Alkoholkranker möchte Entziehungskur machen und nun?

Ambulante und stationäre Therapie und Entgiftung bei Alkoholproblemen und Alkoholabhängigkeit durch Psychologen ( Psychologie ) oder Therapeuten, sowie Ursachen der Alkoholkrankheit bzw. Coabhängigkeit aus medizinischer Sicht.

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wf
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Alkoholkranker möchte Entziehungskur machen und nun?

Beitrag von wf » 05.08.2006, 13:18

Wer kann uns helfen bei den nächsten Schritten:
Ausgangslage:
Er, 67 Jahre, pensionierter Beamter, alkoholabhängig möchte sich einer Enziehunhskur unterziehen. Vor 15 Jahren hat er bereits eine Entziehungskur absolviert, er wurde jedoch nach ca. 10 Monaten rückfällig. Damals hatte der Arbeitgeber die gesamte Organisation bzw. Einweisung übernommen. In diese Anstalt möchte er jedoch nicht mehr.

Wir, die Familie möchten ihm helfen, doch keiner weiss so recht wie es konkret weitergehen soll. Folgende Fragen beschäftigen uns:

- Wird ein 67 Jähriger noch in einer Entziehungskur aufgenommen?
- Trägt er die Kosten der Entziehung selbst (pensionierter Beamter)
- Sollte vorab ein Arzt konsultiert werden, oder kann man direkt mit der Entziehungseinrichtung Kontakt aufnehmen?
- Wir leben in Überlingen a. B. (D-88662), kennt jemand eine Einrichtung für Entziehungskuren in der Nähe?
- Auf was müssen wir sonst noch achten?

Wir hoffen, dass wir in diesem Forum von den Erfahrungen anderer profitieren können, und sind für alle Tipps und Ratschläge dankbar.

wf

henri
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Beitrag von henri » 05.08.2006, 15:08

Hallo wf und herzlich willkommen

Deine Fragen weichen alle von dem Alltäglichen ab. Bevor ich deshalb Antworten gebe, bei denen ich nicht von der Richtigkeit überzeugt bin, lasse ich es lieber ganz. Die Besonderheiten sind die Stichpunkte, Rentner, Lebensalter und Beamter, bzw. wer übernimmt die Kosten.

Im „Normalfall“ stellt die Suchtberatung den Antrag auf Kostenübernahme bei der Rentenversicherung. Weil aber die damalige Therapie wie du schreibst, vom Arbeitgeber organisiert wurde, also die Suchtberatung nicht eingeschaltet wurde, vermute ich, dass es da eine Sonderregelung für Beamte gibt. Um das gewahr zu werden, frag erst mal bei der Suchberatung (Suchbegriffe sind Caritas, Diakonie, psychosomatischer Dienst oder auch Suchtberatung) nach. Auch der Hausarzt könnte das wissen.

Von der Suchtberatung weiß ich, dass die Kliniken vorschlagen, von denen man sich dann eine aussuchen kann. Natürlich muss dort dann auch ein Platz frei sein.

Ob sich hier im Forum jemand mit der rechtlichen Seite auskennt, ist mir nicht bekannt, aber wenn, dann wird er sicherlich etwas dazu schreiben. Vorsicht ist bei eigenen Erfahrungen geboten, da in den letzten Jahren immer wieder durch Gesundheitsreformen geändert wurde.

Wenn eine stationäre Therapie für ihn nicht in Frage kommt, dann könnte es trotzdem noch die Möglichkeit einer ambulanten Therapie geben. Kann aber auch alles bei der Suchtberatung geklärt werden.

Viele Grüße
Henri

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