Walk the line.

Wie ist das Leben nach dem Alkohol ohne Alkohol? Erfahrungsberichte und Lebensgeschichten von schon länger trockenen Alkoholikern im Alkoholforum
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Slowly
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Beitrag von Slowly » 05.10.2017, 02:43

Danke lieber Correns und Hans,

zwei Diagnosestunden hatte ich jetzt, nun weiß ich was mit mir los sein soll.

Einiges war mir klar, anderes nicht.

Ich hätte diese Therapeutin gerne für mich gehabt aber sie hat leider keine Zeit, erst in vielen Monaten und das ist zu lange für mich ( meinte sie ).

Darum heißt es jetzt weiter suchen.

Trotzdem geht es mir schon besser, einfach weil mir einiges klarer ist.

Habe mir auch richtig gute Johanniskraut Tabletten aus der Apotheke geholt.
Bin ja eher skeptisch was Medikamente betrifft aber an dieses Mittel glaube ich :).

Ab heute mache ich eine andere Kurzzeittherapie. ;)

Ich fliege nach Irland und werde dort einige Tage auf einem Hausboot verbringen.

Am meisten freue ich mich auf das Zusammensein mit meiner Familie und auf eine Überdosis Frischluft.

Herrlich.

LG Slowly

Aurora
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Beitrag von Aurora » 05.10.2017, 09:43

Liebe Slowly,

ich glaube, von Frischluft kann man nie eine Überdosis bekommen :lol: .
Ich wünsche dir schöne Tage!

Liebe Grüße
Aurora

Slowly
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Beitrag von Slowly » 13.10.2017, 06:32

Hallo Aurora,

stimmt ;) , die Luft, das Wasser, die Natur, kaum Menschen unterwegs.....das war herrlich und das Boot auf das ich eingeladen war, war ein echt tolles Teil, bis auf die eine Toilette die nach zwei Tagen nicht mehr so recht wollte.....


:shock: :lol:

Aber das ist ein anderes Thema. ;)

Während der Reise wurde mir klar, dass ich die Beziehung zu einem der Mitreißenden so nicht weiterführen werden kann.

Es gab keinen Streit aber es war durch das enge Zusammensein auch mit anderen Menschen einfach sichtbar, dass diese Person ( so wie sie momentan unterwegs ist ) mir überhaupt nicht mehr gut tut.

Ich habe das dann auch so übermittelt und jetzt erst mal bis auf weiteres mein handy ausgestellt.

Ich muss mich endlich wieder um mich selbst kümmern und das tat ich gestern auch, mit einem Abend bei den AA.

Es war super.

Angetroffen habe ich ausschließlich Langzeittrockene, die sich schon viele viele Jahre kennen und die ihre Freude und ihr Leid mit mir teilten.

Ich denke ich werde da nun öfters hin gehen, denn ich habe mich herzlich willkommen gefühlt und einiges hat mich doch sehr berührt.


LG Slowly

Slowly
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Beitrag von Slowly » 28.11.2017, 07:08

Guten Morgen,

am Donnerstag habe ich eine Kennenlernstunde bei einer Psychologin, die mir ziemlich locker und sympathisch erschien.

Mal sehen ob wir zwei etwas miteinander anfangen können. :)

Ansonsten mach´ich mich selbst locker, so gut es geht.

Verlasse immer mal wieder mir selbst gesteckte Grenzen und freue mich sehr darüber, wenn ich merke, dass mir das sehr gut tut, wenn ich deswegen kein schlechtes Gewissen habe.

Meine Güte, was macht man sich oft selbst das Leben schwer, nur um vorgegebene oder selbst gemachte Regeln einzuhalten, irgendeiner Norm zu entsprechen ?

Vielleicht ist es ja besser erst mal zu checken, ob die Regeln überhaupt Sinn machen oder leicht aufgeweicht viel besser zu einem passen. ;)

Und warum man überhaupt bereit ist/war, in diesem Strom mitzuschwimmen ?

Was man sich ( eventuell unbewusst ) davon verspricht und ob es das Ergebnis wert ist......

Der Vater unserer Kinder meinte gestern, dass ich so quitschvergnügt sei, ob ich denn wieder trinken würde.... ( im Spass ).

Natürlich nicht, ich hatte mich nur unglaublich über seinen doofen Gesichtsausdruck gefreut, als ich etwas ( nicht ) tat, was es früher für mich so niemals gegeben hätte.

Wie befreiend :) !

LG Slowly

Correns
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Beitrag von Correns » 28.11.2017, 18:34

Hallo Slowly,

ich wünsche Dir einen guten Draht zur Psychologin.
Mit meiner bin ich sehr zufrieden.
Vieles konnte ich schon aufarbeiten.
Vieles liegt noch vor mir.
Von manchen Baustellen wusste ich vorher noch gar nichts...

Auf jeden Fall bin ich in letzter Zeit öfters mal recht glücklich.
Und das sogar ganz bewusst und nicht nur zufällig.
Ich drücke Dir die Daumen, dass es bei Dir auch gut klappt.

Viele Grüße
Correns

Slowly
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Beitrag von Slowly » 01.12.2017, 08:06

Danke Correns für deine Gedanken :) .

Ich denke die Dame ist nicht die richtige Person für mich, das, so bilde ich mir zumindest ein, habe ich gleich im ersten Moment als wir uns gegenüber standen erkannt.

Ihre Antworten auf meine Ausführungen waren stereotyp, sie hat selbst Ängste und ich glaube auch Hemmungen und als sie mir dann sagte, dass ich erscheine als würde ich keine Therapie brauchen, da war mir klar, dass das wohl eher nichts wird mit uns.

Leider hat die Therapeutin, die mit mir die 2 Diagnosestunden abhielt (die jedoch keine Zeit für mich hat, weil ich ein zu komplexer "Fall" sei und sie von denen noch ein paar in Behandlung hat ), eine dermaßen hohe Messlatte vorgegeben, da wird es schwierig für die Folgenden. :(

Aber ich gebe nicht auf......

LG Slowly

Aurora
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Beitrag von Aurora » 01.12.2017, 11:19

Hallo Slowly,

ich finde es sehr vernünftig, dass du dann mit dieser Psychologin nicht zusammen arbeiten möchtest! Wenn du gleich merkst, dass da etwas im Wege steht.
Aber ich gebe nicht auf......
Super!

Liebe Grüße
Aurora

Slowly
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Beitrag von Slowly » 08.12.2017, 06:45

Hallo Aurora,

Danke für deine Ermutigung. :)

Die Psychologin die ich nicht nehmen werde ist sicherlich eine liebe Frau und für andere Menschen eventuell genau die Richtige.

Sie erschien mir jedoch, neben ihren Hemmungen und wohl auch Ängsten, zusätzlich auch noch als ziemlich brav.

Als ich ihr z.B. erzählte, dass ich Alkoholikerin bin, sperrte sie überrascht die Augen auf und trotzdem ich ihr einiges über mich erzählt hatte (mit dem ich noch nicht im Reinen bin) kam der Satz, dass ich so wirken würde, als bräuchte ich keine Therapie.

Das hat die die ich so gut finde auch gesagt, sie hat aber gemerkt, dass ich wohl eine großartige Schauspielerin bin ;) und das offensichtlich nicht einmal merke.

Naja, auf jeden Fall fiele diese brave Frau wohl tot vom Stuhl, wenn ich ihr Geschichten aus meiner Vergangenheit erzählen würde....ich glaube eine Zusammenarbeit hilft uns beiden nicht wirklich weiter.

Inzwischen habe ich eine Neue gefunden, etwas weiter weg, erster Probetermin im Januar, dann bis zu einem halben Jahr Wartezeit.

Ich habe ihr gleich gesagt, dass ich eventuell ein etwas komplizierter Fall bin....."damit habe sie kein Problem", meinte sie.......

Wie beruhigend ;)

Sie scheint sehr entspannt, hat einen langen Bildungsweg hinter sich und kann lachen......

Das könnte passen.

LG Slowly

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