Ein Piep von mir ins Forum :)

Hilfe für Co-Abhängige, Partner und Angehörige von Alkoholikern bei der Coabhängigkeit
eklisee
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Ein Piep von mir ins Forum :)

Beitrag von eklisee » 26.12.2016, 15:42

Hallo liebe Forenmitglieder,

nun möchte ich doch auch einmal wieder piep sagen und an allen, die mich kennen und auch allen anderen hier, etwas auf den letzten Drücker :shock: :oops: ein schönes Weihnachtsfest wünschen :D.

So einige kennen mich aus dem geschlossenen Bereich, wo ich eine für mich ziemlich lange Zeit geschrieben und kommuniziert habe, vorwiegend im Angehörigenbereich.

Für diejenigen, die mich nicht kennen...Ich habe mich 2011 von meinem Mann getrennt, der lange Zeit ein Alkoholproblem hatte. Zur Zeit der Trennung war er bereits trocken, hatte eine Langzeittherapie hinter sich. Es war allerdings zu viel passiert, als dass ich mir ein Leben weiter mit ihm vorstellen konnte.
Ich hatte Sorgen wie viele Neuankömmlinge hier. ich wollte nicht mein geliebtes Heim verlassen, fragte mich wie soll es weitergehen, finanziell, wie mit den Kindern, die allerdings zum Glück zu dem Zeitpunkt schon groß waren.
Es folgte eine Zeit mit Aufs und Abs, neuen Beziehungsversuchen, die erstmal scheiterten. Im Nachhinein gesehen gut, um wichtige Erfahrungen zu sammeln, und irgendwie auch eine schöne Zeit...auch die Singlezeit, die sehr wichtig für mich war. Ich habe diesen Schritt der Trennung nicht bereut, auch wenn danach vieles nicht einfach war. Heute existiert zwischen meinem Exmann und mir inzwischen eine Art friedliche Koexistenz, etwas auf freundschaftlicher Basis. Das hat aber eine Zeit gedauert, dass es so werden konnte.

Es passierten auch ganz schlimme Dinge, danach war nichts wie es war, eines meiner Kinder verunglückte schwer, heute schwer körperbehindert.
Für die, die meine Geschichte kennen.
Uns geht es immer besser, auch wenn vieles schwer bleiben wird. Sie findet ihre Wege, wird immer selbstständiger, auch mit ihrem Kind.

Ich lebe heute in einer Beziehung auf Augenhöhe, in der ich die Dinge besprechen kann, die auch mal drücken, ohne dass es gleich zum bruch kommt, und wir verbringen viel schöne Zeit miteinander auch in Patchwork.

Großes Thema schon länger....ich muss mehr Ruhe in mein Leben kriegen, zerreiße mich oft zu sehr in alle Richtungen. da bin ich dran....

So nun muss ich erstmal Schluss machen...
Alles Liebe an alle
Eklisee

Aurora
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Beitrag von Aurora » 26.12.2016, 18:56

Hey eklissee,

schön, von dir zu hören. :D .

Liebe Grüße
Aurora

Linde66
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Beitrag von Linde66 » 27.12.2016, 19:45

Aaah, ein bekannter Name! :D

Hallo eklisee,

freut mich von dir zu hören.

Wenn ich dich lese fällt mir ein Spruch von einem unserer Forenmitglieder wieder ein (habe aber vergessen von wem :oops: :lol: ):
Es ist gut, auch wenn nicht alles gut ist.

Viele liebe Grüße und die besten Wünsche fürs kommende Jahr!

Linde :D

Thalia1913
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Beitrag von Thalia1913 » 27.12.2016, 19:52

Hallo Eklisee,

ich freue mich über dein Pieps und wünsche dir noch schöne Tage-zwischen-den-Tagen (sagt man doch so, oder?)

Du schreibst, du bist dran, mehr Ruhe in den Leben zu bringen, dich nicht zu sehr zu zerreißen.

Wie machst du das konkret? Lässt du Sachen weg? Oder wie?

Ich frag, weil ich irgendwie auch "weniger" möchte, aber nicht so recht weiß, wie ich das angehe.

Viele Grüße dir,
Thalia

eklisee
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Beitrag von eklisee » 03.01.2017, 00:46

Hallochen,

erstmal möchte ich allen hier ein frohes und gesundes neues Jahr wünschen, eine ganz tolle Zeit und viel Kraft für alles, was es so zu bewältigen gibt :D .

Lieben dank Aurora, Linde und Thalia für eure Zeilen und Wünsche.

Zwischen den Feiertagen war wieder ein schönes, anstrengendes aber auch zum Teil entspanntes Gewusel :shock: ...wie fast immer also :lol: .

Liebe Linde, ja dieses Zitat passt sehr gut mir. Alles gut in dem Sinne wird nicht passieren. Und doch ist es gut und zur Zeit auch alles im grünen Bereich :) .
Es ging ein ganzes Jahr ohne Krankenhausbesuche ins Land und auch ohne irgendwelche Katastrophen in unserer Familie. Mir geht es gut und wo was piekt wird geschaut, was kann ich da machen.

So gab es einiges in mir zu sortieren und auch zu besprechen mit denen, die mir am liebsten sind.
Somit auch zu deiner Frage liebe Thalia. Sorry dass ich erst jetzt antworte... :oops: .
Nun, so sehr konkret kann ich hier im Offenen nicht mehr werden.
Ich habe gemerkt, dass zunehmend die Luft raus ist und manches für mich nicht mehr so weitergeht, wie es jetzt ist.
Weglassen kann ich vieles nicht, aber loslassen kann ich etwas mehr an mancher Stelle, Verantwortung abgeben, zb an Töchti, die mehr und mehr ihre eigenen Möglichkeiten entdeckt. Unterstützung wird sie immer brauchen.
Auch in meiner Beziehung habe ich festgestellt, dass diese schöne Gelassenheit, welche ich gelebt habe, was bis hierher auch gut so war, auch in so einigen Punkten verbiegen wurde.
Es muss auf Dauer auch im Alltag alles für mich vereinbar sein. Ich war meistens überall, bei Töchti, bei ihm neben der Arbeit...überall eingespannt oder Gast, wohlgemerkt auch mit sehr schöner und wertvoller Zeit dabei...
Dennoch fehlt mir der Ruhepool und Rückzug für mich, Zeit für meine ganz eigenen Dinge, die ich für mich machen muss und die, die ich machen will...bei meinen Dingen und meinem Kram sein, das blieb irgendwie auf der Strecke, auch wenn ich viel Neues entdeckt habe, was vorher nicht so ging.
Manches habe ich auch runtergeschluckt, was mir nicht so behagt hat, weil ich keinen Stress machen wollte, den anderen lassen, wie er ist.
Nun mache ich die schöne Erfahrung, dass sich Wege finden gemeinsam, wo man mir wirklich zugetan ist...Vieles teils erst missverständlich beiderseits, weil man sich selbst schützen und den anderen nicht drängen will. Und dennoch jetzt das Gefühl, es bringt uns noch näher, auch wenn wir jeder für sich noch unsicher sind, wohin im ganz eigenen Weg.
Vor Weihnachten ist es etwas zusammengekracht in mir, weil ich sehe, wir haben nicht in allem gleiche Vorstellungen, was ja auch nicht überall so sein kann. Das verwirrt irgendwie und wirft Fragen auf...was will ich auf Dauer und was nicht.
Ich lebe eher den Moment und mag nicht über Zukunft nachdenken. Doch wo ich festhake und stolpere muss ich das wohl oder übel...
Jetzt sehe ich es inzwischen nach manchem Gespräch, nicht nur mit ihm, wieder mit Neugier, was so kommt.
Auf jeden Fall ist da ganz viel Verlass....und das Gute ist... nicht nur auf mein gegenüber, sondern in mir selbst, unabhängig davon. Das fühlt sich gut an.
So werde ich fürs Erste schauen, dass mehr Raum für mich bleibt, auch wenn die anderen dadurch weniger Zeit mit mir haben. Ich werde es anders verteilen, soweit ungeahnte Außergewöhnlichkeiten fernbleiben.

Soviel erstmal dazu
Wünsche euch eine gute Nacht 8)
Eklisee

Linde66
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Beitrag von Linde66 » 03.01.2017, 01:04

Hallo Eklisee,

du schreibst ziemlich in Rätseln - was ich aber gut finde! Wir sind ja hier im offenen www .

Die eigene Mitte ist ein ziemlich wichtiger Ort. Also das eigene Zuhause, die eigene Zeit für sich, die eigenen Aktivitäten und die eigenen Pausen. Nur wenn man in dem Bereich für sich sorgt, werden die Akkus nicht leer.
wir haben nicht in allem gleiche Vorstellungen, was ja auch nicht überall so sein kann.
Das kenne ich gut. Wenn es nur um Krimskrams geht und der Rest stimmt, dann ist es ja o.k. Aber wenn man in wirklich wichtigen Punkten uneins ist, dann stellt sich ein unbehagliches Gefühl ein...

Lieber Gruß, Linde

eklisee
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Beitrag von eklisee » 03.01.2017, 01:17

Danke liebe Linde,

es sind schon für mich wichtige Dinge. Dagegen stehen viele andere, die ich nicht mehr missen mag, weil sie mir eben auch Ruhe und Ausgleich geben.
Bevor ich es angesprochen hatte, dachte er, unsere Welt ist in Ordnung...konnte nicht wissen, dass für mich doch manches schwierig ist und dass auch manches für mich schwer zu vereinbaren geht...wenn ich nichts sage :shock:.
Alles Weitere wird sich zeigen... 8)

LG Eklisee

eklisee
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Beitrag von eklisee » 04.01.2017, 00:07

Wir sollten mal schauen, für welche Seminare wir uns interessieren, betrieblich. Wenig dabei für meine Berufsgruppe...leider.
Und doch was gefunden, ist gerade MEIN Thema...Zeit-, Prioritäten- und Selbstmanagement...
Vielleicht lerne ich da aus einer Stunde drei zu machen :shock: 8) :lol: .
Meine neue Kollegin und ich sind neugierig drauf, ist wohl allumfassend und nicht nur jobbezogen...naja irgendwie ja am Ende doch :wink: .
Und Kommunikation und Konfliktmanagement.
Also das eigene Zuhause, die eigene Zeit für sich, die eigenen Aktivitäten und die eigenen Pausen.
Ja Zuhause, auch solch Thema...Ich renne hier mehr nur durch :? ...und wo ist das eigentlich so wirklich... Zeit für mich, nehme ich mir für meine festgesetzten Hobbys mindestens zwei Abende in der Woche...aber ruhebringende Pausen ganz mit mir allein sind da wenig bei.

Im Grunde finde ich das gut, dass ich mich nach wirklicher Ruhe für mich sehne. Es gab Zeiten, da sehnte ich mich danach und konnte sie dennoch nicht aushalten. Jetzt ist tatsächlich mal etwas Raum da zu schauen, wo bin ich...ist es in Ordnung so wie es ist und wo will ich hin...in dem Rahmen, in dem ich mich bewegen kann.

Ich weiß momentan nicht, wo denke ich zu viel nach und wo kann ich recht gut Gelassenheit leben. Ich kann es ganz gut denke ich, manch einer wundert sich an mancher Stelle drüber....und ab und an gibt es einiges zu sortieren....und dann geht's weiter :)

Gute Nacht
Eklisee

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