Mein Anfang zur Nüchternheit

Wie ist das Leben nach dem Alkohol ohne Alkohol? Erfahrungsberichte und Lebensgeschichten von schon länger trockenen Alkoholikern im Alkoholforum
Karsten
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Mein Anfang zur Nüchternheit

Beitrag von Karsten » 25.10.2015, 16:01

Hallo,

die Motivation des Erfahrungsaustausches sollte ja darin liegen, aus den Erfahrungen der Langezeittrockenen zu lernen.
Wer seine eigenen Erfahrungen unbedingt selbst machen will, kann es ja gerne tun.

Allen anderen neuen Mitgliedern möchte ich hier die Gelegenheit bieten, mich zu fragen, wie es mir ergangen ist, als ich am Anfang meiner Nüchternheit stand.

Ich habe ja schon viel geschrieben in den letzten 11 Jahren aus meiner Zeit des saufens und auch wie der Anfang meiner Nüchternheit war.

Für mich ist aber jeder Mensch individuell und den Satz "erst im Forum suchen und dann fragen" wird man von mir nicht lesen können.

Es geht darum, immer und für jeden da zu sein, wenn er oder sie Fragen hat.

Gruß
Karsten

dry123
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Beitrag von dry123 » 02.03.2016, 09:43

Was hat dich dazu bewogen nüchtern zu werden?
Warst du in einer Klinik?

LG, dry

Karsten
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Beitrag von Karsten » 02.03.2016, 10:11

Hallo dry,

ich hatte meinen Tiefpunkt erreicht, der so einige gesundheitliche und lebensbeeinträchtigende Dinge enthalten hat.

In einer Therapieeinrichtig war ich nicht.
Ich bin rein durch die Selbsthilfe nüchtern geworden und trocken geblieben.

Gruß
Karsten

dry123
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Beitrag von dry123 » 02.03.2016, 13:47

Hallo Karsten,

danke für die Antwort.

Hast du also von einem Tag auf den anderen aufgehört?
Hattest du Entzugserscheinungen?
Was war deine höchste Dosis?

LG, dry

Karsten
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Beitrag von Karsten » 02.03.2016, 13:54

Hallo dry,

ich war zum Schluss in der geschlossenen Anstalt, weil ich weder mit noch ohne Alkohol funktionsfähig war.
Da habe ich dann von einem Tag auf dem anderen Tag aufgehört und ja, ich hatte Entzugserscheinungen. Krampfanfall, Delir, Hallos wie Stimmen hören oder Tiere sehen.
Ich wusste nicht mehr was Realität und Wirklichkeit war.
Ich stand kurz davor, ein gerichtlichen Betreuer zu bekommen, weil man mich nicht mehr für selbst lebensfähig gehalten hat.

Was die Dosis betrifft, waren es zwei bis drei große Flaschen harten Schnaps jeden Tag.

Darum sage ich ja immer, jeder kann es schaffen, wenn er oder sie kompromislos zur Nüchternheit bereit ist.
Man mus aber auch etwas dafür tun und nicht nur immer mehmen oder darauf warten, dass einen andere Menschen ( Ärzte, Therapeuten usw. ) nüchtern MACHEN.

Gruß
Karsten

dry123
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Beitrag von dry123 » 02.03.2016, 14:10

Hallo Karsten,

danke für deine Offenheit.

In welcher Zeit hat sich ein halbwegs normaler Alkoholkonsum auf 3 Flaschen Schnaps erhöht.

Hast du eine psychiatrische Grunderkrankung?

LG, dry

Karsten
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Beitrag von Karsten » 02.03.2016, 15:50

Hallo dry,

das hat sich seit meiner Jugend immer mehr gesteigert.
Da ich auch schon als JUgendlicher Schnaps getrunken hatte, gab es wohl nie in meinem Leben einen halbwegs normalen Alkoholumgang.

Ich weiß nicht, was du mit Grunderkrankung meinst.
Ich bin ein gesundes Kind gwesen und bin auch jetzt, meinem Alter entsprechend eingesunder Mann.
Nur war und bin ich immer alkoholkrank.

Gruß
Karsten

dry123
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Beitrag von dry123 » 02.03.2016, 16:52

Hallo Karsten,

Wie lange hat die Phase mit drei Flaschen Schnaps gedauert?
Da konntest du aber nicht arbeiten, oder?

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