlich leichter. In aktiv konsumierenden Zeiten wäre ich sauer und hätte einen prima Anlass gefunden, mir beispielsweise dieses Wochenende ordentlich einen auf die Lampe zu gießen. Und gegen den morgigen Kater hätte es dann ab spätem Vormittag ein paar Konterbiere gegeben.

Ein Vorteil meines Alters, meiner Lebenserfahrung und meiner Abstinenz ist halt, mit so was gelassener umzugehen.

Gruß

Carl Friedrich

Cadda
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Beitrag von Cadda » 26.11.2017, 16:04

Gelassenheit ist eines der wertvollsten Dinge, die man besitzen kann.

Ich arbeite noch daran :-)

Ernest
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Beitrag von Ernest » 08.12.2017, 15:00

Carl Friedrich schrieb am 24.11.:
Bleibt schön trocken und übt euch in Demut vor der Krankheit.
Das Wort Demut habe ich in diesem Forum oft gelesen. Demütig vor der Alkoholkrankheit sein...
Ich musste Wikipedia beanspruchen um dieses Wort näher zu begreifen. Was meinst Du mit Demut? Unterwürfig die Krankheit zur Kenntnis nehmen? Oder eher nicht hochmütig werden? Am besten gefällt mir die Definition: realistische Selbsteinschätzung des Menschen in seiner Position.
Wenn Demut so verstanden wird, so kann ich mit dem Wort Demut sehr gut leben.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen auch trockene Advents- und Feiertage.

Liebe Grüsse
Ernest

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 08.12.2017, 16:25

Hallo Ernest!

Unterwerfung ist der falsche Ansatz. Wichtig ist es die Krankheit so zu nehmen wie sie ist, nämlich gefährlich. Ich habe sie mir nicht freiwillig ausgesucht, mich aber mit ihr arrangiert und ich hoffe, ich bin mir ihrer Tücken bewusst und werde nicht leichtsinnig. Denn dann fehlt sie, die Demut. Für mich ist der Begriff der Demut sehr eng mit dem Respekt vor der Krankheit verbunden.

Gruß
Carl Friedrich

Ernest
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Beitrag von Ernest » 08.12.2017, 19:35

Ja, mit dieser Definition bin ich einverstanden.
Aber warum schreibst Du, dass Du die Krankheit nicht freiwillig ausgesucht hast? Uns hat ja niemand gezwungen, soviel zu trinken, dass wir abhängig werden. Und wir wussten es, als wir noch tranken. Nur verdrängt haben wirs.

Lieber Gruss
Ernest

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 08.12.2017, 20:35

Hallo Ernest!

Ich habe meine Vita genau studiert. In den mehr als 2 1/2 Jahren Abstinenz wird der Blick auf das eigene Wesen klarer, zumindest bei mir. Ich behaupte, ich hatte spätestens ab ca. 14-16 die Prädestination zu dieser Krankheit. Sie steckte schon ganz früh in mir drin. Das der spätere übermäßige und regelmäßige Konsum sein Übriges tat, ändert nicht viel an meiner grundsätzlichen Veranlagung.

Gruß
Carl Friedrich

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