Das Paradies ist anderswo

Hilfe bei Alkohol von Alkoholikern für Alkoholiker. Rückfall - und Neuanfang, Suchthilfe, Leben ohne Alkohol, Alkoholismus und Alkoholkrankheit
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Thalia1913
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Beitrag von Thalia1913 » 28.10.2016, 23:44

Hallo Gauguin,

du schreibst:
Wenn´s ernst werden sollte hau´ ich ab.
Hm - was bedeutet denn für dich: "wenn's ernst wird"?

Meine These: Wenn's ernst wird, willst du trinken, und dann haust du nicht ab.

Was dich betrifft, so ist das nur eine These, aber auf mich bezogen ist es meine Erfahrung mit mir.

Grüße
Thalia

Gauguin
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Beitrag von Gauguin » 01.11.2016, 00:38

Hallo Thalia,

es ist ein Risiko, ich bin aber gerne unter Menschen.

Ich bin nur ein Stündchen dort, esse was und trinke meinen Kaffee.

Ich glaube ich kann gehen, bevor ich was zu trinken bestelle.

Danke für die Ermahnung

Gauguin

Karsten
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Beitrag von Karsten » 01.11.2016, 11:27

Hallo Gauguin,

ich lese immer viel von neuen Mitgliedern, dass sie denken, dann real handeln zu können, bevor sie wieder zur Flasche greifen würden.

Ich halte das für sehr gefährlich.
Frage dich doch mal selbst, warum du bis jetzt es nicht geschafft hast, ein alkoholfreies Leben zu führen.
Hattest du vorher nicht den Willen ein normales Leben mit wenig oder keinen Alkohol zu führen oder wolltest du ständig besoffen sein?

Wenn es zu riskannten Situationen kommt, taugt der Wille alleine gar nichts.

Habe ich selbst damals erleben müssen, obwohl ich damals schon entschieden länger nüchtern war als du heute.

Was macht dich so sicher, deine junge Nüchternheit über den Willen steuern zu können, was du doch in all den Jahren auch nicht geschafft hast?
Wenn du immer wieder Lösungsansätze versuchst, die bisher auch nicht funktioniert haben, wäre doch mal eine Überlegung gut, andere Lösungen zu suchen.

Gruß
Karsten

Barthell
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Beitrag von Barthell » 01.11.2016, 11:55

Hallo Gauguin,

ein altes "Survival" Sprichwort besagt:

"Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um"

Ich an deiner Stelle würde mich nicht "absichtlich" der Gefahr aussetzen.
Ich selbst hatte in den Letzten Monaten 3-4 Situationen, dabei wurde ich einmal Rückfällig und beim Rest bin ich "abgehaun" und habe dannach emotional völlig fertig in der Ecke gehockt und gezittert.

Muss ich mir wirklich den Stress antun?
- wenn ich vermeiden kann, NEIN.

Ich sehe das echt einfach: Risikominimierung, ganz vermeiden werde ich es nie können, aber ich muss nicht bewusst Risiken eingehen.
Das habe ich in der Vergangenheit nicht geschafft, warum sollte ich es jetzt schaffen?

Klar es ist dein Leben und wir können nur Empfehlungen abgeben.

Pass auf dich auf!

Gauguin
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Beitrag von Gauguin » 18.11.2016, 21:17

Hallo zusammen,

der zentrale Unterschied ist: Heute will ich nicht trinken.

Früher wollte ich immer Bier trinken.

Ich betreibe Risikominimierung, gehe aber nicht jedem Risiko aus dem Weg. Wichtig ist für mich, dass ich mir die Situation ohne Alkohol vorstellen kann und es leicht ist die Örtlichkeit zu verlassen. Bisher fahre ich ganz gut damit.

Zum Beispiel überlege ich mir, was ich Weihnachten und Silvester machen werde.

Trotzdem Danke für die Empfehlungen.

Das trübe Wetter macht mir etwas zu schaffen, trübes Wetter, trübe Gedanken.

ein suchtfreies Wochenende wünscht Euch

Gauguin

Gauguin
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Beitrag von Gauguin » 27.11.2016, 00:47

Hallo Freunde der Nacht,

noch wach zur späten Stunde,

klappt trotzdem ohne Alk.

Ein suchtfreies Restwochenende

wünscht Euch

Gauguin

Carl Friedrich
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Beitrag von Carl Friedrich » 27.11.2016, 10:53

Gauguin hat geschrieben:
Zum Beispiel überlege ich mir, was ich Weihnachten und Silvester machen werde.
Hallo!

Dieses Jahr steht mein zweites alkoholfreies Weihnachten nebst Silvester an. Ich plane nichts Großartiges, aber absolut im Vordergrund steht: "Trinkenden Menschen, so gut es eben geht, aus dem Weg zu gehen". Meine Frau wird sicherlich mal ein Glas Sekt und Wein trinken wollen. Soll sie. Ich kaufe ihn jedoch nicht ein. Ich halte derweilen lieber Ausschau nach hochwertigem Kaffee/Tee. Gerade zu Weihnachten offeriert der eine oder andere Hersteller/Händler ein paar Sondereditionen.

Silvester "feiern" wir nicht. Ich fühle mich zwar sicher, habe aber großen Respekt vor einem Rückfall. Bei einer sog. Feier ist mir das Risiko zu groß. Und wenn die Leute bechern, gehen sie mir ab einem bestimmten Zeitpunkt mit ihrem alkoholbedingt enthemmten Verhalten gewaltig auf die Nerven. So ein furchtbares Verhalten habe ich früher bestimmt auch an den Tag/Abend/Nacht gelegt. Wie peinlich.

Gruß Carl Friedrich

Gauguin
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Beitrag von Gauguin » 03.12.2016, 23:55

Hallo Carl Friedrich,

ich kann Entwarnung geben, das Maximum an Risiko, das ich eingehen werde, ist mit einem befreundetem Ehepaar was zu essen, sie werden allerdings Alkohol trinken.

War heute in der Stadt, Kino und was Essen. Die Welt trinkt und raucht, wir werden es nicht ändern. Gehen wir früh nach hause.

Danke für Deine Anregungen

LG Gauguin

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